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Vorschau: Predator: Hunting Grounds, Eindrücke von der gamescom

Wer sich an Predator-Spiele aus der Vergangenheit erinnert, der wurde meistens mit einem großen Problem konfrontiert: die Titel standen in Deutschland dank der USK auf dem Index und waren in der Regel nur über den Import aus dem Ausland erhältlich. Allerdings hat sich was das angeht im Laufe der Zeit ja doch einiges getan, und nachdem selbst „Mortal Kombat“ inzwischen ungeschnitten in Deutschland erscheinen kann, besteht auch durchaus eine zweite Chance für den berüchtigten Alien-Kopfgeldjäger. Zwar noch hinter verschlossenen Türen, dafür aber bereits sehr eindrucksvoll, präsentierte man den PlayStation exklusiven Titel „Predator: Hunting Grounds“ in einem relativ umfangreichen und ansprechenden Hands-on.

Das Spielprinzip von „Predator: Hunting Grounds“ ist relativ leicht zu erklären: Auf der einen Seite gibt es einen Soldatentrupp aus bis zu vier Spielern, die sich in unserer Session durch einen Dschungel schlagen, Informationen beschaffen und dann per Hubschrauber entkommen müssen. Dabei begegnen ihnen zahlreiche feindliche NPC-Soldaten, die wir nach einander ausschalten, um unsere Mission erfolgreich abzuschließen. Auf der anderen Seite steht der Predator, der es auf die vier Soldaten abgesehen hat. Er bewegt sich meistens lautlos durch die Baumwipfel, springt von Ast zu Ast und hält Ausschau nach seinen Opfern. Das hin und her laufen klappt wirklich sehr gut und läuft nahezu automatisch ab, wir können aber auch gezielt weitere Strecken springen, um die besten Aussichtspunkte einzunehmen.

Daneben verfügt der Predator über seine bekannte Ausrüstung, also über eine Thermosicht, mit der wir Feinde und Fußspuren besser erkennen, eine Tarnkappe, seine Klingen, sowie seinen Schulter-Laser, der den Soldaten keine Chance lässt zu überleben. Die Werkzeuge benötigen alle Energie, die sich nach und nach abbaut und sich nur dann erneuert, wenn wir alles deaktivieren und stillstehen. Hierdurch sind wir natürlich auch sehr angreifbar und müssen aufpassen, dass wir den Soldaten nicht zum Opfer fallen. Beendet ist eine Runde, wenn entweder alle Soldaten vom Predator getötet und ihre Köpfe als Trophäen gesammelt wurden (mit einer wunderschönen Animation, in welcher der Predator den Kopf samt Wirbelsäule aus dem Körper reißt), der Predator stirbt oder die Soldaten ihre Mission abschließen und das Gebiet per Heli verlassen haben.

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Wie man vielleicht vermuten kann, wird es sich bei dem Titel im Grunde um einen reinen Online-Multiplayer handeln, von einer Story war bisher nicht die Rede. Das ist aber auch nicht schlimm, denn die Schlachten machen einem wirklichen Spaß, egal in welcher Rolle man sich befindet. Und auch in Sachen Spannung hat man nicht wirklich gespart, so waren wir eigentlich immer auf Strom, egal, ob wir als Soldat rumgeschlichen sind, wie wild umher schießen, oder als Predator umherstreifen. Selbst in unserer kleinen Gruppe, die wir gemeinsam gespielt haben, gab es einiges an Raunen und Staunen, wenn der Jäger zugeschlagen hat. Die Figuren ließen sich alle sehr gut Steuern, die Fertigkeiten und Waffen konnten schnell beherrscht werden. Eine lange Einführung blieb somit zum Glück aus.

Zwar wurde uns nur ein sehr frühes Stadium der Entwicklung gezeigt, nichtsdestotrotz konnten sich die einzelnen Areale durchaus sehen lassen. Der Dschungel war gut gestaltet und bot bereits einiges an Details. Auch die Animationen des Predator, sowie zum Beispiel der Explosionen oder des Rettungshubschraubers konnten sich schon wirklich sehen lassen und liefen allesamt sehr flüssig. Das war unter anderem einer der Gründe, weshalb wir uns auch atmosphärisch sehr wohl gefühlt haben.

Predator: Hunting Grounds“ ist wirklich ein sehr ansprechender Titel, der bereits früh in der Entwicklung viel Freude bereitet. Die Kräfteverhältnisse sind auf beiden Seiten sehr gut ausgeglichen, wodurch die Kämpfe sehr ansprechend sind, ohne eine der beiden zu stark zu gestalten. Dadurch bleiben auch unschöne Frustmomente so gut wie aus. Glücklicherweise ließ sich auch das Gameplay schnell beherrschen, wodurch wir schnell ins Geschehen einsteigen konnten. Wir freuen uns jetzt schon auf den fertigen Titel, die verschiedenen Stages und die vielen Matches, bei denen wir als Predator unsere Feinde erlegen.