Vorschau: The Last of Us – Brutales & spannendes Survival-Erlebnis

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Mit „The Last of Us“ steht uns im Juni wohl eines der letzten großen Exklusivspiele dieser Generation ins Haus, das vom mehrfach ausgezeichneten Studio Naughty Dog entwickelt wird. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an das Spiel, welches wir uns vorab schon einmal für euch angeschaut haben.

Uns stand ein Abschnitt im verregneten Boston bevor, das nach der tödlichen Pilzinfektion zur Quarantänezone erklärt wurde. Gerade erst sind wir auf die beiden anderen Protagonisten, die junge Ellie und die taffe Tess gestoßen, die sicher aus dieser Zone herausgebracht werden sollen. Da der Ausbruch der Infektion schon einige Jahre zurück liegt, findet sich die Stadt Boston bereits halb im Zerfall; überall liegen Trümmerteile und Autowracks herum und es herrscht eine Totenstille.

Schon auf den ersten Meter fallen Gameplay-seitig einige Unterschiede zu „Uncharted“ auf, zu dem man viele Parallelen in „The Last of Us“ vermutet. Diese bleiben zwar nicht ganz aus, dennoch spielt sich „The Last of Us“ etwas anders. Unser Held Joel kann zum Beispiel keine drei Meter hohen Wände hinaufspringen und ist hin und wieder auf fremde Hilfe angewiesen, um Hindernisse zu überwinden. Allgemein fallen sämtliche Bewegungen etwas schwerfälliger aus, wurden in vielerlei Hinsicht aber auch vereinfacht. So geht Joel zum Beispiel automatisch in Deckung, wenn er sich einem Objekt nähert oder man kann sich komplett geduckt und somit schleichend fortbewegen.

Ein weiterer Punkt, der von Anfang an eine wichtige Rolle spielt, ist das Ressourcenmanagement. Schnell wird klar, dass man alles einsammeln sollte, worüber ihr stolpert. Wer weiß, wofür man es noch gebrauchen kann. Eine Waffe ist zwar sehr nützlich, aber mit nur vier Schuss Munition steht man auch ganz schnell völlig wehrlos da. Zudem lassen sich viele Objekte kombinieren und dank des Crafting-Systems aufwerten oder andere Dinge daraus herstellen. Aus Bandagen und Alkohol wird zum Beispiel Medizin. Aus einer leeren Flasche und Alkohol lässt sich ein nützlicher Molotowcocktail bauen. Waffen nutzen sich zudem während ihrer Verwendung ab, so dass diese nicht unendlich zur Verfügung stehen. Vier Mal mit einem Messer auf den Gegner eingestochen und es ist danach wertlos. Man ist stetig dabei zu schauen, was bringt mir den größten Vorteil auf den nächsten Schritten und was ist im Moment eher nutzlos. Diese Ressourcenknappheit, die stetig herrscht, lässt wahres Survival-Feeling aufkommen; immer die Angst im Hinterkopf, der nächste Gegner könnte euch überlegen sein.

Unser Weg führte uns durch die zerfallenden Ruinen einst beeindruckender Wolkenkratzer von Boston. Ein dunkler und zerstörter U-Bahn Komplex liegt vor uns und ein unbehagliches Gefühl kommt in einem auf, während vor euch mehrere sogenannte ‚Runner‘ und ‚Clicker‘ durch den Raum streifen; die höchste und gefährlichste Stufe der Infektion. Clicker können einen zwar nicht sehen, verfügen aber über eine ausgezeichnete Echoortung, um sich zu orientieren. Dafür nutzen sie ein markdurchdringendes und schauriges Click-Geräusch, bei dem man am liebsten nur wegrennen möchte.

