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Vorschau: Pacer – High-Speed Eindrücke von der gamescom

Futuristische Hochgeschwindigkeits-Racer gibt es inzwischen ja recht zahlreich, wobei oft Sonys „WipEout“-Serie als Vorbild und Maßstab gilt. Daran versucht sich auch Entwickler R8 Games mit ihren flotten „Pacer„, das ursprünglich mal als „Formula Fusion“ angekündigt wurde. Auf der gamescom vor einigen Tagen konnte man den Titel nun persönlich anspielen, von dem wir ebenfalls einige Eindrücke mitgenommen haben.

Im Groben verspricht „Pacer“ die bekannten Anti-Gravity Combat-Racing-Mechaniken und ergänzt diese mit zusätzlichen Features und Spielmodi. Das versuchte man auch in Köln zu demonstrieren, auch wenn das große Innovations-Aha noch ausblieb und nicht so ganz ersichtlich war, worin sich Spiel nun von der Konkurrenz abhebt. Im wahrsten Sinne des Wortes!

Bereits 2015 sorgte der Titel für rege Aufmerksamkeit, als er damals nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne via Early Access auf Steam veröffentlicht wurde, da noch unter dem Namen „Formula Fusion“. 2019 heißt das Spiel nun „Pacer“, der sich irgendwo als geistiger Nachfolger der Erfolgsserie „WipEout“ sieht, was auch nicht von ungefähr kommt, denn bei R8 Games sind zum Teil auch die damaligen Entwickler von „WipEout 3“ zugegen.

Der Titel wird sowohl über einen Single- als auch einen Multiplayer-Modus verfügen, in denen man sich Rennen mit bis zu 10 Piloten liefern kann. Gefahren wird dazu auf verschiedenen Strecken, zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wetterbedingungen, die beliebig eingestellt werden können. Die Strecken orientieren sich dabei an realen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland und entsprechenden Sehenswürdigkeiten entlang des Kurses. Dieses Spektakel verspricht man zudem bei gestochen scharfen 4K und butterweichen 60fps – schon alleine deshalb, weil man nach der „WipeOut Omega Collection“ auch gar nichts anderes mehr haben möchte.

Die Strecken an sich machen einen guten Eindruck, auch wenn zur Begutachtung nicht allzu viel Zeit bleibt. Denn wenn die Startampel einmal auf grün umschaltet, geht umgehend die Post ab. Im Vollspeed geht es durch die achterbahnähnlichen Kurven und steil abfallenden Spiralen. Spätestens hier lassen sich die Wurzeln des Titels nicht mehr leugnen. Doch trotz der hohen Geschwindigkeiten ist der Bleifuß auf dem Gaspedal nicht immer das Mittel zum Sieg. Die Kurven sind idealerweise durch gute Drifts, welche auch immer mal neu anzusetzen sind, zu meistern. Bleibt man in der Streckenbegrenzung hängen, kostet dies umgehend wertvolle Sekunden oder sogar den Sieg.

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Leider gibt es keine Minikarte, an der man den Streckenverlauf ein wenig ablesen und so die nächsten Kurven planen könnte. Somit muss jede Strecke erstmal für sich entdeckt werden und erfordert somit gerade am Anfang ziemlich viel Konzentration. Das bleibt allerdings nicht die einzige Herausforderung, denn das Prinzip erinnert auch hier an das von Mario Kart. Es gibt Beschleunigungsfelder, welche euch einen kurzen aber starken Geschwindigkeitsschub liefern. Zusätzlich können Kisten auf der Strecke eingesammelt werden, welche euch entweder Gesundheit oder Waffenoptionen liefern. Denn damit könnt ihr eure Gegner auch beschießen und somit aus der Bahn werfen. Allerdings ist das Spiel an der Stelle noch ziemlich unausgereift, da durch die hohen Geschwindigkeiten, den längeren Strecken und eine nicht volle Lobby ein Feindkontakt doch eher eine Rarität war. Auch für Tüftler bietet „Pacer“ ein paar kleine Gimmicks, denn in Garage sind die jeweiligen Fahrzeuge noch weiter modifizierbar. Genauere Infos dazu möchte man allerdings erst später enthüllen. Auch auch auf der gamescom blieb einem die Werkstatt noch verwehrt.

Alles in allem erinnert „Pacer“, oder zumindest die gezeigte Demo, derzeit noch sehr stark an eine Kopie von „Wipeout“, was jedoch nicht bedeuten soll, dass es sich um einen schlechten Racer handelt. R8 Games sollte vielleicht mehr zeigen, worin sich das Spiel später wirklich unterscheidet und nicht nur altbekannte Mechaniken aufrufen. Man darf durchaus gespannt sein, was sich das Team einfallen lässt, um sich von seinen Wurzeln gut genug abzugrenzen und als eigenständiger Titel glänzen zu können. Die Gameplay-Demo macht jedenfalls Lust auf mehr.