Schnelleres Internet wichtiger denn je für Gamer

In den vergangenen Jahren hat sich an vielen Orten etwas in puncto schnelles Internet getan, auch wenn speziell Deutschland immer noch ziemlich hinterher hinkt. Besonders Gamer klagen immer wieder mal über eine schlechte Verbindung, die sie bei einer gemütlich Zocker-Session behindert. Oft ist gar nicht klar, woran die Verzögerungen liegen könnten, da zumindest auf dem Papier die entsprechende Technik geliefert wird. Was es da für Lösungsmöglichkeiten gibt, schauen wir uns im Folgenden an.

Warum die Geschwindigkeit so wichtig ist

Wieso sollten wir uns überhaupt so viele Gedanken um die Geschwindigkeit beim Surfen machen? Wer nicht direkt in die Welt der Gamer involviert ist, kann die hohe Bedeutung des Themas nicht immer nachvollziehen. Ein schnelles Internet stellt zum einen sicher, dass wir den Download eines neuen Spiels schneller über die Bühne bringen können, denn Zeit ist Geld und beides nicht selten knapp. Zudem ist heute kaum ein Spieler mehr dazu bereit, für den Kauf eines physischen Datenträgers selbst den Weg in ein Geschäft anzutreten.

Auf der anderen Seite spielt das Internet im Spiel selbst eine wichtige Rolle. Denn es ist der Multiplayer, der die beste Unterhaltung zu bieten hat. Wer über eine zu hohe Latenz verfügt, besitzt jedoch einen entscheidenden Nachteil im Wettbewerb mit den anderen Spielern. Denn viele Spiele sind auf Reaktion ausgelegt. Ist die Verbindung zu schlecht, ist der Frust vorprogrammiert.

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Drosselung durch VPN vermeiden

Ist man sich seinen technischen Voraussetzungen sicher, kann man immer noch ein wenig mehr tun, um das Ganze zu optimieren. Nur wenige User sind sich darüber im Klaren, dass einige Anbieter die Geschwindigkeit bei bestimmten Tätigkeiten selbstständig drosseln. Dies hat damit zu tun, dass sie ein akutes Interesse daran haben, genügend Bandbreite für alle ihre Kunden zur Verfügung zu stellen. Deshalb gibt es eine Reihe von Nutzungsformen, bei denen nicht die volle Geschwindigkeit abgerufen werden kann. Selbst Anbieter wie Sony oder Netflix schreckten in den Anfängen der Corona-Pandemie und einer drohenden Überlastung des Netzes nicht vor dieser Maßnahme zurück, warum sollten Provider also hier anders agieren?

Doch es gibt einen einfachen Weg, um diese Drosslung zu vermeiden. Durch den Einsatz eines VPNs ist der Anbieter nicht mehr dazu in der Lage, die aktuelle Tätigkeit zu bestimmen. In der Folge entfällt der Grund für eine Drosslung unmittelbar. Unter dem Strich liegt darin die Möglichkeit, allein durch den Einsatz dieses simplen Tricks für eine höhere Geschwindigkeit zu sorgen. Ein VPN mit gutem Verhältnis von Preis und Leistung ist etwa bei Nord VPN zu finden, die sich auf Gaming-Anwendungen spezialisiert haben.

Weitere Lösungsansätze

Wer erst einmal ohne VPN auskommen und bei sich lokal mit der Optimierung beginnen möchte, kann auch auf allgemeine Lösungsansätze zurückgreifen. Manchmal helfen eben auch kleine Veränderungen, darunter:

  • Router neu platzieren – Allein die Position unseres Routers kann einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit beim Surfen haben. Wir tun deshalb gut daran, ihn nicht einfach irgendwo in den eigenen vier Wänden zu platzieren. Zu vermeiden ist die direkte Nähe zu technischen Geräten, welche die Geschwindigkeit beeinflussen könnten. Zu einem Problem für die Übertragung werden auch dicke Wände und geschlossene Türen, ebenso die Platzierung in Ecke, da ein Router meist in alle Richtung gleichmäßig ausstrahlt. Ein Blick ins Manual hilft oft, ebenso entsprechende Apps, mit denen sich das beste W-Lan Signal finden lässt.
  • Den Router austauschen – Nicht jeder Router ist wie der andere, besonders die nicht, die schon in die Jahre gekommen sind. Und gerade in den letzten Jahren gab es eine klare technische Entwicklung. Wer zu einem der neueren Geräte greift, kann in der Regel eine höhere Geschwindigkeit abrufen. Für Gamer macht sich die Investition in jedem Fall bezahlt, insbesondere mit der PS5 und dem neuen WiFi 6-Standard, welcher von Sonys Konsole unterstützt wird.
  • Kabel statt WLAN – Das Ethernet-Kabel ist im Vergleich mit dem WLAN-Router mit ganz wenigen Ausnahmen die schnellste Lösung. Sollte sich die Chance bieten, ein solches Kabel bis zum PC oder der Konsole zu legen, so ist dies in jedem Fall eine Überlegung wert. Die höhere Geschwindigkeit ist eine logische Konsequenz, auf die vor allem Pro-Gamer schwören, die nichts dem Zufall überlassen wollen.
  • Der Google DNS – Die seit Jahren simpelste Lösung auf PlayStation ist der sagenumwobene Google DNS, den man einfach in den Settings festlegt. Dieser wird standardmäßig nämlich nicht genutzt, kann je nach Standort aber tatsächlich für einen Boost sorgen. Dazu einfach in die DNS-Einstellungen unter Netzwerk gehen und den – Primärer DNS auf 8.8.8.8 und Sekundärer auf DNS 8.8.4.4 stellen -. Abschließend die Konsole neu starten und Geschwindigkeitstest erneut durchführen, um zu vergleichen.

Es gibt sicherlich nicht die eine Lösung, die pauschal für alle zutrifft, da hier zu viele Faktoren eine Rolle spielen können. Probieren geht auch in diesem Fall über studieren.

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