EA: Hacker veröffentlichen gestohlene Daten nach erfolglosem Verkauf

Die kürzlich bei EA entwendeten Daten wurde jetzt im Darknet vollständig zugänglich gemacht. Persönliche User-Daten befinden sich jedoch nicht darunter.

Bereits im Juni ist es einer Hacker-Gruppe gelungen, rund 780GB Daten bei EA zu stehlen, darunter den Source Code zu FIFA 21, sowie Tools und Konfigurationen der Server, welche nun auf Torrent-Sites verbreitet werden.

Verkauf erfolglos

Zunächst hatte man versucht die Daten weiterzukaufen, fand jedoch keinen Käufer, da hier persönliche und finanzielle Daten fehlten, die deutlich interessanter gewesen wären. Mit den Quellcodes zu Spielen etc. kann man offenbar nur sehr wenig in diesen Kreisen anfangen.

Nachdem der angestrebte Verkauf misslungen ist, versuchte man es damit, den Publisher zu erpressen. Für eine nicht näher benannte Summe drohte man EA damit, die Daten nicht online zu stellen. Darauf ist der Publisher allerdings nicht eingegangen.

Vielmehr verwies man darauf, dass durch den Leak die Privatsphäre der User nicht gefährdet sei und man, wie erwiesen, wohl wenig mit den Quellcodes etc. anfangen kann. Dafür wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und die Schwachstelle geschlossen, wie es in einem Statement heißt:

„Nach dem Vorfall haben wir bereits Sicherheitsverbesserungen vorgenommen und erwarten keine Auswirkungen auf unsere Spiele oder unser Geschäft“, so ein EA-Sprecher gegenüber The Record. „Wir arbeiten im Rahmen dieser laufenden strafrechtlichen Ermittlungen aktiv mit Strafverfolgungsbehörden und anderen Experten zusammen.“

EA ist nicht das erste Opfer dieser Art, die sich nicht auf solche Erpressungsversuche einlassen. Zuletzt war es CD Projekt, denen Daten zu aktuellen Spielen abhanden kamen. Auch diese wurde letztendlich im Netz veröffentlicht.