Warum Sony trotz aller Kritik niemals mit Live-Service-Games aufhören wird

Das neue PS5-Widget enthüllt exakte Spielerzahlen – und zeigt, warum Sony trotz Fan-Kritik niemals mit Live-Service-Games aufhören wird.

Lukas Author 2026
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Lukas Neumann
Als "Padawan" von Niklas begleitet Lukas Neumann das PlayStation-Ökosystem bei PlayFront. Er hinterfragt kritisch Grafik-Exzesse und AAA-Budgets, um eine ehrliche Perspektive auf aktuelle Gameplay-Konzepte und die...

Das neue Beta-Widget der PS5 liefert erstmals konkrete, wöchentliche Spielerzahlen. Die Daten enthüllen eine Realität, die der traditionellen Gaming-Community nicht gefallen wird – aber genau zeigt, warum Sony seine Milliarden-Strategie eisern verteidigt.

Das neue Statistik-Widget im Welcome Hub der PS5 liefert derzeit in der Beta-Phase exakte Zahlen über die einzigartigen Spieler der letzten sieben Tage. Während Gaming-Enthusiasten in Foren leidenschaftlich über cineastische Singleplayer-Meisterwerke diskutieren, spricht die Realität auf dem Dashboard eine vollkommen andere Sprache. Die harten Fakten zeigen: Die PS5-Nutzerbasis wird fast vollständig von Live-Service-Giganten dominiert.

Eine unüberwindbare Wand

Dank erster Daten aus der US-Beta (via Mystic) wissen wir, wie das Schwergewicht der Service-Spiele tatsächlich ist. Die wöchentlich aktiven User zeichnen ein eindeutiges Bild:

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PlatzSpielWöchentlich aktive Spieler (USA)
#1Fortnite14,6 Millionen
#2GTA 55,13 Millionen
#3Minecraft4,97 Millionen
#4Call of Duty4,95 Millionen
#5Apex Legends1,72 Millionen

Dahinter folgen Titel wie Marvel Rivals (1,58 Mio.), Battlefield 6 (1,51 Mio.) und ARC Raiders (972k). Spiele wie Roblox oder jährliche Sport-Franchises (EA Sports FC / NBA 2K) sind hier noch gar nicht voll erfasst, dürften sich aber nahtlos in den Millionen-Club einreihen.

Das Erschreckende für traditionelle Fans: Auf dieser Liste steht kein einziges klassisches Story-Spiel. Stattdessen dominieren mit „GTA 5“ und Minecraft Titel, die weit über zehn Jahre alt sind.

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Warum Sony die Live-Service-Jagd nicht aufgibt

Die Daten erklären ohne jeden Zweifel, warum die PlayStation-Führung trotz heftigen Gegenwinds aus der Community permanent versucht, eigene Live-Service-Hits zu etablieren. Die Formel ist simpel: In-Game-Käufe und Mikrotransaktionen sind seit Jahren der mit Abstand größte Umsatzbringer für Sony.

Klassische, exzellente „One-and-Done“-Singleplayer-Spiele wie „God of War“ oder „Marvel’s Spider-Man“ sind für das Prestige der Marke PlayStation unverzichtbar, aber sie binden Spieler nicht über Jahre. Wer ein Story-Spiel durchgespielt hat, zieht weiter. Ein Fortnite oder Call of Duty hingegen wird zur permanenten Gewohnheit.

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Ja, Sony hat den Übergang im Live-Service-Sektor stellenweise massiv unterschätzt. Das Management hat Hunderte Millionen Dollar verbrannt, Studios überfordert und Projekte eingestellt, die gegen die Platzhirsche der Industrie keine Chance hatten. Aber wenn die Führungsetage täglich sieht, dass allein in den USA fast 15 Millionen Menschen jede Woche ein einziges Free-to-Play-Spiel auf ihrer Konsole starten, ist es betriebswirtschaftlich unmöglich, dieses Feld kampflos zu räumen.

Die neuen Dashboard-Anzeigen nehmen der Gaming-Community eine Illusion. Der typische PS5-Besitzer spielt keine nischigen Indie-Perlen oder wartet sehnsüchtig auf das nächste lineare Singleplayer-Drama. Die breite Masse will Spiele, die niemals enden, die sich durch Updates ständig verändern und in denen man sich mit Freunden trifft.

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Man mag diese Entwicklung im Kern verabscheuen, aber wer die nackten Zahlen dieses neuen PS5-Widgets sieht, kann Sony die Motivation hinter ihrer Strategie nicht mehr vorwerfen.

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2 Comments
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Jan Di
17. Mai 2026 11:56

Es liegt ja in der Natur von live Service spielen, dass diese über Jahre hinweg gespielt werden. Es gibt aber eben Spieler die spielen vorrangig live Service spiele und es gibt Spieler die spielen vorrangig Storygames. Die zockt man eben nur so lange bis sie durch sind und dann kommt das nächste Spiel dran. Das Ergebnis dieser Statistik ist vollkommen logisch, jedoch sagt es nicht aus, dass live Service spiele beliebter sind.

Crydog
17. Mai 2026 09:31

Lol mystic ist doch kein insider sondern ps fanboy von den habe ich nie etwas kritisches gehört in richtung sony selbst wo bluepoint geschlossenes wurde,das wurde es mit Händen und Füßen relativiert.
Naja egal zu thema
Was denkt sony eigentlich? Man hat noch nicht den Atem gehabt legends weiter zu führen dabei war das schon ein bewährtes Konzept den man trotzdem gegen die wand gefahren hat. Mit welchen marken soll das den gelingen mit marvel token? Der markt was fighting games angeht ist erstens nischig und zweites gesättigt. Man wird nur erfolgreich wenn man den casual dazu bringen wird sich token zu holen und da sehe ich ein problem bei token das rooster ist nur 20 cha groß plus 4 dlc für erste jahr. Das ist sehr wenig wenn man jetzt die Konkurrenz anguckt wie tekken 8,sf6 auch mk 1 selbst alte teile stehen in Konkurrenz wie tekken 7,mk11,sf4,5,marvel vs capcom collection oder teil 3. Die haben schon über Jahrehinweg ein größeres rooster und conntent sammeln können. Und arc system spiele neigen dazu das sie sehr wenig wiederspielweert bieten in singeplayer modus. Auch leute die 24 for 7 COD spielen werden bestimmt nicht anfangen token zu spielen. Ah sollen sie weiter machen ich werde mir Popcorn holen und zu schauen wie alles gegen die wand gefahren wird