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TEST: Kingston HyperX Cloud Headset – Der günstige Headset König

Viele Gaming Headsets versprechen tollen Sound, wollen dafür jedoch von euch das ihr dafür tief in eure Taschen greift. Was besagt Headsets dann abliefern, ist jedoch meistens ernüchternd. Nach dem Motto “Es ist kein Gaming Headset, wenn es nicht richtig knallt“ wird der Bass in die Höhe getrieben. Obendrein kann man man bei vielen hochpreisigen Headsets noch einen Gaming-Modus einschalten, der die Höhen anhebt und ein 5.1 bzw. 7.1 Signal aufgreift, es decodiert und dann über zwei Lautsprecher wiedergibt.

Man braucht keinen Abschluss als Tontechniker um zu wissen, dass dieser Schnickschnack das Tonbild verfälscht und eher kontraproduktiv ist. Das es auch anders geht, zeigt das Kingston HyperX Cloud Gaming Headset. Ein Headsets das trotz seines günstigen Preises Konkurrenten die zwei bis dreimal soviel Geld vom Kunden verlangen blass aussehen lässt

Lieferumfang

kingston hyperx cloud headset lieferumfangGeliefert wird das HyperX Headset in einer großen, sehr stabilen und unaufdringlich schwarzen Pappbox. Einmal geöffnet erwartet euch auf der Innenseite des Deckels ein Dankesschreiben von Kingston ”Ihr gehört nun offizielle zur HyperX Familie, freut euch auf Spielstunden voller Komfort”. Neben dem Headset ist eine menge nützliches Zubehör im Lieferumfang enthalten. In der Box findet ihr z.B. eine Audio Breakout-Box, mit der ihr die Lautstärke regulieren könnt und auch einen Y-Adapter (2×2 Pol auf 4 Pol), der PS4 und PS Vita Kompatibilität gewährleistet.

Hier der gesamte Lieferumfang im Detail:

  • Mikrofon
  • Tragetasche
  • 2 Meter Verlängerungskabel
  • Audiobreakout Box (zum lauter und leiser stellen + Mikrofon Stummschalter)
  • Y Adapter für Mobilgeräte (z. B. geeignet für PlayStation 4, PS Vita & iPhone)
  • Echtleder- und Velourohrpolster
  • Flugzeugadapter

Technische Daten:

  • Geschlossenes Design
  • Ohrumschließend
  • Komplett aus Aluminium
  • Kabellänge: 1 Meter
  • Dynamische 53 mm Treiber
  • Frequenzbereich: 15-25000 Hz
  • Impedanz: 60 Ohm
  • Gewicht: 350 g (inkl. Mikrofon & Kabel)

Eine komplette Liste mit allen technischen Daten findet ihr hier.

Verarbeitung

kingston hyperx cloud headsetSchnell wird klar das sich Kingston bei der Verarbeitung des Headsets nicht ausgeruht hat. Das Headset ist komplett aus Aluminium, was zum geringen Gewicht, hohen Tragekomfort und Stabilität beiträgt. Das Design des Headsets wird dabei durch Kunststoff abgerundet, der z. B. die Ohrmuscheln einrahmt. Lobenswert ist, dass es sich hierbei um qualitativ sehr hochwertigen Kunststoff handelt, der sich angenehm anfühlt und einen sehr (wirklich sehr) stabilen Eindruck hinterlässt. Wer Angst vor Kabelbruch der kann erleichtert aufatmen. Ein Textilmantell schützt das Kabel vor ungewollten Knicks.

Was Kingston in Sachen Verarbeitung abgeliefert hat, kann sich wirklich sehen lassen. Das HyperX Cloud ist qualitativ absolut gelungen, besonders wenn man den Preis von gerade mal  90€ berücksichtigt. Hier können sich etwaige Konkurrenten die ein oder andere Scheibe abschneiden.

Sound

Mit einem Frequenzbereich von 15 bis 25000 Hz ist das Hörspektrum des HyperX Cloud bei Weitem dynamischer als das vieler anderer Gaming Headsets, die sich mit 20 bis 20000 Hz zufriedengeben. Das HyperX Cloud überzeugt mit einem ausgewogenen Klangbild, das, im Gegensatz zu vielen anderen Headsets, nicht auf überzogenen Bass setzt, stattdessen bekommt man einen ausgewogenen Bass mit gute Mitten und Höhen geboten. Klanglich könnte man fast meinen man hat sich bei Kingston an Studio Headsets ( Professionellen Headsets, die Ton unverfälscht darstellen sollen) orientiert und dann der Soundkurve etwas mehr Pepp für Spiele verpasst.

Überraschend gut, für ein geschlossenes Headset, war auch die Soundstage des HyperX Cloud. Ein Merkmal, das man eigentlich offenen Hörmuscheln zuschreibt. Offenen Kopfhörer sind jedoch sehr viel kostspieliger und nicht auf Spiele ausgelegt, kommen daher meistens ohne Mikrofon und beschallen den gesamten Raum. Das HyperX Cloud schafft es hier einen gekonnten Kompromiss einzugehen. Durch das geschlossene Design werden Mitmenschen nicht belästigt, unerwünschte Soundquellen von Außen werden geblockt und dennoch ist es möglich Gegner in Multiplayerspielen, anhand der Soundkulisse, mit Leichtigkeit aufzuspüren.

Das das Soundbild so ausgewogen ist macht Sinn, denn das HyperX Cloud wird in Zusammenarbeit mit QPAD produziert, die wiederum auf Beyerdynamic Technik setzen.

Mikrofon

Das Mikrofon des HyperX Cloud ist der einzige “Schwachpunkt” des Headsets. Ich habe während des Test viele Spiele mit Freunden gespielt und zu keiner Zeit beschwerte sich jemand übe die  Soundqualität des Mikrofons. Schaut man sich Videoaufnahmen mit Kommentar an, kann man sich auch nicht wirklich beklagen.

Die Stimme ist alles in allem klar, es fehlt ihr jedoch etwas an Volumen. Wer streamen oder Let’s Plays aufnehmen möchte kann dies mit dem HyperX Cloud problemlos tun. Für eine herausragende stimmliche Qualität ist jedoch etwas Nachbearbeitung notwendig.

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