Coronajahr sorgte für Boost bei digitalen Game-Downloads

Was eigentlich offensichtlich war, belegen jetzt auch Zahlen zu digitalen Downloads im Corona-Jahr 2020, die einen echten Boost verzeichnen. Das gab heute der Bundesverband game bekannt, wonach dieser Trend auf einen Anteil von 58 Prozent gestiegen ist.

Damit wurden im Schnitt 6 von 10 Games im Jahr 2020 als Download gekauft. Etwas geringer ist der Download-Anteil beim Umsatz: Rund 4 von 10 Euro, die 2020 mit PC- und Konsolenspielen in Deutschland umgesetzt wurden, entfallen auf Downloads. Zum Vergleich: 2019 waren es hingegen erst 33 Prozent.

Grundsätzlich gilt: Je günstiger die Spiele, desto größer ist der Download-Anteil. Bei Computer- und Videospielen bis 30 Euro werden 8 von 10 als Download gekauft. Das gab heute der game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis von Daten der Marktforschungsunternehmen GfK bekannt. Große Unterschiede gibt es zudem zwischen PC und Spielekonsolen: So beträgt bei PC-Spielen der Download-Anteil am Absatz 94 Prozent. Bei Spielekonsolen wie der PlayStation, Switch und Xbox wird hingegen nur rund jedes dritte Spiel (35 Prozent) als Download erworben, was im Vergleich zum Vorjahr dennoch eine deutliche Steigerung bedeutet: 2019 betrug der Anteil noch 24 Prozent.

„Der Games-Kauf per Download hat sich in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern langsamer etabliert. Internetanschlüsse mit zu wenig Bandbreite oder zahlreiche Geschäfte mit Games-Abteilungen – von Elektronikmärkten bis hin zu Drogerien – haben viele Spielerinnen und Spieler weiter zu Games auf Datenträgern greifen lassen. Im Corona-Jahr 2020 ist der Anteil der Download-Games nun sprunghaft angestiegen. Hierzu haben nicht zuletzt die Ladenschließungen während der Lockdowns stark beigetragen“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk.

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Das zeigen auch die Geschäftsberichte der verschiedenen Publisher, in denen die digitalen Verkäufe längst dominieren. Deutschland ist halt ein dritte Welt Land, wenn es um digitalen Fortschritt geht. Hinderlich sind vor allem die vergleichsweise geringen Bandbreiten und immer größer werdenden Downloads. Auch die Kosten für schnelleres Breitband sind hier erheblich teurer als anderswo.

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