Spiele-Entwicklungen könnten bald 200 Millionen kosten, glaubt der Ex-Sony Boss

Dass Spiele immer aufwendiger und teurer in der Produktion werden, ist an sich kein Geheimnis. Die Kosten steigen von Generation zu Generation inzwischen aber exponentiell und könnten schon bald im Schnitt bei 200 Millionen Dollar liegen.

Das glaubt der ehemalige PlayStation Boss, Shawn Layden, der bereits in der PS4 Generation auf durchschnittliche Produktionskosten von 100 Millionen Dollar für einen Big Budget Titel verweist. Die aktuelle Generation dürfte anhand dieser Entwicklung die Marke von 200 Millionen Dollar erreichen.

Wie genau man dagegen steuern kann, weiß Layden nicht so recht, außer man verringert das Risiko bei der Entwicklung. Dann gibt es mehr Fortsetzungen und weniger Innovationen, die am Ende vielleicht nicht funktionieren.

„Wenn wir den Anstieg der Kostenkurve nicht aufhalten können, können wir nur versuchen, das Risiko zu verringern,“ so Layden. „Das bringt dich in eine Position, an dem du Anreize für Fortsetzungen bekommst.“

Bloomberg

Jährliche Ableger und In-Game Finanzierung

Ein mögliches Szenario darauffolgend wäre, dass man mehr Spiele im Stil von Call of Duty und jährlichen Ablegern bekommt, ebenso mehr In-Game Monetarisierung wie bei Fortnite und und und. Das nimmt die Innovation und Abwechslung aus der Branche heraus, wie man eigentlich schon jetzt in Teilen beobachten kann.

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Sony sei da nicht anders, hat es sich laut Layden aber noch auf die Fahne geschrieben, weiterhin Blockbuster abzuliefern. Dass man der Versuchung von nachträglichen Einnahmen aber auch nicht mehr ganz widerstehen kann, zeigt sich aktuell an Ghost of Tsushima.

Laydens persönlich Hoffnung für die Zukunft ist, dass die Kreativität in der Branche nicht verloren geht oder geopfert wird. Etwas, das er in seinen letzten Tagen bei PlayStation versucht hat zu fördern.

„Mein Ziel im letzten Akt meiner Karriere ist es, mehr Menschen in die Spieleentwicklung zu bringen, mehr Menschen aus der ganzen Welt, [und] mehr Menschen in die Freude am Spielen zu bringen.“

Was seinen Weggang von Sony betrifft, sagte Layden kurz und knapp, dass er sich in seiner Position und in der Branche insgesamt „ausgebrannt“ gefühlt hat. Für ihn war es Zeit, die neue Generation einer neuen Generation von Menschen zu übergeben und sie die PS5 auf den Markt bringen zu lassen. Mit dieser Entscheidung sei er immer noch sehr glücklich und glaubt, die richtige getroffen zu haben.

Shawn Layden gehörte zu den beliebtesten PlayStation CEOs unter den Fans, bevor er vom amtierenden Boss Jim Ryan abgelöst wurde.

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