Report: PS5 Hardwareanalyse offenbart eine bessere und schnellere Architektur

Das Thema um den Leistungsunterschied zwischen der PS5 und Xbox Series X ist in diesen Tagen nicht tot zu kriegen. Viele schauen derzeit nur auf die Daten, die auf Papier geschrieben sind, sehen jedoch noch die Feinheiten, die den zunächst offensichtlichen Leistungsunterschied ausgleichen werden.

Eine weitere Hardwareanalyse von James Prendergast geht daher noch einmal auf die Architektur der beiden Konsolen ein und kommt darin zu dem Schluss, dass die PS5 schlichtweg besser konstruiert wurde, zumindest basierend auf dem, was Sony und Microsoft bereits enthüllt haben. Auf den Punkt gebracht geht es hier um Hardwarepower der Xbox Series X gegen Geschwindigkeit der PS5 und nicht um einzelne Komponenten.

Dazu schreibt Prendergast:

„Wir hören seit Monaten, dass es zwischen den beiden Geräten von Microsoft und SONY keine großen Unterschiede gibt. „Quellen“ auf beiden Seiten behaupten, dass jede Konsole in bestimmten Szenarien einen Vorteil hat. Unbestreitbar verfügt Microsoft über die leistungsstärkeren Grafikfunktionen mit dem 1,4-fachen des physischen Aufbaus des GPU-Kerns der Playstation 5. Dies ist jedoch nur ein Teil der Geschichte: Die PS5 läuft in den meisten Workload-Szenarien mindestens 1,2-mal schneller als die Series X. Dies schränkt den Vorteil der SX (in Bezug auf die reine, gemittelte GPU-Rechenleistung) auf etwa das 1,18- bis 1,2-fache des PS5 ein.

Und wie sieht es mit der CPU aus? Wenn man laut Prendergast dieselbe einfache Verhältnisberechnung durchführt, wird man feststellen, dass die XSX je nach Szenario 1,02x – 1,10x leistungsstärker als die PS5 ist, was keinen so großen Unterschied darstellt, während die CPU / GPU auf beiden Konsolen erwartungsgemäß die gleichen Funktionen haben werden.

RAM arbeitet suboptimal in der Xbox Series X

Speziell zum RAM kommt Prendergast zum Ergebnis, dass dieser suboptimal bei der XSX arbeitet. Die asymmetrische Konfiguration der XSX führt zu einer verringerten Bandbreite, sobald der symmetrische Part ausgelastet ist, während die PS5 permanent die 16GB des GDDR6 RAM nutzen kann.

„Die SX hat 2,5 GB für Systemfunktionen reserviert und wir wissen nicht, wie viel die PS5 für diese ähnliche Funktionalität reserviert, aber es spielt keine Rolle – die XSX verfügt entweder nur über 7,5 GB verschachtelten Speicher, der für das Spiel mit 560 GB / s betrieben wird, bevor die effektive Bandbreite des Speichers unter die der PS5 „gesenkt“ werden muss … oder die SX hat eine gemittelte gemischte Speicherbandbreite, die immer unter der der Basis-PS4 liegt. Beide Optionen benachteiligen die SX für speicherintensivere Spiele gegenüber der PS5, und letztere benachteiligt sie ständig.“

Abschließend geht man auch auf den I/O und die SSD ein, die in der PS5 für den ständig erwähnten Boost sorgen werden. Die PS5 verfügt demnach über ein besseres Datenmanagement innerhalb des RAM, wodurch weniger Daten wiederholt geladen werden müssen und somit eine bessere Effizienz vorhanden ist.

Allgemein kommt Prendergast damit zu dem Schluss:

„Die PlayStation 5 verfügt über Bandbreite und ein zentralisiertes I/O, um die Datenübertragung zwischen allen verschiedenen Computer- und Speicherelementen zu optimieren. Sicher, die PS5 hat eine schmalere GPU, aber das System, das diese GPU unterstützt, ist viel stärker und entspricht mehr dem, was die GPU erwartet.“

Letztendlich wird man weiterhin abwarten müssen, wie sich die Konsole schlagen, sobald sie erhältlich sind. Momentan besteht jedoch absolut kein Grund zur Panik, dass die PS5 Spezifikationen weit hinter der Xbox Series X liegen würden, was ja auch dem widerspricht, was man immer wieder von den Entwicklern hört, die mit der Hardware arbeiten.