TEST: Just Dance 2015 – Party All Night Long

Ubisoft sagt einmal mehr allen gemütlichen Helden der Couch den Kampf an und will sie mit „Just Dance 2015“ wieder zum Schwitzen bringen. Bereits in den vergangenen Jahren schafften es die Ableger, Massen von Menschen zum Tanzen und damit Bewegung in den normalen Gameralltag zu bringen. Ähnlich wie bei SingStar besteht hier allerdings die Sorge, dass es sich nur um eine aufgewärmte Version mit ein paar neuen Songs handeln könnte. Doch darüber muss man sich keine Sorgen machen, denn Ubisoft hat sich richtig was einfallen lassen!

Und wir tanzen immer noch …

Just Dance ist ein herrliches Spiel, denn es gibt keine langen Tutorials oder eine komplizierte Steuerung. Einfach den Move-Controller in die Hand nehmen und die Bewegungen auf dem Screen, die ein animierter Tänzer vormacht, nachmachen. Besitzt man keinen Move-Controller, reicht auch schon eine einfache PS4-Kamera, die ähnlich wie Xbox Kinect alle Bewegungen wahrnimmt und überträgt. Damit steht dem Tanzvergnügen nichts mehr im Wege, denn beide Steuerungsmethoden sind sehr genau und zudem leicht zu erlernen. Auch die Punktesysteme wurden auf die beiden Steuerungsarten angepasst, da sich das Spiel ohne Controller deutlich schwerer meistern lässt.

jd15Und noch eins: Man braucht definitiv Platz. Das Spiel schlägt zwischen 3-5 Meter Abstand zum Bildschirm vor. Außerdem soll die Kamera am besten oberhalb des Bildschirms angebracht werden. Das dürfte zu Hause bei so manchem Spieler schon ein wenig problematisch werden. Aber auch auf kürzere Distanz und mit weniger Platz lässt sich das Spiel gut meistern, da es für den Move-Controller ja nur auf die Bewegung des Armes ankommt, während die reine Kamerasteuerung den Körper als Ganzes erfasst.

Im sehr übersichtlichen und abgespeckten Menu sucht man sich nun einen Song aus der Playlist aus, die aus über 40 Titeln in verschiedenen Ausführungen besteht. Darunter befinden sich neben aktuellen Hits, wie Ariana Grandes „Problem“ oder Pharell Williams Welterfolg „Happy“ auch spaßige Titel, wie der absolute Tanzklassiker „Macarena“. Wer es richtig nerdig mag, der kann sich auch am Tetris Song versuchen, ein echtes Highlight in diesem Jahr. Im Laufe der Zeit werden neue Songs und Remixe als DLC nachgereicht, sowie Titel durch Erfolge und gesammelte „Dojo-Punkte“ im Spiel selbst freigeschaltet, wodurch sich der Wiederspielwert deutlich steigert. Auch eine Art Fitnessmodus ist wieder integriert, jedoch nur in einzelnen Song als spezielle Choreographie. Das ist schon ein bisschen mager. Hier greift das DLC-Modell, denn bereits zum Release stehen einige Songs als zusätzliche Downloads zur Verfügung.

Das war es dann auch schon mit dem Einzelspieler, denn es gibt keinen Modus, wie den Sportmodus aus „Just Dance 2014“, mit dem man sich alleine die Zeit vertreiben kann. Das ist aber auch nicht schlimm, denn Ubisoft hat im aktuellen Ableger den Fokus stärker auf den Multiplayer und die Community gelegt, was durch die neuen Modi deutlich wird.

So findet sich in der diesjährigen Version neben dem klassischen Onlinemodus auch der sogenannte „Community-Remix-Modus“. In diesem werden, wie im gesamten Spiel auch, Aufnahmen der eigenen Darbietung angefertigt und nach eigenem Belieben hochgeladen, sollte einem das Video gefallen. Die Community darf dann für das Video abstimmen und seine Meinung dazu sagen. Aus der daraus entstehenden Rangliste werden die besten Ausschnitte genommen und als eine Art Collage an alle anderen Spieler verteilt. Eine Art interaktives Musikvideo der Spielerschaft entsteht somit. Eine nette Idee, die zum einen zeigt, wie groß die Fangemeinde ist, und zum anderen, dass man sich nicht als einziger Mensch auf der Welt „lächerlich“ macht. Das steigert doch das Selbstvertrauen.

Sollte man Lust haben, eine Choreographie aufzuführen, die auf Paare oder Gruppen ausgelegt, man allerdings alleine ist, besteht die Möglichkeit, sich einen/ mehrere Partner irgendwo auf der Welt zu suchen, der/die das gleiche Problem hat/haben. Einsamkeit ade. Mit Freunden aus der eigenen Liste klappt das sogar noch besser, denn diese können sich entsprechende Tänze, die man selbst schon zu Ende getanzt hat, herunterladen und ihren Teil einfügen.

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Zudem gibt es noch eine Art Wettkampf-Modus. In diesem sammelt man über einen gewissen Zeitraum, aktuell einen Monat, Punkte im Onlinemodus, um sich so am Ende der Laufzeit mit anderen Spielern zu messen. Die Ergebnisse werden dabei sogar in Länder und andere Eigenschaften aufgeteilt. Dahinter steckt ein echter Wettkampfgedanke, der auch wieder die Community nutzt.

