Übernahmen und Fusionen in der Games-Industrie werden weiter zunehmen

By Mark Tomson Add a Comment
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Die Übernahme von Activision / Blizzard wird nicht das Ende an Fusionen in der Games-Industrie gewesen ein. Ganz im Gegenteil rechnet man mit einer weiteren Zunahme dieser, wobei große Unternehmen wie Sony, Take-Two & Co. eine Rolle dabei spielen.

Darauf verweist Michael Metzger (via Axios), ein Partner bei der Investment-Bank Drake Star, der täglich mit Akquisitionen zu tun hat. Hier sei ein regelrechter Wettbewerb entbrannt, jedoch nicht aus der zwingenden Notwendigkeit heraus, sondern um bestimmte Ziele nicht an den Konkurrenten zu verlieren.

Alleine zwischen Juli und September in diesem Jahr wurden 33 Fusionen im Wert von 5 Milliarden Dollar geschlossen, die nicht so sehr in der Öffentlichkeit standen. Dies war aus Sicht der Zahlen zwar ein Zweijahrestief, während der Dealwert hingegen die vorherigen Quartale übertroffen hat. Zudem verzeichnet man einen Zuwachs von Privatinvestitionen in Höhe von fast 1 Milliarde US-Dollar für das Quartal, die vor allem in PC-, Konsolen- oder Blockchain-Unternehmen flossen.

Sony, Tencent & Take-Two auf Einkaufstour

Was die kommenden Monate angeht, geht man davon aus, dass Tencent, Sony, Take-Two und Savvy/Scopely im Jahr 2024 die aktivsten Käufer sein werden, während die Embracer Group voraussichtlich weitere Studios veräußern wird. Unternehmen wie Nintendo, EA oder Nexon, verfügen über Bargeld und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar und schaffen damit das Potenzial für weitere Fusionen und Übernahmen.

„Obwohl es stimmt, dass es für Gründer im Vergleich zu 2021 schwieriger ist, eine Frühphasenfinanzierung aufzubringen, und sogar noch schwieriger, eine Wachstums-/Spätphasenfinanzierung aufzubringen, stimmt es auch, dass wir noch nie mehr auf Spiele ausgerichtete VC-Fonds hatten als jetzt.“

Insgesamt seien die Bewertungen für Unternehmen sogar gesunken, was es derzeit umso attraktiver macht, genau jetzt in die zukünftigen Unicorns zu investieren, kommentiert man abschließend.

Auf wen es Sony als Nächstes abgesehen hat, ist derzeit unklar. Hier gehen meist langjährige Partnerschaften voraus, bevor man sich für eine Übernahme entscheidet. Diese Entwicklung sieht man allerdings auch kritisch, wie in dieser Woche der ehemalige PlayStation Boss Shawn Layden anmerkt. Dieser befürchtet, dass damit jedes Mal ein Stück Kreativität verloren geht.

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