Microsoft geht einen Schritt, den bisher niemand ernsthaft gewagt hat. Mit der Xbox Next bringt der Hersteller vermutlich einen Ultra-High-End-PC/Konsolen-Hybrid auf den Markt. Laut Informationen des Brancheninsiders Moore’s Law is Dead kombiniert dieser ein Zen6-SoC mit einer Grafikeinheit, die 68 Compute Units nutzt, deutlich mehr als die PS5 Pro und vermutlich auch schneller als die PS6.
Das ist nicht einfach ein Konsolennachfolger, sondern ein mutiger Vorstoß in ein bisher undefiniertes Segment zwischen PC und Konsole. Die Xbox Next soll dabei nicht nur aktuelle Spiele auf höchstem Niveau darstellen, sondern auch die Abwärtskompatibilität früherer Xbox-Generationen gewährleisten. Für Gamer, die ihre alten 360- oder Xbox-One-Titel noch besitzen, könnte das ein echter Gewinn sein.
Warum PlayStation und Nintendo nicht mitmachen
Sony und Nintendo könnten theoretisch ähnliche Geräte entwickeln, zeigen jedoch kein Interesse. PlayStation fährt mit der PS5 weiterhin eine konservative Strategie. Optimierte Hardware mit starker First-Party-Integration und minimalen Risiken. Nintendo wiederum verfolgt weiterhin sein eigenes Ökosystem mit Switch-ähnlichen Hybrid- und Handheld-Konsolen.
Beide Hersteller meiden bewusst den riskanten Mix aus Ultra-High-End-Leistung, PC-Kompatibilität und komplexer Abwärtskompatibilität, den Microsoft mit ihrem Ansatz demonstriert. Stattdessen setzt man hier auf ein cleveres Hardware-Design, das seine Ziele auf andere Weise erreicht. Wer hingegen bereit ist, Grenzen zu verschieben, das ist aktuell nur Microsoft.
Valve als potenzieller Herausforderer
Valve könnte mit SteamOS-basierten Hybridgeräten reagieren. Laut Insidereinschätzungen ist es jedoch fraglich, ob Valve die Abwärtskompatibilität so umsetzen kann wie Microsoft. Die Xbox Next profitiert von einem DRM-geschützten Windows-Modus, der es erlaubt, alte Xbox-Titel weiterhin zu spielen – ein Feature, das langjährige Xbox-Fans belohnt. Ein direkter Konkurrenzkampf könnte zwar entstehen, doch Xbox hat hier einen klaren Vorteil im Hinblick auf Nutzerbindung.
Die Einführung der Xbox Next setzt jedoch Pre-Built-PCs unter Druck. Hersteller von vorgefertigten Systemen werden sich neu positionieren müssen, da optimierte Hybridgeräte den Preis-Leistungs-Vorteil zurück in die Hände der Produzenten legen. Für PC-Gamer bedeutet das bessere Angebote und eine größere Auswahl an leistungsstarken, speziell abgestimmten Systemen. Für Xbox-Fans zeigt die kommende Generation vor allem, dass Microsoft bereit ist, Risiken einzugehen, während PlayStation und Nintendo weiterhin auf klassische Strategien setzen.
Microsoft versucht hier was Neues: PC-Power mit Konsolen-Komfort und Abwärtskompatibilität. Falls die Gerüchte stimmen, könnte das funktionieren. Oder grandios scheitern. Kommt drauf an, was das Ding kostet und ob Entwickler mitspielen.
High-End-PC und Konsole gleichzeitig, dazu alte Xbox-Titel spielbar, klingt jedenfalls gut auf dem Papier. Sony und Nintendo werden sich das erst mal in Ruhe angucken. Warum auch das Risiko eingehen, wenn Microsoft es für sie testet?


Ich glaube nicht, dass Sony oder Nintendo von Ihrer Strategie abwandern, denn man möchte ja auch Hardware verkaufen und den Kunden im eigenen Ökosystem binden. Das was Xbox plant oder macht mit der neuen Konsole, die vermutlich ein Hybrid PC ist spricht mich bis jetzt 0,0 an… Highend wie oben geschrieben glaube ich überhaupt nicht, da man hier Hardwarepreise jenseits der 3000 EUR aufrufen müsste, was garantiert kaum einer zahlt, wenn man PS und Nintendo als Konkurrenz hat. Die möglich Abwärtskompatibilität wird glaube ich auch kein Grund sein die neue Konsole zu kaufen. Dafür kann man noch seine alte Konsole verwenden.
Ich habe einen Highend-PC und den kann man auch an seinen TV anschließen und dann macht es kaum einen Unterschied, ob man die Xbox einschaltet oder vor der Series X sitzt – wenn man das nervige Win 11 kurz ausblendet. Es macht aktuell aber einen Unterschied nicht alle Xbox Spiele ob neu oder alt, kann man automatisch auch auf dem PC nutzen.
Genau, Mut ist der Grund warum sie das Konsolengeschäft verlassen 😀
Otto-Normal-Consumer wird mit dieser teueren Semi-PC Taktik zum Streaming-Abo genudgt. Geld von verkaufter Hardware nehmen sie gerne von den Whales, aber darum ginge es in so einem Fall nicht mehr.
Sony & Nintendo stellen die Platzhirsche dar wenn es darum geht:
„Never change a winning system.“
Weshalb sollten sie etwas verändern? GANZ.SCHÖN.DUMM. wäre man da, denn trotz ihrer zweifelsfrei vorhandenen Fehltritte reißen die Leute ihnen ihre Produkte förmlich aus der Hand und das wird sich auch in Zukunft weiter auf diese Weise etablieren.
Bei Microsoft hingegen MUSS man einen anderen Weg gehen, was bleibt ihnen denn anderes übrig? Egal, was sie tun & wie sie es angehen, unabhängig davon, mit welchen Ideen & (Schein-) Innovationen oder zweifelsfrei qualitativ hochwertiger Hardware man in Redmond um die Ecke kommt, es ist seit Ankündigung bzw. dem Abwärtstrend der XBox One immer Microsoft selbst gewesen, die ihrer Marke den Todesstoß versetzt haben, man könnte in „Fachkreisen“ auch von „suicidal tendencies“ oder „der Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen eines Intensivpatienten“ sprechen.
Es wird sicher den einen & anderen Abnehmer der neuen Hardware geben, insofern man in Redmond nicht doch wieder mit einer neuen, spontanen Idee um die Ecke kommt und der noch gebliebenen vollhirngewaschenen Fanbase nicht ein weiteres mal vor den Karren pisst und am Ende doch noch den Stecker der Next zieht.
Das Vertrauen ist vollständig verspielt, man müsste hier den Markennamen „XBox“ begraben und einen neuen aus dem Hut ziehen, um sich das Wohlwollen vor allem älterer Spielergenerationen zurück gewinnen zu können.
. . . und nein, es genügt nicht, dass mein LG Smart TV angeblich seit neuesten eine XBox ist.
Lustiger Beitrag. Mutig… das ich nicht lache. Innovativ ist es auch nicht, sondern notgedrungen.