TEST – Transformers: Untergang von Cybertron – Das Spiel, auf das Fans gewartet haben

Nach „Transformers-Kampf um Cybertron“ erscheint nun die nächste Spielumsetzung des Entwicklerteams von High Moon „Transformers-Untergang von Cybertron“.

Das Spiel handelt von der geplanten Flucht der Autobots in der sogenannten „Arche“ von ihrem Heimatplaneten, da dieser, wie der Titel schon sagt, untergeht. Doch bis zu diesem Ziel stellen sich uns viele Probleme in den Weg, die es zu lösen gilt. Mal sehen, ob es sich um ein gutes Spiel oder um einen Haufen Schrott handelt.

Das Spiel beginnt mit einer Art Tutorial, in dem wir als der Autobot „Bumblebee“ gegen die Decepticons antreten müssen, da diese versuchen, die Arche zu zerstören. Wir bewegen uns durch eben diese, um Sicherungen für das Abwehrsystem auszuwechseln, andere Soldaten zu unterstützen und letztendlich den Anführer „Optimus Prime“ vor dem Tod zu bewahren.

Wem das zu schnell geht, braucht sich keine Sorgen zu machen, denn nach dem Tutorial machen wir einen Zeitsprung um mehrere Erdtage in die Vergangenheit, als es noch galt, die Arche überhaupt startbereit zu machen. In den folgenden 13 Missionen gilt es nun, als Transformer Abwehrsysteme zu reparieren, Feinde auszuschalten oder Objekte zu bergen, wodurch sich innerhalb der einzelnen Kapitel eine Menge Abwechslung bietet.

Doch nicht nur die Missionen, sondern auch die Level und Charaktere bieten vielfältige Möglichkeiten. Überall in den Levels gibt es versteckte Ecken zu entdecken, in denen neue Waffen, Objekte oder Baupläne lagern, die man gut im Kampf gebrauchen kann. Auch das Design der Umgebung bietet viele versteckte Elemente. Dank der Unreal Engine 3 war es den Entwicklern möglich, die gesamte Umgebung sprichwörtlich „zum Leben zu erwecken“. Ständig passieren Dinge um uns herum, wie etwa Schüsse, die ständig über unseren Köpfen fallen, oder Straßen, die uns ein freundlicher Riesenautobot mit Hilfe seiner Hand baut. Witzig ist auch, dass auf den ab und zu in den Level zu findenden Bildschirmen Abschnitte aus alten Transformers-Serien laufen. Ein nettes Feature für alle Fans der alten Sendungen. Überhaupt merkt man dem Spiel an, dass die Entwickler sich eher an diesen Teilen, als an den modernen Filmen á la Hollywood orientiert haben, was dem Spiel jedoch absolut nicht schadet.

Durch alle diese Faktoren erhält das Spiel eine sehr positive Dynamik. Auch die Figuren und die Kampfsimulationen sind ansprechend, jedoch hier und da ein wenig minderwertig gestaltet. So sehen manche Bots einfach nicht so schön aus, wie es sein könnte. Abzüge in der B-Note der Dynamik gibt es jedoch auch, da das Game an verschiedenen Stellen immer wieder gezwungen ist, in der laufenden Handlung eine Ladepause zu machen. Auch verschiedene Bugs, wie etwa für die weitere Handlung wichtige Charaktere, die wie festgefroren an einer Stelle verharren, stören hier und da das Gesamtbild.

Das Gameplay erinnert stark an das von anderen Action-Shootern. Die Steuerung ist leicht einprägsam und auf den jeweiligen Spieltyp anpassbar, jedoch nur anhand von festgelegten Mustern. Das besondere am Gameplay ist, wie es bei Transformers nicht anders zu erwarten war, die Transformation. Jede Figur besitzt dabei ihre eigene Form und dementsprechend auch seine eigenen Vor- und Nachteile. Manche können fliegen, andere sind schnelle Sportwagen oder auch ein wuchtiger Panzer. Alle Figuren sehen in der Fahrzeugform außerdem leider anders aus, als in den Filmen, da das Spiel vor der Landung auf der Erde spielt- aber das nur als kleine Randbemerkung.

