Die Gaming-Welt steht vor einer neuen Realität: 80 Dollar für ein Videospiel sind längst keine Seltenheit mehr, sondern der neue Standard. Während manche Publisher hin und wieder noch mit moderateren Preisen liebäugeln, ist der Rest der Branche bereits auf dem Mond – zumindest preislich. Nintendo will mit „Mario Kart World“ für die Switch 2 den Anfang machen, Xbox folgt, und Sony? Zögert warscheinlich noch.
Doch es gibt prominente Stimmen, die sich hinter diese Entwicklung stellen. Shuhei Yoshida, ehemaliger PlayStation-Manager und eine der prägenden Figuren der PS4-Ära, hat sich auf der Gamescom Latam zu Wort gemeldet. Seine Einschätzung: 80-Dollar-Spiele sind ein Schnäppchen – jedenfalls, wenn die Qualität stimmt.
„Nicht beschweren“: Warum Yoshidas Kommentar viele verärgert
Im Gespräch mit Critical Hit Games zeigte Yoshida durchaus Verständnis für die allgemeine Preisentwicklung: Die Kosten für Spiele seien gestiegen, Produktionen aufwendiger denn je, und der Wert von Videospielen werde immer noch unterschätzt. Er argumentiert: Wer 80 Dollar für ein wirklich großartiges Spiel zahlt, bekommt dafür Unterhaltung auf einem Niveau, das mit Serien, Filmen oder Freizeitparks locker mithalten kann.
„Ich denke, es ist trotzdem ein Schnäppchen“, so Yoshida. „Angesichts des Unterhaltungswerts hochwertiger Spiele im Vergleich zu anderen Unterhaltungsformen.“ Klingt erstmal nachvollziehbar. Doch der zweite Teil seiner Aussage sorgt für Stirnrunzeln: „Ich denke nicht, dass sich die Leute beschweren sollten.“
Ein Satz, der vielen Fans sauer aufstößt – vor allem denen, die ohnehin schon mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen und deren Gaming-Budget begrenzt ist. Dass jemand, der jahrelang in der Führungsriege eines milliardenschweren Konzerns saß, nun Konsumenten sagt, sie sollen sich nicht beschweren, wirkt auf viele nicht nur realitätsfern, sondern fast schon überheblich.
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Ein gefährlicher Trend – und ein falsches Signal?
Natürlich ist Yoshidas Argument nicht ganz aus der Luft gegriffen: Spiele wie „Elden Ring“, „God of War Ragnarök“ oder „Zelda: Tears of the Kingdom“ bieten teilweise hunderte Stunden Unterhaltung – mehr als jeder Kinobesuch oder Streaming-Dienst für denselben Preis. Doch das Problem liegt nicht im Verhältnis von Preis zu Inhalt, sondern in der schieren Höhe der Einstiegskosten. Wer heute mit Gaming anfangen will, braucht schnell mehrere hundert Euro – allein für Konsole und zwei bis drei aktuelle Spiele.
Wenn 80 Dollar der neue Standard sind, stellt sich eine unbequeme Frage: Wer kann sich dieses Hobby langfristig noch leisten? Und was passiert mit Spielen, die diesen Preis nicht rechtfertigen, die aber trotzdem so viel kosten?
Yoshidas Äußerungen zeigen einmal mehr, wie weit sich Teile der Industrie von ihrer Community entfernen. Was für Branchenveteranen nach Logik klingt, ist für viele Gamer eine schmerzliche Realität – eine, die zunehmend den Zugang zu einem einst zugänglichen Hobby einschränkt.
Wie seht ihr das Ganze?



Behaltet die Kinderspiele einfach. Zahle keine 80€ dafür.
Ich war wirklich um die 3 Jahre so eingestellt, dass ich auf meiner Series X nur noch Spiele günstig über VPN geschossen habe. Oft habe ich die Spiele auch nahezu kaum gespielt. Das Schnäppchen hat mich aber gereizt. Mittlerweile steht meine Series X nur noch rum und ich habe meinen Gamepass auch nicht mehr verlängert. Jetzt nutze ich meine PS5 Pro als meine Hauptkonsole und kaufe mir die meisten Spiele auch direkt digital zum Vollpreis.
Ich bin gerne bereit zwischen 70-100€ für ein sehr sehr gutes spiel auszugeben. Darunter gehören aber KEINE Ubisoft Spiele und auch kein FIFA.
Assassins Creed Shadows war die einzige und letzte Ausnahme die ich direkt zum Release blind gekauft habe. Ich habe es nicht bereut. Wird allerdings nicht mehr vorkommen.
Heutzutage kann man bspw. nur noch wenigen Entwicklern wie Rockstar und Naughty Dog vertrauen. Für GTA6 bin ich absolut bereit 150€ auszugeben, weil ich weiß, dass ich darin monatelang versinken werde.