Wer seine Freunde außerhalb der PlayStation mit seinen Moves begeistern will, dem bietet das Spiel die Möglichkeit, die während der Performance aufgenommenen Videos zu Speichern oder direkt auf Facebook hochzuladen. Alles wird beim Tanzen aufgenommen, bis man die entsprechende Funktion in den Optionen abschaltet. Und selbst wenn nicht, wird das Material nur auf Wunsch geteilt. So bleiben einem allzu peinliche Momente zum Glück erspart.

Außerhalb des reinen Spielens finden sich im Menu noch ein paar wenige Unterpunkte, wie etwa die Möglichkeit, eigene Playlisten erstellen zu können, die nach Länge und Inhalt individualisiert werden können. Außerdem kann sich jeder Spieler eine eigene Charakterkarte anlegen, in der alle Informationen und Statistiken gesammelt werden und die einen nach außen repräsentiert. Ein wenig verunglückt sind die JD-News-Ansicht und das Optionsmenu. Die News wirken trotz weniger Inhalte unübersichtlich und lassen sich nicht leeren, während sich die Optionen nur versteckt finden lassen. Das lässt sich alles allerdings noch sehr gut verkraften. Wer keine Lust auf Tanzen hat, dem bietet Ubisoft nun eine neue Karaokefunktion à la SingStar an, bei der ein Spieler tanzt, während der andere den Songtext fröhlich in die Kamera trällert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gameplay wieder einmal sehr gut gelungen ist. Durch den schnellen und problemlosen Einstieg wird das Spiel seinem Namen gerecht. Die hohe Auswahl an abwechslungsreichen Songs macht immer wieder Spaß, vor allem, da immer wieder neue Inhalte freigeschaltet werden. Hier bewährt sich das Punktesystem, da man so immer wieder ein neues Ziel hat. Man merkt dem Titel darüber hinaus an, dass viel Wert auf das Miteinander gelegt wurde, denn so macht der Titel am meisten Spaß. Nie war es einfacher, mit Freunden zu spielen oder gegen Tänzer auf der ganzen Welt anzutreten. In alle Aspekte des Spieles wurde eine Onlinefunktion eingefügt, ohne den Einzelspieler wesentlich zu beeinträchtigen. Durch die beiden Steuerungsweisen bietet sich für jeden die richtige Möglichkeit, um Alles zu geben.

Party Atmosphäre …

jd15Grafisch hat sich in den letzten Jahren nicht viel getan. Die Animationen sehen immer noch sehr solide und professionell aus und glänzen nur so vor lauter bunten Lichtern und Farben. Dabei bleibt der Vortänzer dennoch die ganze Zeit gut zu erkennen und lässt sich prima nachtanzen. Die einzelnen Screens wurden sehr ansprechend und angenehm gestaltet . Das sich hier nichts getan hat ist auch gar nicht weiter schlimm, denn bei diesem Spiel kommt es nun wirklich nicht auf eine wahnsinnig gute Grafik, sondern auf das Gameplay und den Spaßfaktor an.

Gemeinsam mit dem guten und bewährten Gameplay entsteht in „Just Dance 2015“ eine tolle Party-Atmosphäre. Man wird in jeden Fall zum Mittanzen angeregt und brauch sich dabei auch gar nicht schämen. Egal ob alleine oder mit Freunden- es macht immer noch unglaublich viel Spaß, die Choreographien auszuführen, sich zu messen und eine Alternative zum Karaokeabend zu haben. Das man dabei auch noch einiges an Kalorien verbrennt, ist noch ein netter Nebenaspekt. Durch die vielen Möglichkeiten, Videos hochzuladen, kann man Menschen überall auf der Welt an seiner Party teilhaben lassen oder selbst sehen, was andere so treiben.

Der schnelle Einstieg sorgt zudem dafür, dass man nie den Mut verliert, sich immer wieder vor die Kamera zu stellen und sein bestes zu tun. Man lernt die Choreographien und wird mit der Zeit immer besser. Solche Erfolgserlebnisse machen Spaß und sorgen für eine unterhaltsame Atmosphäre.

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Release: erhältlich
Offizielle Homepage: www.just-dance.ubi.com
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TEST: Just Dance 2015 – Party All Night Long
„Vor die Kamera und auf die Tanzfläche! Ubisoft hat es wieder einmal bewiesen: Man weiß einfach, wie man ein anständiges Partyspiel macht, bei dem jeder mitmachen will. Man setzt auf die bewerten Eigenschaften und ergänzt das Ganze mit neuen Ideen. In diesem Jahr sticht besonders der Onlinemodus sowie die Einbindung der Community ins Auge, denn alles kann geteilt sowie von anderen betrachtet werden. Die beiden Steuerungsmodelle fügen sich gut in das Spiel ein und bieten jedem Gamer die geeignete Methode zu zeigen, was man kann. „Just Dance 2015“ ist genau das richtige Spiel für Abende mit Freunden, die nicht nur auf dem Sofa sitzen wollen. Selten war es schöner, vor der Kamera zu tanzen!“
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