Skull and Bones – Ein 120 Millionengrab, das nicht scheitern darf?

Die Entwicklung von Skull and Bones zieht sich nun schon mehrere Jahre hin und niemand weiß so recht, wo der Titel gerade steht. Inzwischen soll die Produktion mehrfach neu gestartet worden sein und so teuer, dass der Titel nicht mehr scheitern darf.

Ein aktueller Bericht von Kotaku spricht hier von einem 120 Millionengrab, das jeder andere Publisher längst eingestampft hätte. Diese Summe soll sich im Laufe der bereits zurückliegenden Entwicklungszeit von 8 Jahren angehäuft haben. Das größte Problem, das Skull and Bones haben soll, ist, dass es keine klare Vision für das Spiel gibt, wie anonyme Entwickler berichten.

Ursprünglich sollte Skull and Bones ein Spin-off im MMO-Stil werden, das allerdings schon während der Vorproduktion ständig geändert wurde. Zunächst strebte man wohl die Karibik als Setting an, dann den Indischen Ozean und anschließend sogar eine fiktive Welt namens Hyperborea mit verzweigten Multiplayer-Kampagnen. Letztendlich entschied man sich für Naval-Battles als Fokus, allerdings war die Entwicklung da schon so katastrophal, dass man intern eine finanzielle Abschreibung vorgenommen hat.

Ein ehemaliger Entwickler sagt hierzu:

„Niemand will zugeben, dass er es vermasselt hat. Es ist zu groß, um zu scheitern, genau wie die Banken in den USA. Wenn Skull an Bones bei einem Konkurrenten entstehen würde, wäre es bereits 10 Mal eingestampft worden. Die Gründe für die schwierige Entwicklung sind das Fehlen einer klaren Vision, ein toxisches Management (zu viele Manager, die um die Macht wetteifern), ständige Neustarts und so weiter.

Ein weiterer Entwickler, der wohl noch an dem Projekt beteiligt ist, ergänzt, dass sich Skull and Bones noch immer weiterentwickelt, aber noch nicht das Spiel sei, welches man von Ubisoft erwartet. Hinzu kommen interne Unstimmigkeiten, was allerdings noch als „Untertreibung“ bezeichnet wird, sowie sollen zahlreiche Entwickler bereits von Bord gegangen sein, da sie für Skull and Bones kein Ziel sehen.

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Ubisoft dennoch optimistisch

Ubisoft selbst entgegnete dem Bericht deutlich optimistischer und sagt:

„Das Team von Skull and Bones ist stolz auf die Arbeit, die es seit seinem letzten Update an dem Projekt geleistet hat. Da die Produktion gerade die Alpha durchlaufen hat, freut man sich, weitere Details mitzuteilen, wenn die Zeit reif ist . Abgesehen davon wirken unbegründete Spekulationen über das Spiel oder die getroffenen Entscheidungen nur dazu, das Team zu demoralisieren, das sehr hart daran arbeitet, ein ehrgeiziges neues Franchise zu entwickeln, das den Erwartungen unserer Spieler gerecht wird.“

Nach offiziellen Aussagen soll Skull and Bones im Geschäftsjahr 2023 erscheinen.

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