FIFA 20: Der Fifa eWorld Cup 2020 kurz und knapp erklärt

Diesen Sommer steht in Europa durch die EM wieder der Fußball voll im Mittelpunkt. Aber
auch virtuell bietet dieses Jahr wieder spannende Turniere. E-Sports sind längst Bestandteil
der Sportwelt geworden. Sogar Buchmacher wie Unibet bieten mittlerweile Wetten nicht
nur im klassischen Sport sondern auch für diverse E-Sports Matches und Turniere.

Das größte Turnier der Welt ist der FIWC, der den Guinness World Record als weltweit
größtes online Videospielturnier hält. Jedes Jahr unzählige Spieler aus allen Länder der Welt
teil und kämpfen um den Titel. Im Jahr 2018 lag die Teilnehmerzahl laut FIFA bei mehr als 20
Millionen Spielern – eine beachtliche Zahl, unter denen der Finalsieger mit 250.000 Dollar belohnt wird. Der Verlierer vom Finale geht aber auch nicht leer aus, sondern kann sich immerhin noch über 50.000 Dollar freuen. Insgesamt gab es 2019 ein Preisgeld von 500.000 Dollar zu gewinnen.

Steigendes Interesse

Nachdem das Turnier bis 2014 ausschließlich auf Playstation 3 gespielt wurde, kann seit
Oktober 2015 auf Playstation 4 und Xbox gespielt werden. Diese Neuerung hat nochmal die
Teilnehmerzahlen deutlich und mit jedem neuen FIFA-Spiel nach oben katapultiert. Die Teilnahme steht dabei jedem der eine Playstation und FIFA 20 hat offen. Es gilt allerdings
immer die Registrierungsfristen zu beachten, denn die für den Fifa eWorld Cup 2020 war zuletzt
vom 16. bis 31. Januar 2020 geöffnet. Wer dies nicht genutzt hat, muss sich also auf die nächste Runde gedulden.

Für diejenigen die sich registriert haben, gilt es sich zunächst den „FUT Champions Verified“
Status zu erspielen. Dafür müssen 27 Spiele in der FUT Champions-Wochendliga gewonnen
werden. Danach gilt es sich durch Spiele bei den online Qualifikationturnieren und
ausgewählten Live Turnieren Punkte in der EA SPORTS FIFA 20 Global-Series-Rangliste zu
sichern. Die 128 (64 Playstation und 64 Xbox) besten Spieler erhalten eine oder gleich
mehrere Möglichkeiten, in den sogenannten Playoffs Punkte zu sammeln. Platz 1-32 haben
sich dann für den FIFA eWorld Cup qualifiziert.

Wie verwoben mittlerweile online und offline Sport sind, zeigt ein Blick auf den FIFA eClub
World Cup von dem im Februar die letzte Phase inklusive Finale ausgetragen wurde. Dieser
Wettbewerb wurde erst 2018 eingeführt und ermöglicht es, dass auch 2er Teams gegeneinander
antreten können. Vom deutschen Bundesliga Verein Borussia Mönchengladbach waren zum Beispiel 2 Mitglieder der Borussia eSports Abteilung angetreten, mussten sich aber im Viertelfinale
geschlagen geben. Auch die Teams vom FC Barcelona und AS Rom nahmen Teil. Die E-
Sportler vom AS Rom haben es hingegen bis in Halbfinale geschafft. Am Ende schaffte es das Team
Complexity Gaming den Titel zu holen.

Vereine erkennen den Trend

Längst betreiben viele Profi Fußballvereine eigene eSport Divisionen, die in diversen Games
unterwegs sind. Hierzulande werden diese zwar noch nicht so gefeiert wie vergleichsweise im asiatischen Raum, aber es ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit. Potential haben die Spieler
hierzulande auf jeden Fall, wie der deutsche Spieler Mohammed „MoAuba“ Harkous unlängst bewiesen hat. Er war im letzten Jahr der Sieger des FIFA eWorld Cup und setzte sich dabei
gegen den Vorjahressieger durch.

Auch jede Menge Streaming Fans begeistern sich zunehmend für den FIFA eWorld Cup. 2018 gab es beim Finale mehr als 47 Millionen Abrufe. Dieses Jahr ist der FIFA eWorld Cup noch im vollen
Gange – wer nicht selber mitspielen kann, hat somit jede Menge spanende Streams vor sich. Wer
selber sein Glück versuchen will, sollte bis zum Herbst die Registrierung für das nächste
Turnier nicht verpassen.