PEGI & ESRB weisen zukünftig auf Loot-Boxen hin

Die europäische PEGI und die amerikanische ESRB werden zukünftig auch auf Loot-Box-Mechaniken bei ihren Alterseinstufungen hinweisen, sofern diese in Spielen vorhanden sind.

Schon länger wurde überlegt, ob man dieses Kriterium berücksichtigen wird, nachdem die Publisher immer aggressivere Modelle entwickelt haben, um die Spieler zu In-Game Käufen oder zufälligen Loot-Box-Ausschüttungen zu animieren. Während in einigen Ländern inzwischen auch schon Verbote solcher Mechaniken eingeführt wurden, setzen die entsprechenden Kontrollstellen auf eine zusätzliche Lösung.

In der Ankündigung der PEGI dazu heißt es:

„Die PEGI gab heute bekannt, dass Videospiel-Publisher zusätzliche Informationen über die Art der Käufe im Spiel bereitstellen werden, wenn diese zufällige Gegenstände (wie Loot-Boxen oder Kartenpakete) enthalten. Die Informationen werden in Form eines Hinweises (includes paid random items) auf physischen Verpackungen und in digitalen Ladenfronten enthalten sein.

PEGI weist Videospielen seit September 2018 den Deskriptor für Einkäufe im Spiel zu. Nun wird ein Textfeld hinzugefügt, das zusätzliche Informationen enthält, wenn das Spiel bezahlte und zufällige Items enthält.“

Die Publisher nehmen in der Zwischenzeit wieder vermehrt Abstand von solchen Praktiken, da man für spezifische Länder angepasste Versionen veröffentlichen müsste. Allgemein hat der Protest auch seitens der Spieler gewirkt, die sich zunehmend an den Loot-Box-Mechaniken gestört haben.