THQ: Gebühren an Sony, Microsoft & Co. höher als Entwicklungskosten

Publisher und Entwickler müssen ordentlichen an Sony, Microsoft und Nintendo abdrücken, wenn sie ihre Spiele über die digitalen Stores veröffentlichen. Das geht aus einem Statement der Embracer Group hervor, zu denen auch THQ Nordic gehört.

Laut CEO Lars Wingefors übersteigen die Gebühren an die Plattforminhaber wohl nicht selten das doppelte von dem, was die eigentliche Entwicklung des Spiels kostet. Ein Paradigma, das eine echte Herausforderung darstellt.

Im Zuge des aktuellen Quartalsbericht sagte Wingefors, dass man daher nach Wegen sucht, um die Kosten zu weiter reduzieren.

„Während des vergangenen Geschäftsjahres werden die tatsächlichen Gebühren, die Plattforminhabern (Konsole und Steam) allein für den digitalen Verkauf gezahlt werden, auf mindestens das Zweifache der tatsächlichen Kosten geschätzt, die im vergangenen Geschäftsjahr für die Spieleentwicklung aufgewendet wurden. Wir werden diese Paradigmen weiterhin in Frage stellen und Möglichkeiten verfolgen, um Kosten zu senken und die relativen Investitionen in die Erstellung von Inhalten zu erhöhen.“

Wie genau sich diese Kosten aufschlüsseln, wird sicherlich auch individuell unter den Partner ausgehandelt. Dass diese Kosten nicht selten zu hoch angesetzt werden, konnte man erst kürzlich in einem Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games erleben. Zwar gab es in dem Fall schon Überlegungen, die Kosten bei Microsoft zu senken, diese Idee wurde in Bezug auf die Xbox aber wohl schon wieder verworfen.

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THQ Nordic entwickelt derzeit über 160 Projekte, die auf allen möglichen Plattformen erscheinen. Als nächstes steht hier Biomutant an, das in der kommenden Woche erscheint.