VRR auf PS5 ist eine gute Ergänzung, auf Xbox Series aber besser umgesetzt

Seit gut einer Woche ist nun das VRR-Feature für PlayStation 5 verfügbar, das im allgemeinen eine Verbesserung darstellt, wenn man ein entsprechendes TV-Gerät nutzt. Dass hier allerdings noch Luft nach oben ist, zeigen erste ausführliche Tests und vor allem Vergleiche mit VRR auf der Xbox Series X, die das Feature bereits seit dem Launch unterstützt.

Unter anderem hat sich Digital Foundry dem VRR auf der PS5 angenommen, die hier zu dem Schluss kommen, dass es auf das Spiel und dessen Umsetzung ankommt. Am meisten profitieren von VRR die Spiele, die auf 60fps abzielen, diese ohne VRR aber nicht erreichen. In dem Fall macht das VRR-Feature genau das, was es soll – die Spiele flüssiger und stabiler präsentieren. Die zweite Art von Spielen sind die, die auf 60fps festgelegt sind, aber Luft auch noch nach oben bieten. Auch hier sorgt VRR dafür, dass man eine angenehm flüssige Erfahrung hat und nicht unter die 60fps fällt.

Es kommt letztendlich also auf die Implementierung durch die Entwickler an und welche Basis sie dafür verwenden. Nachteilig ist der Punkt, dass es nicht Out-of-the-Box bei allen Spielen pauschal funktioniert, auch wenn Sony eine entsprechende Option dafür bereitstellt. Hier wird also die Zukunft zeigen, welche Fortschritte die Entwicklung mit VRR erzielt, vorausgesetzt, man hat einen entsprechenden Bildschirm, um VRR überhaupt nutzen zu können.

VRR auf Xbox Series besser umgesetzt

Etwas kritischer sieht es Techradar, die in VRR auf der PS5 ebenfalls eine gute Ergänzung sehen, allerdings mit einigen Kompromissen, die man dafür eingehen muss, wenn man es mit dem VRR-Feature der Xbox Series vergleicht.

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So sind PS4 Spiele hier generell ausgeschlossen, ebenso hat die Xbox den Vorteil, dass diese auch auf das weiter verbreitete AMD FreeSync setzt und somit mehr Bildschirme unterstützt werden. Warum Sony nicht ebenfalls FreeSync anbietet, das als offener Standard konzipiert ist, ist genauso fraglich, warum es noch immer keine 1440p Option gibt. Problematisch auf der PS5 ist laut Techradar auch, dass VRR nur in einem Bereich zwischen 48hz und 120hz arbeitet, was bedeutet, wenn ein Spiel mit VRR auf unter 48fps sinkt, es trotzdem zu rucklern etc. kommt. AMDs FreeSync deckt hingegen einen Bereich von 20 bis 120hz ab, was dann auch für viele PS4 Spiele möglich wäre.

Ebenfalls negativ auf der PS5 angesehen wird, dass Sony die Chroma-Auflösung des Bildschirms auf YCbCr 4:2:2 senkt, sobald Spiele mit 4K/120Hz laufen. Dies kann unter den falschen Einstellungen zu verfälschten Schwarzwerten führen, wie bereits zuvor angemerkt. Das hat sich auch mit VRR nicht gebessert, ebenso, dass Sony einen hier im Game Mode festnagelt und man sich entweder für VRR oder individuelle Bildeinstellungen entscheiden muss. Beides zusammen funktioniert leider nicht.

Abschließend also ein solider Start von VRR, der verbesserungswürdig ist, aber immerhin hat man es einen Schritt weiter mit der PS5 geschafft.

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