TEST: Ultra Street Fighter IV – Auf PS4 nun Ultra, Ultra …?

Auch wenn Remakes der aktuelle Trend sind, schafft es Capcom, das Ganze noch auf die Spitze zu treiben, indem sie nach der Standard-, der Arcade- und der Super-Edition nun auch noch die Ultra-Version ihres Klassikers „Street Fighter IV“ auf die PlayStation 4 werfen.

Moment, gab es die nicht schon mal? JA! Bereits auf den Last-Gen Konsolen wurde die ultimative Version des Prüglers veröffentlicht, die dank der neuen Hardware nun wirklich Ultra sein soll, allen voran durch technische Upgrades wie 1080p und flüssigen 60fps. Ob sich der Kauf tatsächlich noch einmal lohnt?

Grafik, Sound und Atmosphäre …

Insgesamt unterscheidet sich die PS4-Version kaum von der für die PS3, die auch als Basis für die Portierung dient. Der Cel-Shading Look widersteht fast vollständig dem Zahn der Zeit und kann gemeinsam mit den doch ganz ansehnlichen Animationen und Effekten relativ gut mithalten. Negativ sind allerdings die merkwürdig anmutenden Ränder rings um die Kämpfer, ebenso wie die flimmernden und unsauberen Kanten. Hier hätte man sich ruhig ein wenig mehr Mühe geben können, zumal das Original nicht mehr allzu jung ist. Problematisch und ein wenig unverständlich ist daher auch, dass wohl bei vielen Spielern erhebliche Bugs, Lags und Glitches sowie eine Vielzahl von Grafikproblemen auftreten. So etwas darf bei einem Vorlauf von mehreren Jahren nicht passieren. Wir selbst hatten jedoch keines der beschriebenen Probleme während unserer Testphase.

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Was den Sound und die Atmosphäre angeht, kann man sich auf keinen Fall beschweren. Street Fighter gehört nach wie vor zu den besten Beat-em Up’s, woran auch die gute Atmosphäre und die Dynamik der Kämpfe einen großen Anteil haben. Der entsprechende Sound sowie die Musik während der Kämpfe oder im Menu tun da ihr Übriges.

Insgesamt kann man an der Grafik, der Atmosphäre und dem Sound nicht wirklich etwas aussetzen, die dem Vorläufer ebenbürtig sind. Allzu große Sprünge sollte man jetzt aber noch nicht erwarten, da man auch hier im Hinterkopf behalten sollte, dass es sich noch immer um einen Port handeln. Richtig beeindrucken wird uns Capcom wohl erst mit „Street Fighter V“. Sie können dennoch nach wie vor begeistern und dafür sorgen, dass man auch nach stundenlangen Kämpfen die Handschuhe nicht an den Nagel hängen möchte.

Gameplay, Steuerung und Multiplayer …

Was die Street Fighter-Spiele auszeichnet, sind ihre anspruchsvollen Kombos. Wer als Neuling einsteigt, der wird die erste Zeit mit Sicherheit damit beschäftigt sein, die Kombinationen aus Schlägen und Tritten zu verinnerlichen, um wenigstens den Hauch einer Chance gegen die alten Hasen im Prügelgeschäft zu haben. Darin liegt auch der wohl größte Unterschied zu anderen Beat-em Up’s, bei denen es auch schon mal leichtere Kombo-Attacken gibt. Mit einem Trick ist es sogar möglich, das Gamepad der PS3 an der PS4 anzuschließen, wodurch echte Spielhallen-Gefühle aufkeimen. Generell unterscheiden sich die neue und alte Version auch hierbei herzlich wenig, die Spielmodi sind etwa mit dem Arcade-, Herausforderungs-, Trainings- und Onlinemodus die selbigen und bis auf ein paar neue Kostüme gibt es wenig Neues. Einzig und allein die fünf neuen Charaktere und die sechs neuen Stages sind es, die einen wirklichen Unterschied ausmachen. Durch diese wächst die gesamte Figurenpalette nun auf 44 Charaktere, bei denen es wohl für jeden einen passenden geben sollte.

Einige Balance-Updates und die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass die Kämpfe sich an den jeweiligen Spielertyp anpassen, damit man sich voll und ganz auf den Kampf gegen seinen Gegner konzentrieren kann, und sich nicht noch mit seinem Controller herumschlagen muss.

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Ein wesentlicher Bestandteil des Spieles ist dabei auch der Multiplayer-Part. So können jederzeit online oder auch offline neue Spieler beitreten, egal, ob man diesen Modus direkt angesteuert hat oder sich während der Spielersuche lieber im Arcade-Modus versuchen will. Die Einstellungsmöglichkeiten erlauben es dabei auch, möglichst nur gegen gleichstarke Feinde anzutreten, um nicht vollständig vernichtet zu werden. Verschiedene Punkte, die man pro Kampf sammelt, geben dabei Aufschluss darüber, auf welchem Niveau ein Spieler sich befindet. Eine gute Maßnahme, um der Spielfreunde nicht zu schaden.

Somit sorgen auch Gameplay, Steuerung und Multiplayer dafür, dass der Spieler sich mit dem Titel wohl fühlen und zahlreiche Stunden damit verbringen kann. Die Kämpfe sind nach wie vor anspruchsvoll, können jedoch dank des Herausforderungsmodus, in welchem man pro Charakter die wichtigsten Handgriffe lernt, gut beherrscht werden.

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release: erhältlich
Offizielle Homepage: www.streetfighter.com

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TEST: Ultra Street Fighter IV – Auf PS4 nun Ultra, Ultra …?
Insgesamt ist die PS4-Version von „Ultra Street Fighter IV“ wieder einmal ein gutes Beat-em Up. Die Kämpfe sind sehr herausfordernd und bedürfen ein wenig Übung, gehen allerdings nach einiger Zeit gut von der Hand. Sie unterscheiden sich etwa von Tekken oder Mortal Kombat dahingehend, dass sie ein viel größeres Gefühl von Arcade-Konsolen aufkommen lassen, was neben dem Design auch auf die fordernde Steuerung zurückzuführen ist. Die neuen Figuren und Stages erweitern die Auswahl ein wenig, sind jedoch kein wirklich großer Bonus. Wer den Titel in dieser Ausführung bereits für die alten Konsolen besitzt, für den lohnt sich der Kauf daher nur bedingt. Neueinsteigern oder denjenigen, die unbedingt auf der PS4 kämpfen wollen, ist der Kauf dann zu empfehlen, wenn sie auf wirklich anspruchsvolle und herausfordernde Kämpfe stehen, die sich von anderen Genrevertretern durchaus unterscheiden.
8.1
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