Report: EA droht womöglich der Verlust der exklusiven Star Wars-Lizenz

Nach dem Debakel rund um ‚Star Wars: Battlefront II‘ droht Electronic Arts nun womöglich der Verlust der exklusiven Star Wars-Lizenz, wie man derzeit aus Insider-Kreisen hört. So finden angeblich bereits Gespräche zwischen Lizenzinhaber Disney und LucasFilm und Ubisoft sowie Activision statt, die sich wohl nicht lange darum bitten ließen.

Disney zeigt sich demnach äußerst unzufrieden mit den Spielen von EA, nachdem es schon am ersten Battlefront viel Kritik aufgrund der fehlenden Kampagne gab, während bei Teil 2 die Mikrotransaktionen für mächtig Wirbel sorgten. Die Loot Boxen darin rufen inzwischen immer mehr Regierungen auf den Plan, so etwas gänzlich in Videospielen verbieten zu wollen oder diese erst ab 21 Jahren zugänglich zu machen. Sowas ist natürlich äußert unattraktiv für einen Publisher und traf nun EA mit voller Härte.

Erwartungen an EA wurden wohl enttäuscht

Obwohl Disney ja gerne als Saubermann-Unternehmen in der Öffentlichkeit erscheinen möchte, treibt auch diese zumeist der reine Profit an, weshalb man sich damals bei der Lizenzvergabe an EA wandte und gehofft hat, möglichst viele Spiele in kurzer Zeit veröffentlichen zu können. Letztendlich hat man es aber nur auf zwei große Titel in fünf Jahren gebracht, während andere noch in der Entwicklungs-Pipeline festhängen. Das geht offenbar an den Erwartungen von Disney vorbei, sodass sich die weitere oder ausschließliche Zusammenarbeit mit EA für sie nicht wirklich auszahlt.

Aus diesem Grund soll man sich laut Cinelinx nun wohl schon nach neuen Partner umschauen, wobei Ubisoft und Activision hier zu engeren Auswahl gehören. Beide Publisher sind dafür bekannt, große Marken im jährlichen Rhythmus veröffentlichen zu können, was Disney angesichts ihrer Erwartungen sicher gelegen kommen dürfte.

Weder Disney, Ubisoft oder Activision haben sich bislang zu diesem Bericht geäußert, sodass man diese Meldung zunächst noch mit Vorsicht genießen muss. Zudem ist nicht ganz klar, ob EA die Lizenz komplett verlieren würde oder nur die Exklusivrechte daran, sodass auch andere Publisher die Chance erhalten.