Preview: Tales of Arise – Ein frischer Wind weht durch die Serie

Mit Tales of Arise versucht die populäre Serie von Bandai Namco ebenfalls eine kleine Neuausrichtung. Wir hatten kürzlich die Möglichkeit, Bandai Namcos nächsten Eintrag in der Tales of-Serie, Tales of Arise in einer Preview anzuspielen und erste Eindrücke daraus zu sammeln. Ob die neue Richtung gefällt und wie die ersten Eindrücke aus dem Spiel sind, erfahrt ihr in unserer Preview.

Neben den Kämpfen konnte man in der gezeigten Demo die dritte Region des Spiels erkunden, die man laut den Entwicklern nach ca. 10-20 Stunden erreicht. Die Party war schon komplett und der Build recht stark. Natürlich handelte es sich bei der Version um ‚work in progress‚, sodass finale Aussagen über das Spiel, das am 10. September für PS4 und PS5 erscheint, derzeit nicht abschließend möglich sind.

Worum geht es in Tales of Arise?

Über die Geschichte habe ich in dem kurzen Ausflug in die Welt von Tales of Arise nichts wirklich neues erfahren. Die Grundsituation ist folgende: Seit 300 Jahren herrschen die Rena über die Dahna, das Volk des benachbarten Planeten. Sie stehlen die natürlichen Ressourcen und nehmen den Dahna ihre Freiheit. 

Die beiden Hauptcharaktere sind Alphen und Shionne. Er ist ein Kämpfer von Dahna, sie ein Mädchen aus Rena und gemeinsam mit einer illustren Gruppe von Gefährten, die sich den beiden nach und nach anschließen, ziehen sie los, um – vermutlich – die Welt zu befreien. 

tales of arise ps5

Die Geschichte bietet einiges an Potenzial, in welche Richtung sie sich entwickelt, kann nach diesem kurzen Einblick aber wirklich nicht prognostiziert werden. Von der Welt und dem Gameplay konnte ich mir dafür einen besseren Eindruck verschaffen.

Ein frischer Look

Tales of Arise ist nicht nur ein weiterer Eintrag in der Tales of-Reihe, das Spiel erscheint nämlich pünktlich zum 25 jährigen Jubiläum der Serie! Passend dazu haben die japanischen Entwickler große Pläne:

„Wir wollen, dass Tales of ARISE einen neuen Meilenstein für das Tales of-Franchise darstellt“

Yusuke Tomizawa, Producer von Tales of Arise

Solche Aussagen sind natürlich oft besonders Marketing-tauglich formuliert, schaut man sich aber das erste Material des neuen Tales of Arise an, fällt einem direkt ein großer Unterschied zu den Vorgängern auf: das Spiel erstrahlt in einem ganz neuen Look!

Durch den neuen Atmospheric Shader wirken die Figuren, Monster und Landschaften wie handgezeichnet und erinnern ein wenig an den Cel-Shading-Look von Borderlands. Mein Eindruck aus der Demo: der Stil-Wechsel ist absolut gelungen. Die Landschaft sieht wirklich toll aus und lädt zum Erkunden förmlich ein. Die Mischung aus “realistischer” Architektur und Fauna in Kontrast zu den harten Comic-Linien funktioniert und sieht klasse aus. 

tales of arise

Die Region, die ich erkunden durfte, bot sich aber auch wirklich an, um von der Darstellung begeistert zu werden. Mit saftigen Wiesen, verschlungenen Pfaden und bunten Monstern lässt die neue Grafik ihre Muskeln spielen. Über der hübschen Welt thront in der ganzen Zeit der riesige Planet der Rena, blickt auf uns herab und dient als dauerhafte Bedrohung.

RELATED //  Tales of Arise - Charakter-Trailer stellen Shionne & Rinwell vor

Im Laufe der Demo kam ich auch an den Rand einer großen Stadt, die ich aber leider nicht betreten konnte. Die Trailer haben hier dennoch eine recht große Erwartungshaltung aufgebaut, weshalb ich schon ein bisschen enttäuscht war, als der Endbildschirm mir den Zutritt zur Stadt verwehrte. 

Wie spielt sich Tales of Arise?

Kurz gesagt: gut. Die Zeichen stehen hier eher auf Evolution statt auf Revolution. Die Kämpfe sind weiter flott und teilweise etwas unübersichtlich, machen aber auf jeden Fall Spaß. Wir bekämpfen Monster, die wir in der normalen Welt sehen könne, in abgesteckten Arenen. Dabei können wir auf normale Angriffe und Spezialattacken zurückgreifen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Teammitglieder für besondere Moves auszuwählen und schwache Gegner durch eine Kombo direkt zu vernichten. 

Zur Erkundung und zum Kämpfen stehen dabei alle sechs Party-Mitglieder zur Auswahl. Sie spielen sich angenehm unterschiedlich und bringen Abwechslung in die kurzweiligen Gefechte. 

Tales of Arise Trailer

Was bleibt noch offen? 

Natürlich lässt sich ein solches Spiel nicht in 40 Minuten Preview-Spielzeit vollends einschätzen. Ob die Story interessant bleibt ist ebenso offen wie die Frage, ob die anderen Regionen mit der gezeigten mithalten können.

Das, was ich gesehen und gespielt habe, weckt aber durchaus hohe Erwartungen. Die Welt ist klasse gestaltet und der Look macht das Spiel etwas reifer, ohne dabei die Tugenden der Serie über Bord zu werfen. Die Kämpfe machen Spaß und bieten genügend Abwechslung, um stundenlang zu unterhalten. 

Technisch war das Spiel ebenfalls schon in einem guten Zustand. Die Sprachausgabe fehlte noch größtenteils, wobei es durchaus möglich ist, dass nicht alle Dialoge vertont werden. Ansonsten wirkte das Spiel schon ziemlich rund, aber diesen Eindruck hinterlassen ja die meisten Demo-Versionen.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung der Entwickler und basierend auf den Eindrücken, die ich sammeln konnte, glaube ich nicht, dass man sich Sorgen um Tales of Arise machen muss. Vielmehr gehe ich davon aus, dass uns am 10. September ein Leckerbissen für alle JRPG-Fans für PS4 und PS5 ins Haus steht!

Einschätzung: Sehr gut!