Mittelerde: Schatten des Krieges – auf der gamescom angespielt

Nachdem „Mittelerde: Schatten von Mordor“ bereits vielfach überzeugen konnte, erscheint am 10.Oktober der Nachfolger mit dem einfallsreichen Titel „Mittelerde: Schatten des Krieges“. Nach einer ersten Preview im Mai, ergab sich im Rahmen der diesjährigen gamescom erneut die Möglichkeit, sich ein wenig intensiver mit dem Titel auseinanderzusetzen.

Zunächst wurde uns ein kurzes Gameplayvideo gezeigt, indem wir Talion und Celebrimbor auf ihrem Weg zu einem Vulkan begleiten, indem ein Hexer-Ork gerade dabei ist, einen mächtigen Balrog aus der Lava aufsteigen zu lassen. Es folgten wilde Kampfszenen, schöne Zwischensequenzen und flinke Kletterpartien. Leider schafft es Talion nicht, die Beschwörung zu verhindern, und so stehen wir einem mächtigen Feind gegenüber, den wir mit unserem Bogen oder auf dem Rücken eines Baumgeistes zurichten, bis unser Gegner die Flucht ergreift und uns versichert wird, dass dies nicht die letze Begegnung war.

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Im Anschluss daran durften wir selbst Hand an das Spiel legen. Zunächst wurden wir in die wesentlichen neuen Elemente eingeführt. So wurden unter anderem die Rollenspielanteile deutlich erweitert, indem wir nun unsere Fertigkeiten in einem wesentlich größeren Umfang an unsere Vorlieben anpassen können. So stehen uns pro Fertigkeit nun drei untergeordnete Erweiterungen zur Verfügung, bei denen wir uns für eine entscheiden müssen, wie etwa das verbesserte Festnageln mit einem Pfeil oder der Fähigkeit, Feinde beim Überspringen einzufrieren. Dadurch wird der Kampfstil mehr den eigenen Vorlieben angepasst und erlangt zudem mehr Dynamik und Abwechslung.

Darüber hinaus kann Talions Ausrüstung nun individuell ausgetauscht werden, um so sowohl seine Stats, als auch sein Aussehen zu verändern. Diese Gegenstände, wie einen neuen Umhang, Panzer oder sogar einen neuen Ring der Macht, erlangen wir meist durch das Besiegen von feindlichen Kommandeuren, die man auch schon aus den Vorgängern her kennt. Der Anreiz, sich immer wieder mit neuen Feinden anzulegen, ist hier also sehr hoch.

Nachdem wir uns gewappnet haben, starten wir in das Spiel. Bereits hier fällt auf, dass die Landschaften wirklich gut in Szene gesetzt sind. Genau so stellt man sich Mittelerde vor, das gerade von Sauron und seiner Armee angegriffen wird. Auch die einzelnen Charaktere und Tiere machen einen hervorragenden Eindruck.

Übernahme von Festungen als neuer Fokus

Wir starten unser Abenteuer mit der Übernahme einer Festung. Zunächst schauen wir uns in einem entsprechenden Menu, das man so auch schon aus Teil 1 kennt, die Verteidigung hinter den Mauern an. Anhand vorab gesammelter Informationen können wir unsere Feinde und ihre Schwächen studieren und unsere eigene vorab dominierte Armee anpassen, etwa durch mit Giftpfeilen bewaffnete Orks oder mit Geschützen beladenen Graugs, die den Mauern ordentlich zusetzen. Das ist auch notwendig, denn nur so fallen die Tore und wir kommen von Verteidigungslinie zu Linie voran. Auch wir unterstützen unsere Armee tatkräftig, zerstören die Geschütze von Graugs mit unseren Pfeilen, erledigen Orks und übernehmen die Kontrolle über feindliche Captains; vorausgesetzt, wir sind stark genug dazu! Denn im Vergleich zum Vorgänger haben Warner Bros. und Monolith dieses Feature etwas verändert, wodurch Feinde eventuell erst degradiert werden müssen, bevor wir sie unserer Armee hinzufügen können. Diese Mechanik ist sehr durchdacht und sorgt so für umfassendere Möglichkeiten, mit den Orks umzugehen. Sollten wir stark genug sein, dann können wir entscheiden, ob unsere neuen Kameraden sich zurückziehen oder uns direkt helfen sollen. So lassen sich möglicherweise gefallene Kumpane direkt ersetzen.

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Die Kämpfe unterscheiden sich bis auf einige neue Fertigkeiten kaum von dem, was man aus dem Vorgänger kennt. Und das ist auch gut so, denn sie sind gewohnt actionreich, bieten einiges an Herausforderung und können absolut überzeugen. Man sollte darüber hinaus diese Übernahmemissionen auf keinen Fall unterschätzen, denn je nach Vorarbeit warten, wie in unserem Fall, 7-8 verschiedene Bosse auf einmal auf uns. Zum Glück bleibt der Fortschritt erhalten, sollte man doch einmal scheitern.

Alles in allem macht die kleine Session in Mittelerde: Schatten des Krieges einen großen Spaß. Das Gameplay wurde um wesentliche Elemente ergänzt, die in Teil 1 gefehlt haben, und so nun den Spaß und die Abwechlung deutlich steigern. Hinzu kommen eine wirklich hervorragende grafische Präsentation, ein tolles Kampfsystem sowie das Nemesis-System, auf das man absolut gespannt sein darf.

Einschätzung: Sehr gut

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