PS5: Wie der Boost Mode die “fehlende” Leistung ausgleicht

An der PS5 und Xbox Series X scheiden sich derzeit die Geister, wenn man einmal auf die reinen Hardwaredaten blickt. Was beide Konsolen am Ende tatsächlich leisten werden, steht derzeit noch gar nicht fest und ein tieferes Verständnis für die Technologien dahinter dürften auch nur erfahrene Entwickler haben.

Besonders diskutiert wird bei der PS5 der Boost Mode, der den zunächst offensichtlichen Leistungsunterschied zur Xbox Series X ausgleichen soll. Zunächst wurde dieser damit erklärt, dass alle PS5-Konsolen unabhängig von der Umgebungstemperatur mit identischen Leistungsstufen arbeiten können. Ein intelligentes Tool überwacht dabei stetig die Performance der CPU und GPU und passt diese entsprechend an, was sich wiederum positiv auf die Spiele auswirkt, egal ob PS5 Games oder Spiele für PS4.

PS5 nutzt AMD’s SmartShift Technologie

Besonders interessant wird es allerdings mit der SmartShift Technologie von AMD, die ebenfalls in der PS5 zum Einsatz kommt. Dadurch wird die Geschwindigkeit der GPU auf ein höheres Level gesteigert, als man zunächst erwarten würde. Damit übertrifft man derzeit jede für den PC erhältliche Komponente, was letztendlich dazu führen soll, dass die 36 RDNA 2 CUs der PS5 GPU mehr Leistung erzielen können, als die fixen 52 RDNA 2 CUs der Xbox Series X. Pauschal spricht man derzeit von einer rund 33 Prozent höheren Frequenz, Geschwindigkeit und verfügbare Bandbreite.

Wie Sonys PlayStation Architekt kurz zusammenfasst:

“Es ist viel einfacher, 36 Recheneinheiten vollständig zu optimieren und parallel zu verwenden, als 52 Recheneinheiten auf dieselbe Weise richtig zu optimieren.”

Die PS5 Architektur ist zusammen mit der SmartShift Technologie so konzipiert, dass alles auf Effizienz ausgelegt ist und nicht genutzte Ressourcen anderweitig verteilt werden können. Dies ist der entscheidende Unterschied zu dem, was auf dem reinen Papier steht, allerdings haben die wenigsten wohl ein genaues Verständnis dafür, wie solche Technologien funktionieren.

Letztendlich sind aber sowohl Sony, wie auch Microsoft es noch schuldig zu zeigen, wie mächtig ihre neuen Konsolen tatsächlich sind.