Activision: Investoren sollen gegen Microsoft-Übernahme stimmen

So langsam wird es eng bei dem geplanten Übernahmeversuch von Activision durch Microsoft, bei dem sich immer mehr Widerstand formiert. Nun rufen auch Investoren-Vertreter dazu auf, gegen den Deal zu stimmen.

Eine solche Übernahme ist in der Tat nicht alltäglich in dieser Größenordnung und wird daher vorab genauesten geprüft. Dass Microsoft sich hier eine Monopolstellung aufbaut und einen Präzedenzfall schaffen würde, war bereits von anderen offiziellen Stellen zu hören, die hierzu ihre Bedenken geäußert haben.

Nun ruft auch die SOC Investment Group dazu auf, gegen die Übernahme zu stimmen, was eine herbe Niederlage für Microsoft wäre. Die Entscheidung darüber könnte bereits am 28. April bei einem Special Meeting der Investoren fallen.

In einem offenen Brief an die Aktionäre äußert man seine Skepsis über den Deal und glaubt, dass dieser letztendlich nicht das Ertragspotenzial haben wird, das sich einige offenbar davon erhoffen. Auch durch jüngste Ereignisse bei Activision, die den Unternehmenswert deutlich geschmälert haben. Darin heißt es:

„Diese Transaktion bewertet Activision und sein zukünftiges Ertragspotenzial nicht angemessen, zum großen Teil auch deshalb, weil sie die Rolle ignoriert, die die sexuelle Belästigungskrise – und der inkompetente Umgang des Activision-Vorstands – bei der Verzögerung von Produktveröffentlichungen und dem Niedergang des Aktienkurses gespielt hat.“

Activision muss sich selbst „retten“

Vor diesem Hintergrund glaubt man, dass Activision unter Microsoft nicht in der Lage wäre, dass das Unternehmen zu seinem alten Wert zurückfinden wird. Dies würde nach Ansicht der SOC eher gelingen, wenn die jetzigen Mitarbeiter selbst bei der Umgestaltung des Unternehmens mitwirken, um eine echte Trendwende einzuleiten. Dazu darf die Übernahme durch Microsoft jedoch nicht stattfinden und der Vorstand müsse ausgetauscht werden.

„Wir fordern sie dringend auf, sich uns anzuschließen, um den Fusionsvorschlag von Microsoft abzulehnen und auf der nächsten Jahresversammlung von Activision Blizzard einen neuen, kompetenten und engagierten Vorstand zu wählen.“

Activision warnte indes davor, falls die Übernahme nicht zustande kommen sollte, der Aktienwert des Unternehmens noch einmal erheblich einbrechen wird.

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Es bleibt also spannend, was in den kommenden Tagen passieren wird oder ob doch alles beim alten bleibt. Aus Sicht der Spieler sieht man Activision als Teil von Microsoft ebenso eher kritisch, da hier ein erhebliches Portfolio an Spielen „verloren“ ginge.

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