Deutscher Games-Markt wächst im Corona-Jahr um über 30 Prozent

Die anhaltenden Lockdowns und verordneten Einschränkungen seitens der Bundesregierung, seit heute als „Ruhetage“ und „#WirBleibenZuHause„, verpackt, treiben die Menschen vermehrt zu den Games. So konnte der deutsche Games-Markt im Corona-Jahr um über 30 Prozent wachsen.

Das gab soeben der Bundesverband GAME bekannt, die einen neuen einen neuen Umsatz-Rekord in der Branche ausweisen. Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen sowie der dazugehörigen Hardware ein Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro erzielt. Das dürfte nicht zuletzt auch der Markteinführung der PS5 und Xbox Series X in diesem schwierigem Jahr zu verdanken sein.

Das entspricht einem Wachstum von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit Spielekonsolen, Gaming-PCs und entsprechender Peripherie wurden rund 3,2 Milliarden Euro umgesetzt. Das ist ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zu 2019. Noch stärker ist der Teilmarkt für Computer- und Videospiele gewachsen: 5,2 Milliarden Euro konnten mit dem Kauf von Games, In-Game- und In-App-Käufen, Abonnements sowie Gebühren für Online-Dienste umgesetzt werden. Damit legte dieser Teil des Marktes sogar um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

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„Das außerordentlich starke Wachstum im Games-Bereich zeigt, wie wichtig Games im Corona-Jahr 2020 waren. Sie haben Millionen Menschen zusammengebracht, Spielerinnen und Spieler trotz fehlender Reisemöglichkeiten fremde Welten entdecken lassen, beim Homeschooling unterstützt oder einfach nur für gute Unterhaltung trotz der Pandemie gesorgt“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk. „Dabei konnte die große Nachfrage im Bereich der Spielekonsolen oder auch Gaming-Grafikkarten aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit nicht immer gestillt werden. Viele deutsche Haushalte haben in der Corona-Pandemie also technisch aufgerüstet und sind damit fit für die Spiele-Hits der kommenden Jahre.“

In-Game Umsätze legten am stärksten zu

Da lokale Geschäfte zeitweise und lange geschlossen waren, legten vor allem die In-Game Umsätze zu. Insgesamt wurden damit mehr als 3,2 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von 44 Prozent innerhalb eines Jahres. Auch die Gebühren für Online-Services konnten mit einem Wachstum von 50 Prozent auf 692 Millionen Euro besonders stark zulegen.

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In dieses Segment fallen Online-Dienste sowie Abo- und Cloud-Gaming-Services wie EA Play Pro, Nintendo Switch Online, PlayStation Plus, Xbox Game Pass oder Ubisoft+. Mit dem Kauf von Computer- und Videospielen konnten mehr als 1,1 Milliarden Euro erlöst werden und damit 11 Prozent mehr als noch 2019. Mit dem Abonnement einzelner Spiele, etwa World of Warcraft oder Final Fantasy XIV, konnte 44 Prozent mehr umgesetzt werden. Dieses Marktsegment wuchs damit auf 163 Millionen Euro.

Dieser Trend dürfte auch in den kommenden Monaten und dem aktuellen Jahr anhalten, wenn man weiter auf unsere Polit-„Profis“ vertraut. Denn nach dem Lockdown ist bekanntlich vor dem Lockdown, „ÄÄÄÄÄ … Ruhetag„, was so viel schöner klingt.