TEST: Spec Ops The Line (Multiplayer)

Nach unserem ersten Test zum Singleplayer von „Spec Ops: The Line“ geht es nun wieder einmal nach Dubai. Dieses Mal nehmen wir die Multiplayer-Aspekte von „Spec Ops“ besonders ausführlich unter die Lupe.

Lange Rede kurzer Sinn – wir begeben uns direkt zu den Online-Modi und zugleich der Charakteranpassung. Ihr habt die Möglichkeit eine Auswahl von fünf unterschiedlichen Klassen zu betätigen. Anfangs stehen zwar nur drei davon zur Verfügung, doch mit der Zeit und weiteren Level-Up´s eröffnen sich die übrigen Klassen. Diese können nach Wunsch angepasst sowie, die Kopfbedeckung, Ausrüstung usw. vom Spieler ausgewechselt und freigeschaltet werden. Die Klassen unterscheiden sich nicht nur vom Aussehen und der Ausrüstung her, sondern haben auch eine entscheidende Rolle im Kampf gegen ein anderes Team. Die Gruppe, welche zusammenarbeitet und nahezu perfekt mit den verschiedenen Klassen ausgewogen ist, wird am Ende eine größere Chance auf einen Sieg haben.

Haben wir unseren Soldaten gewählt, geht auch schon in den Kampf. Zur Auswahl steht der klassische Deathmatch (Chaos), wo ihr euch mit anderen neun Spielern auseinandersetzt und durch Kills Punkte sowie Erfahrung sammelt. Des Weiteren gibt es den Team-Deatchmatch Modus (Aufruhr), der sich nur durch die Aufteilung der Spieler vom normalen Deatchmatch unterscheidet. Als nächstes haben wir uns den Spielmodus ‚Sprengung‘ angeschaut, der insbesondere durch den Mannschaftsgeist geprägt ist. Hier geht es um Sprengungen, besser gesagt müssen alle eure Kollegen versuchen, die gegnerischen Stützpunkte mit Hilfe von Bazookas zu zerstören. Dabei darf man nicht vergessen, dass die andere Mannschafft dasselbe Ziel mit eurem Stützpunkten hat, den es zu schützen gilt. Ein weiterer Spielmodus nennt sich ‚Zermürbung‘, wo man ein Gefecht über drei Runden und nur einem Leben bestreiten muss, sowie als Letztes der Spielmodus ‚Uplink‘, wo beide Teams versuchen müssen, einen Sammelpunkt unter Kontrolle zu bringen. Hier steht euch eine Com-Station zur Verfügung, über die ihr Punkte verdienen könnt. Durch das Ausschalten der gegnerischen Com-Station könnt ihr somit das Team daran hindern, selbst Punkte zu verdienen.

[miniflickr photoset_id=72157630568991932&sortby=date-posted-asc&per_page=50]

Ebenso wie bei der Ausrüstung und den Klassen, schaltet ihr durch das Leveln weitere Online-Modi frei. Der schwerwiegendste Unterschied zu den anderen Shooter ist die Einordung vom Sand in das Gameplay. Sand kann in den Multiplayer-Schlachten von „Spec Ops“ auf unterschiedlichsten Wegen eingesetzt werden. Versteckt sich ein Gegner hinter einer Baracke? Kein Problem, wir zerschießen einfach die hintere Scheibe und lassen eine Sandwelle auf den Kontrahenten fallen, was ihn im günstigsten Fall komplett ausschaltet. Die zweite Möglichkeit den Sand zu eurem Freund zu machen, sind die Sandstürme, welche ab und zu den Kampf unterbrechen und das Sichtfeld deutlich einschränken. Auch das Radar und die gesamte Kommunikation werden durch den Sand gestört. Insgesamt dauert die Phase etwa eine halbe Minute und erlaubt es euch, unbemerkt an den Feind heranzuschleichen und ihn zu erledigen. Ein Idee, die direkt aus der Kampagne übernommen wurde und ebenfalls frischen Wind in die doch sonst einheitlichen Multiplayer-Modi bringt.

Aber auch negative Punkte sind uns aufgefallen. So ist das Deckungssystem etwa zu steif und lässt euch in einigen Situationen im Stich. Während sich eure Kollegen von der Bleidusche verstecken, kämpft ihr anfangs mit der Steuerung und steht auch in diversen Fällen ungewollt mitten im Kugelhagel. Gleiches wurde bereits in der Kampagne bemängelt und sorgt im Multiplayer, wo es in gewisser Weise ja um Prestige geht, umso mehr für Frust. Die Kameraführung lässt ebenso zu wünschen übrig. Manchmal wird man urplötzlich von irgendwoher getötet, die Sichtweise des Gegners hilft hier auch selten weiter. Fakt ist, dass der Spieler immer wieder mit Problemen konfrontiert wird und nervenaufreibende Momente hervorruft.

TEST: Spec Ops The Line (Multiplayer)
„Spec Ops: The Line ist insgesamt ein sehr solider Shooter mit erwachsener Story, wie wir es bereits im Einzelspieler-Test bewiesen haben. Der Multiplayer-Aspekt ist bei diesem Spiel nicht missachtet worden. Demnach wird das Spielprinzip gekonnt in die Multiplayer-Schlachten in Form vom Sand eingefügt und füllt sich sehr frisch und nie langweilig oder eintönig an. Die hellen Licht- und Schatteneffekte sehen im Wüstensetting auch Online beeindruckend aus. Der Online-Modus besitzt einen motivierenden Langzeitspaß, was auf die erweiterten Modi und Klassen zurückzuführen ist. Wir geben hier ein klares „Ja“ auf die Frage, ob der Online-Modus für die Käufer empfehlenswert und auf lange Zeit motivierend ist.“
8
Share this Article
Leave a comment
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
Checkbox
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
0
Dein Kommentar dazu interessiert uns!x
()
x