Warhorse Studios, die Schöpfer von „Kingdom Come: Deliverance 2“, entwickeln laut aktuellen Berichten des Branchenexperten Ryszard Chojnowski ein großangelegtes Open-World-RPG im Universum von „Der Herr der Ringe“. Das Projekt soll über ein Budget von rund 100 Millionen US-Dollar verfügen und einen realistischen, erwachsenen Ansatz für Mittelerde verfolgen.
Das Spiel wird als Open-World-Rollenspiel beschrieben, das sich durch einen realistischen Stil von bisherigen Adaptionen abheben soll. Finanziert wird die Produktion offenbar durch das Abu Dhabi Investment Office (ADIO), während die Embracer Group – die Muttergesellschaft von Warhorse und Inhaber der Markenrechte an Mittelerde – das Projekt strategisch steuert.
Realismus statt High-Fantasy
Sollten sich die Informationen bewahrheiten, markiert dies einen signifikanten Strategiewechsel für das Franchise. Während bisherige Titel wie „Shadow of War“ auf übernatürliche Mechaniken setzten, deutet die Verpflichtung von Warhorse auf eine „geerdete“ Interpretation hin. Das Studio hat mit der Kingdom Come-Reihe bewiesen, dass es komplexe mittelalterliche Systeme, authentische Architektur und tiefgreifende RPG-Mechaniken beherrscht.
Nach der Übernahme von Middle-earth Enterprises im Jahr 2022 für knapp 400 Millionen US-Dollar steht die Embracer Group unter Zugzwang, die gewaltige Investition zu refinanzieren. Nach dem qualitativen Desaster von Gollum und der Einstellung des Titels der Tomb Raider-Entwickler ist der Druck hoch. Warhorse Studios ist innerhalb der Embracer-Struktur eines der fähigsten Teams für großangelegte Rollenspiele. Ein Budget von 100 Millionen Dollar wäre für das Studio ein massiver Sprung gegenüber den Produktionskosten der Kingdom Come-Teile.
Das Gerücht ist logisch, aber riskant. Warhorse kann Mittelalter wie kaum ein zweites Studio, doch die Fantasy-Elemente von Tolkien erfordern neue Assets und Physiksysteme, die das Studio bisher gemieden hat. Das 100-Millionen-Budget klingt nach viel, ist für ein modernes AAA-Open-World-Spiel aber fast schon die Untergrenze, wenn man mit Schwergewichten wie „Hogwarts Legacy“ konkurrieren will.
Für Spieler ist die Nachricht dennoch ein Gewinn: Ein Mittelerde ohne „Magic-Bling-Bling“, dafür mit der Dreck-und-Stahl-Atmosphäre von Warhorse, wäre die erste echte Innovation im Franchise seit Jahren.
Update: Laut jüngsten Meldungen ist nicht Warhorse der führende Entwickler, sondern Crystal Dynamics. Weitere Details dazu gibt es hier.
Jo, dann gleich mal den Übersetzer entlassen und auf KI-sie-zu-knechten setzen. Weil is ja bloß ’ne Literaturvorlage.