Vorschau: Expeditions – A MudRunner Game

Mit viel Geduld scheint Expeditions - A MudRunner Game ein unterhaltsames Spiel zu werden. Wir haben uns den Offroad-Titel vorab angeschaut.

By Mark Tomson Add a Comment
6 Min Read

Nach zwei erfolgreichen Mudrunner-Spielen ändert Entwickler Saber Interactive für „Expeditions – A MudRunner Game“ die Formel für ihre Simulation. Statt Liefermissionen geht es nun auf Expedition, die einen durch den Wald und in die Wüste schicken. Ob das jetzt besser ist und wo die Schwächen von „Expeditions: A MudRunner Game“ liegen, erfahrt ihr in unserer Release-Preview.

Zugegeben, unter Expeditionen habe ich mir ein größeres Spiel als zuletzt „Snowrunner“ vorgestellt. Stattdessen wirkt alles recht ähnlich, wird dafür um teils wilde Storys erweitert. Als Inspiration diente anscheinend die Overpass-Serie, die auf einer ganzen Motorsport-Disziplin basiert. Das erfordert allerdings deutlich mehr Geduld, die mir oftmals schneller ausging als das Benzin.

Du gegen die Natur

Die Grundlagen in „Expeditions: A MudRunner Game“ sind immer noch dieselben. Mit Scouts und Trucks wird man querfeldein durch anspruchsvolle Gelände geschickt, um andere Trucks abzuschleppen, Bodenproben zu nehmen, oder vermisste Flugschreiber ausfindig machen und einzusammeln. Jede der knapp 80 Expeditionen hat ihre eigene kleine Geschichte und ist meist unabhängig voneinander. Hier ist mal ein Flugzeug abgestürzt, woanders müssen Wetterstationen errichtet werden. Sogar streng geheime Regierungsaufträge sind möglich.

Expeditionen fallen kürzer aus als erwartet
Expeditionen fallen kürzer aus als erwartet

Bevor man diese angeht, muss der richtige Truck oder Scout ausgewählt, mitunter auch ein Spezialist je nach Aufgabe und entsprechendes Equipment mitgenommen werden. Hat man alles zusammen, geht es auf Expedition. Dazu wird man grob durch das Gelände geleitet, kann eine Drohne nutzen, um sich ein Bild von oben zu machen oder erkundet das Gebiet auf eigene Faust. Das ist oftmals schwieriger, als es scheint, denn die Level wurden so entworfen, um es euch so richtig schwer zu machen. Da wird ein kleiner Stein zur unüberwindbaren Mauer und ein Riss im Weg zur „Todesfalle“. Saber Interactive hat sich wirklich viel Mühe gegeben, damit man sich mit den ganzen Eigenheiten des Geländes und seines Fahrzeugs auseinandersetzen MUSS!

Der Spaß liegt in der Geduld

Und in diesen liegt der eigentliche Spaß von „Expeditions: A MudRunner Game„, in dem man sich nicht vom Gelände bezwingen lässt und die zahlreichen Tools möglichst effektiv einsetzt und viel herumprobiert. Das fängt bei den Fahrzeugen an, die sich von Reifendruck, über den Zwei- und Allrad-Antrieb, bis hin zum Differenzial anpassen lassen. Das hilft oftmals schon, um irgendwie durch das Gelände zu kommen. Und ist der Weg doch mal komplizierter versperrt, das eigene Vehikel umgekippt oder man ist im Matsch versunken, hilft meist die Seilwinde, um sich aus der unglücklichen Situation zu befreien.

Mit schwerem Gerät durch unwegsames Gelände
Mit schwerem Gerät durch unwegsames Gelände

Was aus Sicht des Gameplay ziemlich interessant klingt, erfordert vor allem viel Geduld, was möglicherweise nicht jedem liegen wird. In den vorherigen Mudrunner-Spielen konnte man oft auf Straßen entlangfahren, was für eine gewisse Dynamik und Tempo sorgte. In „Expeditions: A MudRunner Game“ wird diese Dynamik extrem heruntergeschraubt, da man sich größtenteils nur in unwegsamen Gelände bewegt. Das sollte man berücksichtigen, bevor man sich daraug einlässt. Dafür ist das nun auch im Koop-Modus möglich, der zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht zur Verfügung stand.

Grafisch ist „Expeditions: A MudRunner Game“ durchaus ansprechend, setzt auf viele und schöne Details bei den Fahrzeugen und Objekten in der Umgebung, was das Erkunden immer wieder lohnenswert macht. Große Abwechslung gibt es mit derzeit zwei Gebieten aber nur bedingt, auch wenn man sich dafür schon Sehenswürdigkeiten wie den Grand Canyon ausgesucht hat. Mehr wie ein Wald- und felsiges Wüstengebiet gibt es derzeit nicht, die aber in den kommenden Seasons erweitert werden. Außerdem gab es derzeit vor allem Probleme beim Textur-Streaming, die insbesondere bei Landschaften zu langsam geladen werden. Das dürfte bis zum Release am 05. März behoben sein.

Umgebungen laden zum Erkunden ein
Umgebungen laden zum Erkunden ein

Ersteindruck

„Expeditions: A MudRunner Game“ war jetzt doch ein etwas anderes Spiel, als ich mir zunächst vorgestellt hatte. Die Expeditionen sind recht überschaubar und werden durch individuelle Storys erzählt. Riesige Karten und „stundenlange“ Ausflüge bekommt man möglicherweise nicht, allerdings habe ich nur rund ein Viertel der Expeditionen gespielt. Dafür lässt sich die eigentliche Aufgabe durch zusätzliche Missionen ergänzen, die zufällig im Gelände zu finden sind. In erster Linie muss man sehr viel Geduld für „Expeditions: A MudRunner Game“ mitbringen, denn nur mit dieser lassen sich die vielfältigen Details im Gameplay auch wirklich genießen. Andernfalls möchte man freiwillig im Matsch versinken und dort einfach sitzen bleiben.

Expeditions: A MudRunner Game (PS5)

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