Update: Der Release wurde kurzfristig auf den 7. Mai verlegt, um der Konkurrenz wie „Saros“ oder „Aphelion“ aus dem Weg zu gehen.
Endlich Gewissheit für alle, die auf atmosphärische Adventure-Kost warten: TomorrowHead Studio hat auf der Future Games Show den 28. April 2026 als Launch-Termin für „WILL: Follow The Light“ bestätigt. Das Spiel erscheint für PS5, Xbox und PC.
Die Prämisse zieht sofort: Wir schlüpfen in die Rolle von Will, einem Leuchtturmwärter, dessen isoliertes Leben durch einen Funkspruch aus den Fugen gerät. Sein Sohn wird vermisst, und die einzige Antwort liegt irgendwo in der unbarmherzigen Arktis.
Das Studio setzt hier voll auf die emotionale Bindung zwischen Vater und Sohn, eingebettet in eine Welt, die uns dank der Unreal Engine 5 vermutlich den Atem rauben wird. Der Trailer zeigt bereits diese kühle, fast greifbare Einsamkeit, die typisch für erstklassige Narrative-Adventures ist. Ein starkes Szenario, das hoffentlich die Balance zwischen Mystery und echtem Drama hält.
Realismus im ewigen Eis
Was bei diesem Projekt besonders hellhörig macht, ist der Fokus auf die Fortbewegung. Wir düsen hier nicht mit Teleportern durch die Gegend, sondern steuern die Segelyacht „Molly“ und verlassen uns auf Hundeschlitten. TomorrowHead verspricht realistische Mechaniken für das Segeln und die Navigation – wir müssen Wetterstationen nutzen und uns den Weg durch den Schnee bahnen.
Das klingt nach einem wunderbaren Kontrast zu den üblichen „Lauf von A nach B“-Aufgaben. Wenn das haptische Feedback beim Lenken des Schlittens oder das Segelsetzen so intensiv wird, wie es die Grafik vermuten lässt, erwartet uns hier eine echte Immersion-Perle. Das Gameplay scheint die raue Natur nicht nur als Kulisse, sondern als spielerische Herausforderung zu begreifen.
Rätsel mit Bodenhaftung
Die Entwickler betonen, dass die Puzzles in der Realität verwurzelt sind. Keine absurden Hebelrätsel, die keinen Sinn ergeben, sondern Aufgaben, die sich aus der Umgebung und der Technik der nördlichen Breitengrade ergeben. In Kombination mit dem Original-Soundtrack, der auf experimentelle Texturen setzt, könnte das ein ziemlich meditativer, aber gleichzeitig hochspannender Trip werden.
„WILL: Follow The Light“ könnte genau das Spiel sein, das uns nach den hektischen Blockbustern des ersten Quartals wieder erdet. Die Mischung aus UE5-Grafik, emotionaler Story und den ungewöhnlichen Fortbewegungsmitteln wie Hundeschlitten wirkt frisch und unverbraucht. Die größte Hürde wird das Pacing: Schaffen es die Entwickler, die langen Wege auf See und im Schnee dauerhaft spannend zu gestalten? Wenn die Atmosphäre hält, was der Trailer verspricht, wird der 28. April ein Pflichttermin für alle, die Firewatch oder Still Wakes the Deep geliebt haben.
Was sagt ihr zum Setting: Reizt euch die realistische Navigation mit Boot und Schlitten, oder habt ihr Angst, dass der Trip im ewigen Eis zu zäh wird?