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World War Z auf der gamescom angespielt, unsere Eindrücke

Eine der ersten Stationen auf der gamescom in diesem Jahr war für uns der KoOP-Shooter ‘World War Z’ von Saber Interactive, der auf dem bekannten Film mit Brad Pitt basiert und diese Zombie-Apokalypse nun direkt zu euch nach Hause bringt.

Der Entwickler verfolgt mit “World War Z” eine episodische Veröffentlichung, die verschiedene, voneinander unabhängige Geschichten an verschiedenen Schauplätzen erzählt, wobei die Story an sich nicht so sehr im Fokus steht. Nach einer rund halbstündigen Anspiel-Session war es vor allem das spaßige Gameplay zu viert, das uns hier beeindruckt hat – und natürlich die Zombies.

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Zombies überrennen die Welt

“World War Z” wird euch wie erwähnt auf Schauplätze auf der gesamten Welt entsenden – von Russland, über Jerusalem, bis nach New York. In unserem Fall war es ein Hotel in Russland, das wir in der Demo überwinden mussten, um einen rettenden Hubschrauber zu erreichen. Laut Saber Interactive besteht jedes Kapitel aus drei Level, die in knapp 90 Minuten zu meistern sind. Daher zielt “World War Z” nachher wohl auch eher auf Gelegenheits-Spielesessions ab, die jedoch nicht gleich wieder nach 10 bis 20 Minuten vorbei sind.

Zudem sei angeraten, dass man das Spiel tatsächlich im KoOp-Modus spielt, denn wie man schon nach wenigen Schritten feststellen muss, wird man alleine oder vom Team zurückgelassen gnadenlos von den Zombies überrannt, die aus allen Ecken und Winkeln herbei strömen.

Um diesen Herr zu werden, hat man überall in den Level massig Waffen und Munition versteckt, wobei hier alles geboten wird, was die Industrie so her gibt. Vom einfachen MG, über Raketenwerfer, Handgranaten oder fest installieren Mörsern ist alles dabei und wird auch dringend benötigt. Also eingesackt und los geht´s!

Während wir das Hotel in einem zügigen Tempo durchstreifen, deutete nur eine rote Markierung auf der Minimap an, dass wir es gleich mit fiesen Zombies zu tun bekommen, die allerdings nur ein Vorbote dessen sind, was in regelmäßigen Abständen auf euch zukommt. Mit einer Warnmeldung wurde uns daraufhin ein ganzer Schwarm von Zombies angedeutet, der sich zu uns auf den Weg macht – und wenn hier von Schwarm die Rede ist, dann ist das tatsächlich auch mal so gemeint. Hunderte dieser Untoten strömten gezielt auf uns zu und kennen dabei keinerlei Hürden. Selbst ganze Stockwerke werden so mit Leichtigkeit überwunden, in dem man diese, ganz nach dem Vorbild im Film, einfach hoch krabbelt und sich dabei ein riesiges Gebilde aus Zombies vor euch auftürmt. Das war wirklich beeindruckend anzusehen, da dies alles mit einer solch flüssigen Dynamik vor euch abläuft, dass man regelrecht spüren kann, wie sich diese Zombie-Welle jeden Moment über euch ergießt. Vor allem aber auch durch die Weitsicht, wenn man die Zombies schon aus der Ferne betrachten kann, wie sie im Blutrausch hinter euch her jagen, bekommt man butterweiche Knie. Das gepaart mit einem fortschrittlichen Gore-System, das all das liefert, was man von einem echten Zombie-Spiel erwartet.

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Pure Waffengewalt statt Taktik

Um die Horden zurückzuschlagen, hilft hier nur eines: pure Waffengewalt. Um ausgeklügelte Taktiken braucht man sich eigentlich keine Gedanken machen, denn dafür bleibt kaum Zeit. Viel wichtiger ist es genügend Munition und durchschlagskräftige Waffen am Anschlag zu haben, dann klappt das auch mit dem Überleben – hofft man jedenfalls. Hier merkt man auch sofort, dass Saber Interactive vor allem auf einen hohen Unterhaltungswert setzt, wenn man die Zombies in Massen niedermetzeln kann oder eine Handgranate nach der anderen in die sich auftürmenden Zombies wirft und diese anschließend wie Puppen durch die Gegend fliegen. Hier herrschte eine regelrechte Euphorie bei der Präsentation, von der man nicht genug bekommen konnte.

Optisch machte “World War Z” zudem schon einen ordentlichen und stimmigen Eindruck, mit vielen Details in der Spielwelt, auch wenn dem Level etwas mehr Interaktionen gut stünden würden, bei denen man mehr als nur Waffen einsetzen kann, um sich den Untoten zu entledigen. Geben soll es das jedenfalls und so auch mehr strategische Ansätze liefern.

Der erste Eindruck von “World War Z” war dennoch ziemlich positiv, da der Titel ein schnelles und zugängliches Gameplay verspricht, ohne dass man sich großartig auf eine Story und komplexe Taktiken konzentrieren muss. Waffe auf Anschlag und los geht es. Besonders beeindruckend sind hier vor allem die Schwarm-Mechaniken der Zombies, die wir so zuvor noch nirgends sehen konnten. Umso mehr macht es auch Spaß, diese mit geballter Feuerkraft zu zerlegen und ein wahres Zombie-Gemetzel zu veranstalten, so wie man sich das immer vorgestellt hat.