Warhorse Studios hat offiziell bestätigt, gleichzeitig an einem Open-World-Rollenspiel im „Der Herr der Ringe“-Universum und einem neuen Projekt in der „Kingdom Come“-Reihe zu arbeiten. Die Ankündigung folgt unmittelbar auf die strukturelle Aufspaltung des Mutterkonzerns Embracer Group, bei der das tschechische Studio in die neu formierte Einheit Fellowship Entertainment eingegliedert wurde.
Warhorse Studios nutzt den weitreichenden Umbau der Konzernstruktur für eine fundamentale Expansion und entwickelt ab sofort zwei spielerische Großprojekte parallel. Während die offizielle Bestätigung eines neuen „Kingdom Come“-Abenteuers nach dem Erfolg des Vorgängers ein logischer Schritt ist, bricht das Studio mit dem Mittelerde-Projekt erstmals aus dem strikt historischen Setting aus.
Mittelerde mit dem Hauch von Böhmen
Die Gerüchte der vergangenen Monate haben sich bewahrheitet. Warhorse arbeitet an einem Open-World-Rollenspiel, das in J.R.R. Tolkiens Mittelerde angesiedelt ist. Branchenberichte sprechen von einem Produktionsbudget von rund 100 Millionen US-Dollar, das unter anderem durch externe Investitionen gestützt werden soll.
Interessant ist hierbei der spielerische Ansatz. Das Studio bleibt seiner Design-Philosophie treu und strebt laut ersten Berichten eine geerdete, düstere und mechanisch tiefgreifende Interpretation von Mittelerde an. Statt unfairer High-Fantasy-Spektakel mit bildschirmfüllenden Explosionen liegt der Fokus auf Immersion und realistischen Systemen. Wer die harte Lernkurve von Kingdom Come kennt, ahnt, was das für Kämpfe gegen Uruks oder Orks bedeuten könnte.
You might have heard the rumours, it's time to reveal what we are working on.
— Warhorse Studios (@WarhorseStudios) May 20, 2026
🗺️ An open world Middle-earth RPG.
⚔️ A new Kingdom Come adventure.
We’re excited to tell you more when the time is right.#WarhorseStudios #Annoucement #lotr #KingdomComeDeliverance pic.twitter.com/Pcgf9SqW52
Die Rückkehr nach Böhmen bleibt offen
Das zweite Projekt wird intern als neues „Kingdom Come“-Abenteuer geführt. Das Studio lässt bisher offen, ob es sich hierbei um ein direktes „Kingdom Come: Deliverance 3“ oder ein eigenständiges Spin-off handelt. Angesichts der Veröffentlichung von „Kingdom Come: Deliverance II“ Anfang 2026 befindet sich dieses Projekt vermutlich noch in einer sehr frühen Konzeptionsphase. Details wollen die Entwickler erst nennen, „wenn die Zeit reif ist“.
Strategisch ergibt die Aufteilung Sinn. Durch die Ausgründung der Embracer Group in die operative Einheit Fellowship Entertainment, die auch Marken wie Tomb Raider und Deus Ex verwaltet, fällt der Zwang zur Querfinanzierung von unrentablen Mobile- und Indie-Studios weg. Die Entwickler können sich auf AAA-Produktionen konzentrieren.
Für Fans von immersiven Rollenspielen sind das hervorragende Nachrichten, die jedoch Geduld erfordern. Das Mittelerde-Projekt verspricht eine dringend nötige, erwachsene Abwechslung im oft generischen Lizenz-Dschungel, da die Kern-Mechaniken von Warhorse – wie komplexes Kampfgewebe und tiefgreifende Charakterentwicklung – auf ein Fantasy-Szenario übertragen werden. Technisch bedeutet die parallele Entwicklung von zwei Open-World-Projekten aber auch eine immense Belastung für das Studio. Vor Ende 2028 ist mit keinem der beiden Titel auf PlayStation 5 oder PC zu rechnen.

Das kann nur gut werden 😜
Absolut geiler Scheiss!! 💯
Von diesem Studio nehme ich Games dieser Art mit Handkuss!