Kampagnen in Shootern unrentabel? Sollen dreiviertel des Budgets ausmachen

Wenn es um einen Shooter wie Call of Duty oder Battlefield geht, kommen die Singleplayer-Kampagnen häufig zu kurz und toppten sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit noch weniger Spielzeit.

Einen Grund hierfür sieht der ehemalige Gear of War-Entwickler Cliff Bleszinski, der inzwischen sein eigenes Studio Boss Key Productions besitzt, in den Kosten. Seiner Meinung nach sind Singleplayer-Kampagnen teuer und aufwendig in der Produktion und bilden mit rund 75 Prozent den Löwenanteil der Produktionskosten, während eine Multiplayer-Kampagne geradezu zum Sparpreis zu haben ist. Dies könnte mit ein Grund sein, warum die Publisher in Spielen, die letztendlich sowieso nur online gespielt werden, zunehmend weniger in Kampagnen investieren. Jüngstes Beispiel wäre hier zum Beispiel ‚Star Wars: Battlefront‘, das komplett auf eine aufwendige Inszenierung einer Story verzichtet.

Zudem sind Story-Spiele schnell wieder in der Versenkung geschwunden und keine langfristige Einnahmequelle für den Publisher. Für einen Multiplayer hingegen gehört es heute schon zum guten Ton, diesen nachhaltig mit neuen Karten, Waffen, Gadets oder Mikrotransaktionen zu füttern, sodass der Geldfluss hier nur mäßig abnimmt.