Vorschau: Killzone Mercenary – Echtes Killzone-Feeling zum mitnehmen

Sony´s PlayStation Vita braucht mal wieder einen richtigen Blockbuster, nachdem das Handheld in den letzten Monaten fast ausschließlich mit Indie-Titeln oder Portierungen versorgt wurde. Mit ‚Killzone: Mercenary‘ ist dieser nun auch in Sicht, das vom neuen Guerilla Studio in Cambridge produziert wird.

Angesiedelt direkt nach den Ereignissen des ursprünglichen Killzone, verspricht Sony noch einmal viele Ereignisse daraus neu aufleben zu lassen. Wir hatten die Gelegenheit eine der neun Missionen aus dem Spiel vorab zu testen, bei der es uns nach Helghan zog, der Heimat der Helghast, die zerstörerische Arc Cannons im Orbit dazu nutzen, die Schiffe der ISA mit nur einem Schlag von oben zu zerstören.

km1In der Rolle des Söldners Arran Danner erhalten wir den Auftrag, eine Commando-Plattform zu entern, dort die Steuerungseinheiten zu hacken und so die Arc Cannons zu vernichten. Mit einem filmisch inszenierten Einstieg stürzen wir uns also in Richtung der Plattform, gleiten die letzten Meter auf eine Art Transportgondel hinunter, wobei uns hier schon unser Kamera Carrell verloren geht und wir die Mission nun alleine meistern müssen. Horden an Helghast Soldaten kreuzen unseren Weg, Drohnen, die den Luftraum überwachen und Sniper, die euch den Gar aus der Entfernung ausmachen wollen. An Action mangelt es demnach auch in der PS Vita Version nicht, die den bisherigen Konsolen-Ablegern in nichts nachsteht. Originales Killzone-Feeling pur, zu dem sicherlich auch die Verwendung der Killzone 3-Engine beiträgt.

Die Aufträge in ‚Killzone: Mercenary‘ sind rund um das Verdienen von Geld aufgebaut. Jede eurer Aktionen, das erfolgreiche Abschließen von Zielen oder jeder Kill (am besten immer auf den Kopf) wird mit Geld belohnt, das auch bitter benötigt wird. Ein Besuch bei unserem Waffendealer offenbart auch warum. Dieser hat nämlich allerhand Equipment für euch parat, das nicht nur gekauft werden muss, sondern schon das einfache austauschen von bereits erworbenen Waffen und Ausrüstung lässt man sich hier gut und teuer bezahlen. Diese haben es dafür aber auch in sich! So lässt sich hier aus einer einfachen Sekundärwaffe ein Granatwerfer basteln oder aus eurer eigene Drohne ein Laservisier für Raketen, die von oben auf eure Gegner niederprasseln. Zusätzlich stehen euch aber auch diverse Handgranaten oder Nahangriffe zur Verfügung.

An diesem Punkt kommen auch die PS Vita-typischen Features wie das Touchpad zum Einsatz. Da einige Tasten gegenüber einem traditionellen Controller fehlen, musste man hier etwas umdenken. Steht ihr zum Beispiel direkt vor einem Gegner, könnt ihr mit einem Berühren des Touchpad einen Nahkampf-Kill ausführen, der zum Teil durch ein Quick-Time Event führt und mehrere Wischs über den Bildschirm erfordern. Sprinten wurde über ein Double-Touch auf dem Rearpad gelöst. Einige Tastenbelegungen sind zudem doppelt verfügbar, sodass man die Wahl hat, ob man die Face-Buttons verwendet oder den Touch-Screen. Ob jeder mit der PS Vita als Controller-Ersatz zurecht kommt, muss man für sich selbst herausfinden.

Spielerisch wirkt ‚Killzone: Mercenary‘ etwas dynamischer und nicht mehr so schwerfällig oder leicht träge, wie man es noch in ‚Killzone 3‘ kritisiert hat. Dies dürfte wohl der Mittelweg sein, den man schon bei ‚Killzone: Shadow Fall‘ für PS4 angesprochen hat und von dem wohl auch ‚Killzone: Mercenary‘ profifiert.

km2Etwas Sorgen machen uns hingegen die lediglich neun Missionen, die Sony als Spielinhalt im Singleplayer angibt. Zwar sagt man, dass jede einzelne davon rund eine Stunde in Anspruch nimmt, aber die uns hier vorliegende Mission war in rund 30 Minuten zu meistern, obwohl wir uns hier schon recht viel Zeit gelassen und alles ganz genau angeschaut haben. Bleibt zu hoffen, die anderen Missionen sind etwas umfangreicher. Alternativ steht nachher auch ein Multiplayer-Modus zur Verfügung, in dem sich ebenfalls Geld verdienen lässt, welches auf seiner Valour Card verzeichnet und auch in der Singleplayer-Kampagne einsetzen lässt. Der Multiplayer stand zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht zur Verfügung.

Abschließend noch ein paar Eindrücke zur Grafik des Spiels, die trotz des nur teilweise fertig gestellten Spiels einen hervorragenden Eindruck für ein Handheld macht. Ein stimmungsvolles Setting, tolle Lichteffekte, dynamische Abläufe und kinoreife Inszenierungen, die ebenso an die großen Konsolenversionen heranreichen, wenn auch nicht der Feinschliff zu erwarten ist, den die großen Konsolen bieten. Es ist eine Tatsache, dass die PS Vita hier nicht ganz mithalten kann, aber es muss auch nicht immer die perfekte Grafik sein.

“‚Killzone: Mercenary‘ verspricht schon jetzt das Action-Highlight für die PS Vita in diesem Jahr zu werden. Die Rückkehr nach Helghan kribbelt nach dieser Demo schon jetzt in unseren Händen!”

Einschätzung: Sehr gut! – Release: 04. September 2013

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