Activision: Aktionäre stimmen Übernahme durch Microsoft zu

Die geplante Übernahme von Activision durch Microsoft hat ein weitere Hürde genommen, denen heute auch die Aktionäre zugestimmt haben. Damit wird der endgültige Deal immer wahrscheinlicher, der spätestens im Juni 2023 abgeschlossen sein soll.

Mehr als 98 Prozent der Aktionäre haben der Übernahme demnach zugestimmt, obwohl es im Vorfeld mehrere Bedenken dagegen gab. Das Risiko, dass der Wert von Activision bei einem gescheiterten Übernahmeversuch, weiter sinkt, war aber ebenso gegeben.

„Das heutige überwältigende positive Votum unserer Aktionäre bestätigt unsere gemeinsame Überzeugung, dass wir zusammen mit Microsoft noch besser positioniert sein werden, um einen großen Wert für unsere Spieler und noch größere Möglichkeiten für unsere Mitarbeiter zu schaffen und uns weiterhin darauf zu konzentrieren, ein inspirierendes Beispiel für zu werden ein einladender, respektvoller und integrativer Arbeitsplatz“, sagte Bobby Kotick, CEO von Activision Blizzard.

Sollten nun auch die offiziellen Behörden dem Deal zustimmen, wird Activision / Blizzard zum 30. Juni 2022 vollständig an Microsoft übergehen, einschließlich populärer Marken wie Call of Duty, Crash Bandicoot, Warcraft, Overwatch, Diablo, StarCraft und viele weitere.

Kritik an Deal reißt nicht ab

Kritik gab es dahingehend, dass Microsoft sich eine Monopolstellung in der Gaming-Industrie aufbaut, sowie ein Deal in dieser Größenordnung einen Präzedenzfall schafft. Bedenken dieser Art wurden im Vorfeld auch von US-Senatoren geäußert, die sich vor allem um die Mitarbeiter und der Arbeitskultur sorgen, nachdem es bei Activision zuletzt ziemlich bunt in der Hinsicht zuging. Dazu hieß es:

„Mitarbeiter von Activision-Blizzard haben nach Jahren des grassierenden sexuellen Fehlverhaltens, der Diskriminierung und unfairen Arbeitspraktiken Forderungen nach mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Videospiel-Industrie gefordert, und wir sind zutiefst besorgt, dass diese Übernahme diese Mitarbeiter weiter entrechten und ihre Stimme verlieren könnten.“

Zuletzt wurden außerdem die Aktionäre dazu aufgerufen, nicht für die Übernahme zu stimmen, was kein Gehör gefunden hat, wie man jetzt weiß.

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Wie sich die Übernahme auf den Release von Activision-Titeln auf PlayStation auswirkt, bleibt abzuwarten. Zumindest in den nächsten zwei Jahren sichert man zumindest für Call of Duty zu, nicht davon abzurücken.

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