Verstoß gegen den Wettbewerb: Sony muss in Frankreich hohe Strafe zahlen

By Mark Tomson 2 comments
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Sony wurde in Frankreich zu einer hohen Geldstrafe im Millionenbereich verurteilt, da diese gegen Wettbewerbsgrundsätze verstoßen. Speziell geht es um die Benachteiligung von Third-Party-Controllern an der PS4 gegenüber dem offiziellen DualShock 4 Controller.

Laut der französischen Kartellbehörde Autorité de la Concurrence muss Sony Interactive Entertainment eine Strafe von 13.5 Millionen Euro zahlen, da sie nach Angaben der Regulierungsbehörde technische Maßnahmen ergriffen haben, die sich nachteilig auf die Funktion von Controllern von Drittanbietern auswirken. Dies vor dem Hintergrund, um Fälschungen zu bekämpfen.

Wie die Competition Policy International/Pymnts laut der Autorité de la Concurrence berichtet, würden diese technischen Maßnahmen von Sony dazu führen, dass Third-Party-Hersteller überhaupt keine Chance gegen das offizielle Produkt haben. Der Vorwurf lautet, dass der DualShock 4 Controller und nur die offiziell lizenzierte Controller jene seien, die auf der PS4 ordnungsgemäß funktionieren. Alle anderen weisen eine Reihe von Problemen auf, einschließlich häufiger Verbindungsabbrüche.

Weiter behauptet die Regulierungsbehörde, dass Sony den Lizenzierungsprozess bewusst vage und umständlich gestaltet hat und Third-Party-Hersteller damit im Unklaren lässt. Zudem bemängelt man die Transparenz im Lizenzprogramm von Sony und behauptet, dass das Unternehmen „die Kriterien nach eigenem Ermessen anwendete, obwohl der Zugriff auf das Programm die einzige Möglichkeit war, Verbindungsabbrüche für Dritthersteller zu vermeiden“.

Die Kartellbehörde ist daher der Ansicht, dass die Kombination dieser Praktiken das Markenimage von Drittherstellern erheblich geschädigt und deren Marktexpansion behindert hat, was möglicherweise zu deren Abschottung geführt hat.

Ob Sony gegen die Entscheidung der Kartellbehörde vorgehen wird, ist nicht bekannt. Die Entscheidung der Kartellbehörde könnte allerdings dazu führen, dass marktbeherrschende Praktiken wieder stärker in den Fokus rücken. Insbesondere Sony sieht sich damit immer wieder konfrontiert, zuletzt mit Vorwürfen bei der Handhabung des eigenen PlayStation Stores.

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