Minus 10%: Analysten sehen schwieriges Gaming-Jahr 2024 voraus

By Mark Tomson 2 comments
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Eigentlich sollte es im dritten und vierten Jahr einer Konsolen-Generation so richtig losgehen. Stattdessen erwarten Analysten, dass der Branche sehr schwierige Monate bevorstehen und ein Abwärtstrend einsetzt.

Sony selbst sagte einmal, dass das dritte Jahr das sei, wo sich Entwickler mit der neuen Hardware warm gelaufen haben und man Spiele sehen wird, welche diese erstmals vollständig ausreizen. Die Realität bei Sony sieht jedoch ganz anders aus, die selbst in absehbarer Zeit keine neuen Spiele veröffentlichen werden und bereits von einem rückläufigen Trend bei den Absatzzahlen ausgehen. An der Spiele-Front sind zudem weniger die ganz großen oder neuen Titel zu sehen, als vielmehr ständige Fortsetzungen, Remakes und Remaster. Die PS5-Generation gilt daher bereits als eine der schwächsten Generationen überhaupt.

Das spiegelt sich in den Aussichten des Analysten Mat Piscatella von Circana gegenüber GamesIndustry wider, der für das Jahr 2024 kein Wachstum, sondern bestenfalls einen Rückgang von nur 2 Prozent sieht. Im schlechtesten Fall wird dieser sogar 10 Prozent betragen. Piscatella bezieht sich hierbei vornehmlich auf den US-Markt.

„Im Moment ist mein optimistischster Ausblick ein Rückgang um etwa 2 %“, so Piscatella. „Wenn man beginnt, etwas pessimistischer zu blicken, sieht man einen Rückgang um etwa 10 %.“

Viele Unsicherheiten bei Spielen und Hardware

Diese Entwicklung führt Piscatella vor allem auf die vielen Unsicherheiten zurück, welche das Jahr begleiten, der sich fragt, was für Spiele kommen eigentlich noch oder wie sie es mit Hardware aus?

„Es herrscht so viel Unsicherheit, wenn man sich die Verkaufsdaten ansieht oder die Prognose für dieses Jahr anstrebt. Es besteht Unsicherheit bezüglich der Hardware. Es besteht Unsicherheit über die Inhalte. Wer zum Teufel macht die Spiele?“

Piscatella erwähnt, dass Nintendo ihre neue Switch-Konsole erst 2025 auf den Markt bringen wird. Sony hat wahrscheinlich die PS5 Pro in der Pipeline, spricht jedoch nicht darüber. Was bislang ebenfalls fehlt, ist ein Blockbuster wie Hogwarts Legacy im vergangenen Jahr.

„Helldivers 2 und Palworld haben zu Beginn des Jahres viel Arbeit geleistet, aber letztes Jahr hatten wir es mit Hogwarts Legacy zu tun, das ein riesengroßer Erfolg war. Also brauchen wir ein weiteres Spiel zusätzlich zu Helldivers und Palworld, um zu versuchen, mit dem mitzuhalten, was Hogwarts letztes Jahr geschafft hat, und dies auch noch ein Jahr später schafft.“

So viel Unsicherheiten, wie in diesem Jahr, gab es laut Piscatella noch nie, was sich deutlich in den Prognosen zeigen würde. Was derzeit fehlt, sind große Spiele-Ankündigungen, während weitere Flops wie Suicice Squad vermieden werden müssen.

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