Jedes kleinste Geräusch lockt den Clicker an, so dass wir nun überlegen müssen, greifen wir ihn direkt an, überraschen ihn mit einem Kill von hinten oder locken ihn weg und umgehen ihn, indem wir zum Beispiel eine leere Flasche irgendwo hinwerfen. Oft hat man die Option, den Abschnitt auf unterschiedliche Weise zu meistern, wobei das Umgehen der Gegner nicht selten die bessere Idee ist. Wird man erst einmal angegriffen, sind die Überlebenschancen beim Clicker gen null, da auch das Weglaufen wenig hilft oder man so eher in Panik verfällt, dass man im ungünstigsten Fall anderen Gegnern in die Arme läuft. Hat sich erst einmal eine ganze Gruppe vor euch zusammengerottet, muss man zusätzlich überlegen, wie gehe ich jetzt vor? Töte ich erst die starken Clicker oder separiere ich die Gruppe und nehme mir zunächst die Schwachen Gegner vor, die sich auch leicht in einem Faustkampf bewältigen lassen?

Die Infizierten bewegen sich zudem frei im Areal und laufen auch nicht immer den gleichen Weg ab, so dass selbst ein Anschleichen von hinten mit einem Sofortkill noch in der letzten Sekunde scheitern kann. Verursacht man dabei zu viel Lärm, fallen direkt noch mehr Gegner über einen her. Glücklicherweise waren die Checkpoints hier recht fair gesetzt und man muss meist nur den aktuellen Abschnitt wiederholen.

Ganz hilflos ist man im Falle eines Angriffes dennoch nicht. Geratet ihr in eine Konfrontation, helfen häufig auch Ellie und Tess aus, die versuchen euren Gegner zu attackieren oder abzulenken, obwohl man sich ab und zu gewünscht hätte, sie würden sich damit noch etwas länger zurückhalten. Ohne Vorwarnung fallen plötzlich Schüsse und man befindet sich in einer chaotischen Auseinandersetzung. Trotz Unterstützung der Beiden endete dies nicht immer gut für uns.

Bislang konnten wir nur einen sehr kleinen Abschnitt von „The Last of Us“ spielen, der jedoch schon deutlich zeigte, in welche Richtung Naughty Dog mit dem Spiel geht. Es ist kein Shooter, aber auch kein Uncharted. Der Fokus zielt vorrangig auf den Surival-Aspekt ab, ähnlich wie man es aus „I am Alive“ her kennt. Auch wenn das Level-Design recht linear verläuft, muss man ständig Abseits des Weges nach weiteren Ressourcen suchen, diese gut verwalten und sinnvoll einsetzen. Eine Waffe ist daher nicht immer die erste und beste Wahl, da laute Geräusche wie ein Schuss meist nur noch mehr Gegner anlocken. Und diese haben es wirklich in sich! Insbesondere die Clicker, die gefährlichste und „hässlichste“ Form der Infektion, ist gnadenlos mit euch, so dass eine direkte Konfrontation meist tödlich endet. Dementsprechend fällt auch der Schwierigkeitsgrad zunächst etwas höher aus und man lernt erst mit der Zeit, die Gegner richtig einzuschätzen, deren Verhalten zu analysieren und somit sicher durch die Zone zu kommen.

Optisch wirkt „The Last of Us“ etwas authentischer als „Uncharted“, da die Umgebungen nicht ganz so farbenfroh ausfallen. Beim Charakterdesign waren weitere Fortschritte sichtbar und die Gegner sehen diesmal wirklich fies aus. Insbesondere, wenn das Endstadium der Infektion erreicht ist, bei dem sich der Wirt zum Sterben zurückzieht, aber der Pilz in ihm weiter lebt und bereits auf die Umgebung übergeht und die Wände hinaufwächst, weckt dies die schlimmsten Vorstellungen in einem. Auch der dynamische Übergang zwischen Gameplay und den Zwischensequenzen sorgt wieder für eine tolle Spieldynamik.

„The Last of Us“ ist definitiv eines der großen Highlights in diesem Jahr, das nicht nur eine interessante Thematik aufgreift, die auf „wahren“ Begebenheiten basiert, sondern auch mit den gewohnt hohen Standards und der Erfahrung von Naughty Dog zu beeindrucken weiß. Ein echtes Surival-Erlebnis mit einem gewissen Horror-Faktor.

The Last of Us erscheint am 14. Juni 2013.

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1 Comment

  1. Coole Zusammenfassung, bekommt man gleich Lust es selbst zu spielen.

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