Bericht: Spiele werden womöglich gekürzt, um nicht verschoben zu werden

Auch die Spiele-Industrie befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie derzeit in etwas schwierigen Zeiten wieder. Der ein oder andere Titel wurde bereits verschoben, weshalb es nun offenbar neue Ansätze gibt.

Laut einem Bericht der New York Times stehen Überlegungen im Raum, dass man den Umfang einiger Spiele einfach kürzt, um die ursprüngliche Deadline einhalten zu können. Betroffen wären davon Spiele, die im Sommer oder später erscheinen. Welche Titel das potentiell sind, wird jedoch nicht genannt, erwähnt werden allerdings Features, Levels und Quests, bei denen man den Rotstift ansetzen könnte.

Die Inhalte könnte man dann via DLCs und Updates nachreichen, sobald sie fertiggestellt werden.

Produktivität im Home Office geringer

Zwar konnten viele Entwickler ihre Arbeit auf Home Offices umstellen, das volle Potenzial lässt sich damit jedoch nicht ausschöpfen. Die Larian Studios zum Beispiel geben an, dass die Produktivität so bei nur 70 bis 80 Prozent liegt.

Einige Aspekte der Entwicklung lassen sich zudem nicht einfach mal von Zuhause erledigen, etwa Motion Capture Aufnahmen, für die es derzeit auch noch keine Lösung gibt. Betroffene Projekte könnten damit durchaus noch einmal verschoben werden, weshalb man zunächst nach möglichen Optionen sucht.

Publisher wie Activision gaben zuletzt an, dass es noch zu früh sei, um die genauen Auswirkungen auf laufende Produktionen langfristig abschätzen zu können. Es gab aber auch schon Berichte, wonach das neue Call of Duty womöglich etwas später erscheint.

Letztendlich wäre dann auch noch die Logistikkette zu berücksichtigen, die durch ihre derzeitige Unterbrechung schon dazu geführt hat, dass Spiele wie The Last of Us: Part II verschoben wurden.