Es ist selten, dass ein Ubisoft-Gerücht schneller widerlegt wird, als es sich verbreitet. Doch genau das ist passiert. Mark Rubin, Produzent von XDefiant, hat öffentlich klargestellt, dass Ubisoft kein Splinter Cell-Projekt eingestellt hat, um stattdessen den Arena-Shooter zu entwickeln.
Das Gerücht stammte ursprünglich aus einem Bloomberg-Bericht, und verbreitete sich in den vergangenen Tagen rasch, weil die Fanbase seit Jahren jeden Funken Hoffnung rund um Splinter Cell aufsaugt. Rubin trat nun aber selbst auf die Bremse.
Auf Social Media erklärte er, dass das Team bei seinem Einstieg 2019 zwar an einem Spiel gearbeitet habe, dieses aber kein Splinter Cell war. Das Projekt sei schlicht daran gescheitert, „den Spaß zu finden“, wie er es formulierte. Rubin stellte klar, dass er das damalige Konzept eingestellt und dem Studio freie Hand für neue Pitches gegeben hatte. Am Ende entschied man sich für einen klassischen Arena-Shooter, und aus dieser Richtung entwickelte sich XDefiant.
Von einem Splinter Cell-Pivot kann keine Rede sein.
Rubin deutete zudem an, dass Ubisoft zu dieser Zeit vielleicht intern über Splinter Cell nachgedacht habe, jedoch nie in Verbindung mit seinem Team. Seine Aussagen stehen auch chronologisch passend zu den Angaben von Nick Herman, der ein Jahr vor Rubins Einstieg das Unternehmen verließ und von einem Projekt sprach, das intern an Priorität verlor. Beide Geschichten überschneiden sich, aber ohne direkten Bezug zu Sam Fisher und Nachtsichtgerät.
Ubisoft hat kein weiteres Splinter Cell-Projekt in der Versenkung verschwinden lassen. Angesichts der langen Funkstille der Marke wäre das zwar wenig überraschend gewesen, aber dennoch fatal für die Fanbase.
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Das Splinter Cell-Remake existiert weiterhin
Weiterhin in Arbeit ist das Remake zu Splinter Cell mit einem derzeit kolportierten Releasefenster 2026. Das ist der einzige offiziell bekannte Hoffnungsträger.
Die Debatte zeigt vor allem, wie sensibel das Thema Splinter Cell geworden ist. Jede Andeutung löst Wellen aus, und sorgt für Missverständnisse, wenn Studios an mehreren internen Konzepten arbeiten. Ubisoft selbst kommuniziert traditionell vorsichtig, was Raum für Interpretationen lässt. Doch dieses Mal kommt die Korrektur direkt von jemandem, der mitten drin war.
Bis Ubisoft selbst wieder über Splinter Cell spricht, wird jedes Gerücht vermutlich weiter heiß gekocht. Die Serie bleibt ein Symbol für die Ubisoft-Ära, in der Singleplayer-Stealth noch Priorität hatte. 2026 könnte der erste Schritt zurück sein, wenn das Remake hält, was sich die Fans seit über einer Dekade wünschen.


