Sony erklärt das Wegbleiben von der E3

In jüngster Zeit wurde viel darüber spekuliert, warum Sony ausgerechnet dem größten Branchenevent, der E3 in Los Angeles, in diesem Jahr fernbleibt. Oft kam man zu der Vermutung, dass dies mit der potenziellen und baldigen Ankündigung der PS5 zu tun haben könnte, was jedoch nicht zwingend der Fall ist.

Um weiteren Spekulationen entgegenzuwirken, hat sich jetzt noch einmal Sony Worldwide Studios Boss Shawn Layden dazu geäußert und untermauert, dass das Event nicht mehr Zeitgemäß genug für Sony sei und man andere Wege einschlägt, um PlayStation und ihre Produkte vorzustellen.

Die größte Problematik, die Sony an der E3 sieht, ist, dass das Event einst nur dafür da war, um wirklich Fachleute der Branche zu treffen – Händler, Journalisten & Co. Inzwischen wandelt sich die E3 allerdings immer mehr zu einer Publikumsmesse, ähnlich der gamescom, weshalb man hier nun umdenkt und eigene Events nach eigenen Vorstellungen veranstaltet.

„Jetzt im Februar gibt es eine Veranstaltung mit dem Namen Destination PlayStation, bei der alle Einzelhändler und Drittpartner die Geschichten des Jahres hören. Sie führen Kaufgespräche im Februar. Der Juni ist zu spät, um eine Gespräche mit Einzelhändlern über Weihnachten zu führen. Der Einzelhandel ist wirklich zurückgegangen. Und Journalisten heute, mit dem Internet und der Tatsache, dass es 24/7 Spielnachrichten gibt, hat seinen Einfluss verloren. Die Messe wurde also zu einer Messe ohne viel Handel. Die Welt hat sich verändert, aber die E3 hat sich diesem Wandel nicht angepasst.“

Wie Sony ihre Spiele zukünftig dem Endkunden auf einer großen Bühne präsentieren möchte, bleibt erst einmal abzuwarten. Man kann nur hoffen, dass man die Situation nicht komplett falsch einschätzt, gerade nachdem Microsoft eine große Show für die E3 angekündigt hat.

Aber auch ohne Sony werden viele Publisher auf der E3 vertreten sein, die ihre Spiele natürlich auch für PlayStation ankündigen werden.

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