Vorschau: Deliver us the Moon – Der Griff nach den Sternen

Kaum angekündigt, präsentierten Wired Productions und KeokeN Interactive auf der gamescom ihr neues Projekt ‘Deliver us the Moon’, ein Sci-Fi Adventure, das (mal wieder) eine post-apokalyptische Zukunft und das Überleben der Menschheit zur Thematik macht.

Gänzlich neu ist die Idee hinter der Story ja nicht, erzählt aber eine weitere Facette eines möglichen Szenarios, bei dem die Ressourcen der Erde erschöpft sind und die Menschheit nun zu den Sternen greift. Im Kampf ums Überleben schließen sich daher die Nationen der Erde zusammen, um eine Organisation zu gründen, die mit der Lösung dieser extremen Energiekrise beauftragt wird.

Der Mond soll es nun richten

Um die Erde vor ihrem Untergang zu retten, beschließt man die Besiedlung des Mondes zu starten, um von dort die wertvollen Helium-3-Reserven abzubauen und so den Energiebedarf der wachsenden Erdbevölkerung zu decken. Natürlich ist so eine Mission mit allerhand Gefahren und unvorhersehbaren Dingen verbunden, in diesem Fall mit einem anfänglichen Scheitern der Mission, was es uns nun Aufgabe macht, noch einmal hoch ins All aufzusteigen und herauszufinden, was dort passiert ist. Das Leben der Menschheit lastet auf euren Schultern, auch wenn sich das im All durchaus viel leichter anfühlen kann.

Die gamescom Demo startete für uns in einer zerstörten Raumstation, durch die wir uns langsam und vorsichtig hindurch schlängeln müssen. Es gilt Protokolle zu lesen, Audio Logs abzuhören, Schalter umzulegen und einige Rätsel zu lösen, etwa um Schleusen zu öffnen. Dazu durchsuchen wir verschiedene Quartiere, Schränke und versuchen so die richtige Kombination für die nächste Schleuse zu finden. Schnell kommen Ähnlichkeiten zu verwandten Spielen wie “Adrift” oder “Observation”auf, das erst vor wenigen Monaten erschienen ist (unser Review). Spielerisch hält man es überall recht ähnlich und versucht sich an einem möglichst authentischem Ansatz. Eine Besonderheit in “Deliver us the Moon” ist aber unter anderem das Sauerstoffmanagment, vor allem bei den Außenspaziergängen, der zwar zwischendurch wieder aufgefüllt werden kann, ebenso aber auch schnell knapp wird und damit den eigenen Tod bedeutet.

Wie uns KeokeN Interactive gegenüber verriet, liegt der Fokus von “Deliver us the Moon” inbesondere aber auch auf einer authentischen und spannenden Story, die etwa 5 bis 6 Stunden umfasst und ein absolut denkbares Szenario beschreibt. Schon jetzt kommt es auf der Erde hin und wieder zu einem Ressourcenmangel, der sich in der Vision des Entwicklers zwangsläufig auf Alternativen außerhalb dieses Planeten ausbreiten wird.

Beeindruckende Panoramen

Nachdem wir uns durch einige Abschnitte der zerstörten Raumstation gebahnt hatten, ging es dann auch nach draußen ins All, wo einen zunächst ein wirklich beeindruckendes Panoramabild der zerstörten Raumstation und dem Mond im Hintergrund geboten wurde. Hier verwies man unter anderem auf die aufwendige Beleuchtungstechnik, die vor allem auf dem PC mit den aktuellsten Technologien wie Echtzeit-Raytracing realisiert wird. Wie viel davon auf Konsolen noch übrig bleibt, wird man dann sehen. Langsam, aber bestimmt hangelten wir uns in flüssigen Bewegungen von einem Teil der Station zur nächsten, müssen hier und da Sauerstoff tanken und das nächst größere und halbwegs intakte Teil der Raumstation erreichen. Später sind sogar Spaziergänge auf dem Mond selbst möglich. Die gezeigte Demo machte so jedenfalls schon einen tollen Eindruck, auch aus spielerischer Sicht, das sich wirklich absolut flüssig und gut anfühlte.

“Die Idee hinter Deliver us the Moon ist sicherlich nicht neu, allerdings können Fans dieses Genres ohnehin kaum genug davon bekommen. Die Story klingt definitiv spannend und die gezeigte Demo macht bereits Lust auf mehr, auch wenn bei der Konsolen-Fassung später wohl noch einige Abstriche aus technischer Sicht zu erwarten sind. Dennoch sollte man Deliver us the Moon definitiv im Auge behalten, das später in diesem Jahr erscheint.”