Waffen und Ausrüstung können an sogenannten Teletraan-Terminals ausgerüstet und verbessert werden. Ob sich eine Aufrüstung lohnt oder nicht, kann man an Community-Bewertungen abschätzen, die von anderen Spielern abgegeben wurden. Eine nette Idee, durch die der Kauf erleichtert, da man vor vermeidbaren Fehlkäufen bewahrt wird.
Positiv anzumerken ist auch, dass ihr nicht nur auf der Seite der Autobots steht, sondern auch als Decepticons in den Kampf ziehen könnt, wodurch zum einen die Story und Absichten dieser besser erklärt wird, und zum anderen auch teilweise ganz andere Spielweisen auftreten, denn die bösen Jungs verfügen über andere Mittel, als die Autobots.
Neben dem Story-Modus gibt es noch zwei weitere Modi: den Multiplayer und den Modus „Eskalation“.

Im Multiplayer heißt es „Bot gegen Bot“. Dazu könnt ihr in den klassischen Modi wie Team-Deathmatch oder Capture the Flag antreten, um zu zeigen, wer der wahre Herrscher von Cybertron ist. In diesem Modus lassen sich große Ähnlichkeiten zum Mehrspieler-Modus von Call of Duty finden. Es gibt vorgefertigte Klassen, deren Ausrüstung man nach seinen Vorlieben anpassen und verbessern kann, ein Level-System, in dem man durch Kills oder abgeschlossene Herausforderungen aufsteigen kann, um neue Waffen und Gegenstände freizuschalten, und eine Art Prestige-Modus, hier Prime-Modus genannt.

Der große Unterschied aber ist, dass man sich auch im Multiplayer transformieren kann. Dies hebt die Kämpfe auf eine ganz andere Ebene, da man nicht nur Mann-gegen-Mann, sondern auch Mann-gegen-Panzer oder Panzer-gegen-Kampfjet auswählen kann. Durch dieses Feature lässt sich jetzt schon mit großer Sicherheit absehen, dass es zu vielen erbitterten Kämpfen kommen wird.

Der zweite Modus, genannt „Eskalation“, ist vergleichbar mit dem Zombimodus aus Call of Duty. Ähnlich wie in diesem schließt man sich mit anderen Bots zusammen, um mehrere Wellen von Gegnern auszuschalten. Pro Gegner erhält man Punkte, mit denen man neue Bereiche oder neue Waffen erhalten kann. Eine willkommene Abwechslung zum Story- und klassischem Mehrspieler-Modus.

Schade an beiden Multiplayer-Modi ist, dass es zur Zeit einfach noch kaum Personen gibt, die sich in diesem aufhalten. Versucht man beispielsweise, eine Runde Capture the Flag zu spielen, so kann es vorkommen, dass sich einfach keine spielwilligen Gegner finden. Auch die Probleme, die sich einstellen, wenn ein Host mit schlechter Verbindung gewählt wird, führen zu Frustmomenten.

Weiter anzumerken ist sicherlich, dass das Spiel mit DLC’s erweiterbar ist. Nach aktuellem Stand gibt es das Chaos-Pack, welches fünf neue Mehrspielercharaktere, wie etwa Zeta Prime oder Perceptor enthält. Zwei weitere DLC’s werden im September folgen, mit denen man die sogenannten Dinobots im Multiplayer steuern kann. Bei diesen handelt es sich um eine Art von Transformers, welche sich in mechanische Dinosaurier verwandeln können. Ein nettes Feature, welches noch bessere Kämpfe verspricht.

Offizielle Homepage: www.transformersgame.com

TEST – Transformers: Untergang von Cybertron – Das Spiel, auf das Fans gewartet haben
"Alles in allem stellt „Transformers- Untergang von Cybertron“ einen sehr gelungenen Action-Shooter dar, von dem viele nicht erwartet hätten, dass er so überzeugen kann. Die Story ist ansprechend und spannend gestaltet, die Level bieten viel Platz für freie Erkundungstouren und der Multiplayer verspricht hochgradig elektrisierende Schlachten. Aber das Wichtigste ist: Es handelt sich nicht um eine schlecht gemachte Filmumsetzung, sondern um ein ernstzunehmendes und hervorragendes Spiel, so wie es sein soll."
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