Activision CEO Bobby Kotick wird nach internen Skandalen nicht zurücktreten

Trotz Protesten der eigenen Mitarbeiter und dessen Rücktrittsforderungen gegenüber der Führungsetage bei Activision, möchte der aktuelle CEO Bobby Kotick nicht von seiner Position zurückgetreten und bezeichnet diese Gerüchte als „Bullshit„.

Dem voraus gehen seit Wochen Anschuldigungen gegen verschiedenste Mitarbeiter wegen Fehlverhaltens am Arbeitsplatz, die Kotick zumindest geduldet, sowie bei Bekanntwerden vertuscht haben soll. Der Druck in dieser Sache wird zwar immer größer, bewiesen oder abschließend geklärt ist jedoch noch lange nichts.

Daher sieht Kotick, der das Unternehmen seit 30 Jahren führt, auch keinen Grund sofort abtreten zu müssen. Er bemühe sich aber, die Unternehmenskultur in Ordnung zu bringen, und nur falls ihm das vielleicht nicht schnell genug gelingt, würde er seine Aufgabe an jemand anderes abgeben.

Im Wall Street Journal heißt es dazu:

„Herr Kotick, der Activision seit drei Jahrzehnten leitet, sagte nicht, dass er in einem Freitagstreffen mit den Führungskräften der Blizzard Entertainment-Uit des Unternehmens zurücktreten würde, ließ jedoch die Möglichkeit offen, wenn Probleme mit Fehlverhalten im gesamten Unternehmen nicht „mit Tempo“ behoben würden.“

Forderungen nach Entlassungen kommen aber offenbar auch schon aus weiteren Führungsebenen und im Namen der Mitarbeiter, denen man bis jetzt jedoch nicht nachkommen möchte.

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Kotick räumte aber zumindest ein, dass er sich für einige Vorfälle „schäme“ und wie er mit der ein oder anderen Situation umgegangen sei. Im Raum stehen dabei systemische Belästigungen am Arbeitsplatz, sowie Frauenfeindlichkeit und Missbrauch, die durch jahrelange kulturelle Vernachlässigung und Unterlassung durch die Führungskräfte gefördert worden seien.

Momentan sind es allerdings nur Anschuldigungen, die keinesfalls bewiesen sind. Ob sich langfristig dadurch schon etwas ändert, bleibt abzuwarten. Einen ähnlichen Skandal hat auch schon Ubisoft hinter sich, denen man inzwischen vorwirft, weiterhin nicht angemessen darauf zu reagieren.

Dafür reagieren aber die Plattforminhaber wie Sony und Microsoft, die die Vorfälle derzeit genauer beobachten. Sony hat zudem schon mit einem ersten Schritt reagiert und den aktuellen Shooter Call of Duty: Vanguard von der Features-Sektion auf PlayStation entfernt.

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