Ex-PlayStation Boss kritisiert Studioübernahmen, lässt die Vielfalt schwinden

Nach einer kleinen Pause meldet sich der ehemalige PlayStation Boss Shawn Layden zurück, der inzwischen bei der Streamline Media Group tätig ist. Dieser schaut etwas besorgt auf die derzeitige Entwicklung in der Industrie, speziell was den Wettlauf mit Studioübernahmen betrifft.

So ist es nicht nur Microsoft, die permanent auf Einkaufstour sind, auch Sony schaut stetig nach geeigneten Kandidaten. Hinzu kommen die Akquisitionen aus China, die in westlichen Gefilden zunehmen. Ob das langfristig nur positiv gesehen werden kann, daran hat Layden so seine Zweifel, der um die Vielfalt in Spielen fürchtet.

Je mehr ein Unternehmen zu einem Konglomerat heranwächst, desto weniger Spielfiguren agieren hier und desto weniger Vielfalt wird es seiner Ansicht nach in Zukunft geben. Gegenüber Gamesindustry.biz sagte Layden:

„Im Moment beschränken wir uns auf Genres und Fortsetzungen und bestimmte Arten von Spielen. Favoriten wie meine eigenen, wie Parappa und Vib-Ribbon, diese Dinge scheinen keine Chance mehr zu haben, um auf die Bühne zu kommen. Das ist schlecht für die Branche und für die Fans. Im Laufe der Zeit führt das dazu, dass die Spieleindustrie zusammenbricht, wenn wir einfach immer wieder mit den gleichen Leuten reden und die gleichen Geschichten auf die gleiche Weise erzählen.“

Dass das im Grunde jetzt schon der Fall ist, zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, in denen fast jedes populäre Franchise in irgendeiner Form zum RPG mutiert ist. Die Publisher begründen dies meist mit der Nachfrage nach solchen Games und Genres, inzwischen hat es gefühlt aber Überhand genommen.

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Figuren, Settings etc. sind oftmals beliebig austauschbar geworden und werden immer nach dem gleichen Schema abgearbeitet, um schnellstmöglich mit einer Fortsetzung weitermachen zu können.