Sony hat den Bogen überspannt, Ghost of Tsushima-Spieler fühlen sich abgezockt

Kaum veröffentlicht, fällt Sony die Preispolitik in Bezug auf den Ghost of Tsushima: Director’s Cut direkt auf Füße. Spieler fühlen sich abgezockt und strafen das Spiel nun mit negativen Reviews.

Schon kurz nach der Ankündigung hatten wir über die etwas unfaire Preispolitik des Ghost of Tsushima: Director’s Cut berichtet, die vor allem Käufer der Originalversion mehr denn je zur Kasse bittet. Damals wiesen wir wie folgt darauf hin:

„Einfach betrachtet kostet die PS4 Version des Director’s Cut 69,99 EUR, während für die PS5-Version wieder stolze 79,99 EUR veranschlagt werden. Besitzt man allerdings schon die PS4-Version, wird es rechnerisch so richtig teuer. Denn hier kostet das Upgrade auf den Director’s Cut 19,99 EUR, was für Sony offenbar der veranschlagte Wert für die zusätzlichen Inhalte zu sein scheint. PlayStation 5 User zahlen für das technische Upgrade allerdings 29,99 EUR, also nochmals 10 EUR mehr, die auch dann fällig werden, wenn man vom Director’s Cut auf PS4 zur PS5-Version wechselt. Nicht einmal dann gibt es einen kostenlosen Upgrade-Pfad.“

Director’s Cut erfährt Review-Bombing

Das wurde damals als „lächerliche“ Kritik abgetan, war man doch so begeistert von dem Hauptspiel, dass man diesem offenbar alles durchgehen lassen wollte. Dass das nicht nur unsere Meinung war, zeigt sich jetzt vor allem auf Metacritic, wo der Director’s Cut aufgrund dieser Preisprolitik mit negativen Reviews überschwemmt wird. Aktuell fast 300 User-Reviews, die vor allem den überzogenen Preis beanstanden.

Diesen findet man insbesondere auch deshalb ungerechtfertigt, da der Umfang des DLC nur knapp 5 bis 6 Stunden beträgt. Sony lässt sich damit vor allem die technischen, aber kaum wahrnehmbaren Upgrades der PS5 bezahlen, obwohl diese auf der einen Seite so oder so umgesetzt wurden, und auf der anderen Seite bei den meisten Publishern umsonst sind. Teils ist sogar von einem technischem Downgrade und Outdated die Rede, die die Kosten für die technischen Extras nicht rechtfertigen würden. Lediglich der DualSense Support wird lobenswert erwähnt, für viele aber zu wenig.

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Dort heißt es unter anderem:

„Es ist ärgerlich, dass sie 30 USD für diese Erweiterung berechnet haben, wenn man bedenkt, wie alt sie ist, sie haben sie recycelt, um uns den vollen Preis dafür mit einem 5-Stunden-DLC zu berechnen und es gibt technisch keine grafischen Verbesserungen.“

Metacritic

„Es ist Wahnsinn, dass das PS5-Upgrade hinter einer doppelten Paywall gesperrt ist. Zuerst muss man den DLC kaufen, und dann muss man das Upgrade kaufen. Abgesehen davon, dass das Upgrade fast nichts im Spiel verbessert. Sony verliert Kunden und generiert schlechte PR, indem sie versuchen, das gesamte Geld aus den Leuten herauszuholen, die Sony-Spiele mögen.“

Metacritic

Es wird inzwischen sogar davon abgeraten, das Upgrade zu bezahlen und sich ausschließlich auf die neuen Inhalte zu konzentrieren. In unserem Review zum Director’s Cut heißt es dazu:

„Wer Ghost of Tsushima auf der PS4 besitzt und auch den DLC auf der PS4 spielen möchte, sollte sich das Update einzeln zulegen. Der Directors Cut bietet hier nicht genügend Mehrwert. Wer das Spiel zum ersten Mal erleben möchte und eine PS5 besitzt, ist mit der neuen Version aber gut versorgt.“

Bleibt abzuwarten, ob sich Sony die Kritik zu Herzen nimmt oder noch nachträglich einlenkt, denn was hier versucht wird, ist alles anderes als „For the Players„.

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