Will keine Werbung machen aber 4players haben ein Video Podcast genau zu diesen Thema gemacht. Kurz gesagt es ist eine Sache wenn die industrie irgenwas labert wegen Preiserhöhung Rechtfertigung aber was mich dann aufregt sind leute aus unsere eigene Reihen die,die Unternehmen noch verteidigen. Ich kann nur eins dazu sagen macht ruhig weiter so dann werden die spiele irgendwann 100€+ kosten und dann werden sich immer weniger leute das neueste gow oder horizon leisten bzw kaufen können,was dazu führen wird das die spiele als Fehlschlag angesehen werden und es dann garkeine Nachfolger kommen werden
Dankt mal drüber nach
Da will eine CEO werden
Ah was für voll Pfosten wie pray sagt der typ wird immer unsympathischer.
Immer dieser Birnen mit Äpfel vergleich. Es gibt keinen Grund warum ein spiel 80€ kosten soll wenn spiele wie obscure 33,wu kong (war auch günstiger) oder robocop
Manche triple A spiele in deren gernes and die Wand spielen soll nicht so Blödsinn erzählen. Die Zielgruppe ist heutzutage um ein vielfaches höher als früher. Früher (ps one) war ein spiel ein Hit (platinum) bei 500k Verkäufen heute bei 10M und der Markt ist vorhanden dafür. Natürlich nimmt man mehr bei 10M Verkäufen wenn das spiel 80€ kostet anstatt 60-70€ aber ist ja nicht so als wären die publisher an Hunger tod leiden. Nintendo hat letztes jahr 3 Milliarden Gewinn gemacht die sind nicht drauf angewiesen das Mario kart 90€ kosten soll. Genauso Sony, die ganzen Verluste kommen doch wegen der gescheiterten gaas Ausrichtung und der Verlust der marken Identität (steam releases) und nicht wegen der Inflation,corona,Krieg, Zölle oder weil die Produktion teuer geworden sind
Das sind alles vorgeschobene ausreden. Kein zwingt Sony durch die Bank teure open world spiele zu machen das war ihre eigene Entscheidung als man japan und andere Studios geschlossen hatte.
Yoshida wird immer unsympathisch, falls seine Aussagen nicht aus dem Kontext gerissen werden.
„Wer 80 Dollar für ein wirklich großartiges Spiel zahlt, bekommt dafür Unterhaltung auf einem Niveau, das mit Serien, Filmen oder Freizeitparks locker mithalten kann“
– der streaming Dienst ist günstiger und hat vielfältigen content. Preislich also der bessere Deal.
Ein vergnügungspark ist intensiver und „echter“ als jedes Spiel… klar die einzigartigere Erfahrung
Für einem kinobesuch zahle ich knapp 10€ und habe bei einem mission impossible oder jurassic park demnächst ein Hammer kino erlebnis, was ehrlicherweise besonderer und einprägsamen ist, als den 10ten copy & paste dungeons bei elden ring zu absolvieren oder bei god of war ragnarök durch die viel zu langgezogene welt/Story zu laufen…
„Spiele wie „Elden Ring“, „God of War Ragnarök“ oder „Zelda: Tears of the Kingdom“ bieten teilweise hunderte Stunden Unterhaltung – mehr als jeder Kinobesuch oder Streaming-Dienst für denselben Preis“
– Elden ring ist mit der Welt und dem ganzen recycling das für mich enttäuschendste souls Spiel…. ein demons souls, dark souls 3 etc fand ich alle besser und sogar bei dark souls 3 haben sie eine art best of gemacht und man kannte fast alles schon.
Ragnarök musste ich aufgrund von Monotonie und Langeweile nach einer relativ langem Zeit mit tollem Start abbrechen, weil es nurnoch Arbeit war
… trifft auf die meisten open world und modernen Spiele zu.
Für 80€ müsste ein Spiel die pure offenbarung sein…
Die Besten Spiele sind eh schon älter oder alt wie z.b. silent hill, Resident Evil, metal gear solid, bioshock, fallout, oblivion, morrowind, metro, stalker, Halo etc…
Die haben alle keine 80€ gekostet und da kommt heite kaum etwas ran. Warum Sollte ich also für schlechtere, vl noch w0ke verseuchte Spiele mit Strecken open world und stories die meist ausser Drama und negativität nichts zu erzählen haben, 80€ zahlen?
Wenn überhaupt müssten die heutigen Spiele mit der Qualität günstiger werden.
Ein castlevania lord of shadows finde ich besser als god of war (2018/ragnarök)
Ein devil may cry genauso…
Ein f.e.a.r ist besser als ein concord
Ein halo (alles vor 4!) Ist besser als destiny und destiny wird besser sein als das fake Marathon
Gears of war 1-3 ist epischer und emotionaler als last of us…und dabei nicjt nur depri und negativ
Resistance ist besser als die neuen battlefield
Die alten rainbow sind Titel sind besser und haben Story Kampagnen
Es gibt wenige moderne richtig gute Spiele und dazu zählen z.b. metro exodus, clair obscur, doom dark age und auch die ganzen ys teile, um jetzt mal etwas breitgefächertes aufzuzählen.
Der meiste neue Kram ist doch sale Ware….
Für mich sicherlich nicht. Im Abgleich mit anderen Unterhaltungsmedien genauso wenig. Im Vergleich mit Anwendersoftware mag das vielleicht so sein, aber Spiele erreichen i.d.R. eine größere Masse.