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Neues PlayStation Plus wird eigentlich nur teurer, Game Pass Modell kommt nicht in Frage

Sony hat heute die neue PlayStation Plus Strategie vorgestellt, die damit den Wünschen der Kunden entsprechen wollen. Im Detail ändert sich jedoch nicht so viel wie erhofft, ganz im Gegenteil: es wird sogar teurer.

Was als Game Pass Konkurrent herbeigesehnt wurde, ist im Grunde nur eine Zusammenlegung der beiden Services PlayStation Now und PlayStation Plus. Den einzigen Mehrwert, den man davon hat, ist eine zusätzliche Stufe mit Vorteilen, die nur sehr vage beschrieben werden.

Das günstigste PlayStation Plus Essentials wird es wie gewohnt für 59.99 EUR pro Jahr geben, was dem Angebot des jetzigen PlayStation Plus entsprechen soll. Das stimmt jedoch nicht ganz, denn die kostenlosen Spiele werden von jetzt drei auf zukünftig zwei Spiele reduziert. Ob das nun zwei PS5 oder zwei PS4-Spiele sein werden, oder ein PS5 und ein PS4 Spiel, ist völlig offen. PS4 Spieler haben im letzteren Fall sogar noch weniger davon und müssen sich wohl mit nur noch einem Spiel pro Monat zufrieden geben.

Laut Sony wird es für bestehende PlayStation Plus-Mitglieder in dieser Stufe keine Änderungen geben, was aber nicht näher erläutert wird. Das könnte weiterhin drei Spiele bedeuten, wohl aber nur solange, bis das bestehende Abo regulär ausläuft.

PlayStation Plus Extra am attraktivsten

Das wohl attraktivste Angebot gibt es mit PlayStation Plus Extra, das zusätzlich bis zu 400 PS4- und PS5 Spiele verspricht. Dafür zahlt man pro Jahr 99.99 EUR und kann auf „aktuelle“ PS5-Spiele hoffen. Sony stellt mit Death Stranding, God of War, Marvel’s Spider-Man, Marvel’s Spider-Man: Miles Morales, Mortal Kombat 11 und Returnal ein paar Back-Katalog Titel in Aussicht. Welcher Mehrwert sich dadurch tatsächlich ergibt, erfährt man allerdings erst dann, wenn diese Titel tatsächlich feststehen und vor allem für welche Plattform. PS4 Spieler werden hier aufgrund der riesigen Bibliothek wohl am meisten davon haben.

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PlayStation Plus Premium wird nur für diejenigen interessant sein, die auch tatsächlich Interesse an PlayStation Now hatten. Dafür zahlt man dann 119.99 EUR pro Jahr, also genauso viel, wie jetzt für PlayStation Now und PlayStation Plus zusammen. Auch hier ergibt sich erst ein Mehrwert, wenn die in Aussicht gestellten Spiele tatsächlich feststehen.

PlayStation Plus Extra

Game Pass Konkurrent kommt nicht in Frage

Wer nun tatsächlich auf ein Game Pass Konkurrenten gehofft hat, dieser kommt für Sony nicht in Frage, wie PlayStation Boss Jim Ryan gegenüber Gamesindustry erklärt. Hier fürchtet man, dass durch die enorme Investition weniger Geld in die First-Party Studios fließen könnte oder es zu einer geringeren Qualität bei den Spielen führt. Wie sich das in Zukunft verhält, bleibt abzuwarten und hält man sich offen.

Generell glaubt man bei Sony auch, dass Spiele-Abos weniger attraktiv sind, als zum Beispiel Netflix, Spotify und Co. Ein Wachstum, wie man in den genannten Beispielen gesehen hat, erwartet man jedenfalls nicht.

PlayStation Plus hat es nach offiziellen Angaben bis jetzt auf 48 Millionen User geschafft, während man für PlayStation Now gerade einmal 2 Millionen User zählt. Insofern macht es Sinn, die Services zu vereinen, um noch den ein oder anderen User mit an Bord zu holen.

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