VPN fürs Gaming – Was bringt das? Ein kurzer Überblick!

Eine VPN-Verbindung verwenden viele, um ihre Privatsphäre zu schützen und die Sicherheit der persönlichen Daten sicherzustellen. Doch VPN kann in Wirklichkeit noch viel mehr. Das Virtual Private Network (VPN) verbessert das Spielerlebnis beim Online-Gaming erheblich. Es gibt noch weitere Gründe, warum Online-Spielen mit VPN wesentlich unterhaltsamer ist als ohne. 

Zunächst waren Virtuelle Private Netzwerke nur für Unternehmen, öffentliche Ämter oder das Militär gedacht. Ziel war es, wichtige Informationen oder Dokumente vor unerlaubtem Zugriff zu schützen. Doch die positiven Auswirkungen dieser Verbindungsart haben dazu geführt, dass sie auch in Privathaushalten zum Einsatz kommen, beispielsweise beim Surfen im Internet, im E-Mail-Verkehr und auch beim Gaming.

Keine Bandbreitendrosselung

Manche ISP (Internetdienstanbieter, Internet Service Provider) drosseln gelegentlich die verfügbare Bandbreite und begrenzen die Internetgeschwindigkeit. Damit wollen sie sicherstellen, dass ihre Dienste gut laufen und es nicht zu Netzwerkstaus kommt, weil verschiedene Nutzer ein hohes Datenvolumen verbrauchen. Wem ist das noch nicht passiert? Beim Online-Gaming verlangsamt sich die Geschwindigkeit zusehends und am Ende ist es kaum noch möglich, das Online-Gaming fortzusetzen, denn mit der vorhandenen Geschwindigkeit macht es überhaupt keinen Spaß mehr. 

Kunden, die feststellen möchten, welche Geschwindigkeit tatsächlich bei ihnen ankommt, können dies über die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur herausfinden. Zu einer Bandbreitendrosselung kommt es vor allem an den Wochenenden. Die Provider überwachen genau, was die Nutzer online tun und begrenzen die Bandbreite. Mit einer VPN-Verbindung können Gamer sicherstellen, dass ihr Anschluss nicht davon betroffen ist. Denn der Online-Datenverkehr ist damit verschlüsselt und der ISP kann nicht wissen, wie viel Datenverkehr von diesem Anschluss ausgeht. 

Das Spielen gesperrter Spiele

In vielen Ländern gibt es Verbotslisten, auf denen verschiedene Videospiele landen, weil die Regierung Gründe sieht, ein Spiel zu verbieten. In Australien beispielsweise ist diese Liste sehr lang. Wer dennoch diese Spiele spielen möchte, kann sich mit einer VPN-Verbindung behelfen. Die verschiedenen Anbieter verfügen über einen großen Compound von Servern, die sich auf der ganzen Welt verteilen. Je nachdem über welchen Server sich die Spieler einloggen, ist eine andere IP-Adresse aus einem anderen Land oder von einem anderen Kontinent möglich. Auf diese Weise ist es möglich, der Zensur zu entgehen und die Spiele dennoch zu spielen.

Multiplayer-Spiele machen mehr Spaß

Multiplayer-Spiele, wie beispielsweise Call of Duty Warzone oder Fortnite, machen sehr viel Spaß, weil es damit möglich ist, sich mit Freunden und Mitspielern auf der ganzen Welt zu verbinden. Geo-Blockaden verhindern manchmal, dass Mitspieler aus einer bestimmten Region dabei sein können. Das passiert beispielsweise, wenn ein Titel noch nicht überall eingeführt ist oder das Multiplayer-Spiel auf dem Server des Anbieters nach Sprachen gruppiert ist. Auch bei PS4-Spielen ist es so, dass die Region, in der das Spiel erworben wurde und die Region, die dem Spielerkonto zugeordnet ist, identisch sein müssen. 

Eine VPN-Verbindung umgeht dieses Problem, denn es verbirgt die echte IP-Adresse und ersetzt sie durch eine IP-Adresse einer anderen Region. Dadurch können Spieler eine Verbindung in der gewünschten Region herstellen, ohne tatsächlich dort zu sein.

Spiele früher spielen

Wenn neue Spiele auf den Markt kommen, dauert der Release in manchen Regionen länger als in anderen, bis der Spielspaß beginnen kann. Die Warterei kann sehr frustrierend sein. Ein VPN verbirgt die echte geografische Position. Damit ist es möglich, das gewünschte Spiel in einem Land zu kaufen, in dem es bereits veröffentlicht wurde. Dazu muss nur die Verbindung über einen VPN-Server in diesem Land hergestellt werden. Schon können Spieler einen Onlineshop besuchen, der das Spiel bereits vorrätig hat.

IP-Sperren funktionieren nicht mehr

Manchmal kommt es vor, dass ein Spieler einen Lauf in einem Online-Match hat. Doch plötzlich wird einer der Admins wütend und am Ende sperrt dieser den Spieler. Bei den meisten Spielen funktioniert eine solche Sperre über eine IP-Sperre auf dem Gaming-Server. Der Spieler kann sich dann nicht mehr einwählen. Wenn diese Sperre von Dauer ist, ist das sehr ärgerlich. Um hier mit dem Spielen fortzufahren, können die betroffenen Spieler sich einfach mit einer anderen IP-Adresse einwählen und der Spielspaß kann weitergehen.

Reduzierte Ping-Zeiten

Bei einer guten Internetgeschwindigkeit kommt es nicht nur auf eine schnelle Up- und Download-Geschwindigkeit an. Auch der Ping muss niedrig sein. Ping ist die Zeit, die notwendig ist, um Daten zwischen einem Server und einem Gerät zu senden und zu empfangen. Die Ping-Zeit ist häufig ein Problem, weil sich der Server an einem geografisch weit entfernten Standort befindet. Wenn der Gaming-Server beispielsweise in den USA steht und der aktuelle Standort in Europa ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Ping-Zeit hoch ist. Das führt zu sehr störenden Verzögerungen. Ein VPN kann dieses Problem schnell und einfach lösen, indem der Spieler einen VPN-Server in dem Land auswählt, in dem auch der Gaming-Server ist. Auf diese Weise sorgen niedrige Ping-Zeiten für mehr Spielspaß.

Gibt es auch negative Auswirkungen auf das Gaming-Erlebnis?

Wenn die VPN-Verbindung sehr stark verschlüsselt ist, kann es vorkommen, dass sich die Verbindungsgeschwindigkeit verringert. Das gilt insbesondere, wenn das TCP (Transmission Control Protocol), dabei handelt es sich um eine Gruppe von Netzwerkprotokollen, zum Einsatz kommt. Schnellere Protokolle sind:

  • L2TP/IPsec
  • PPTP
  • SoftEther
  • IKEv2/IPsec

Diese Protokolle sind recht schnell sind und deshalb eine gute Wahl.