Vorschau: Dying Light 2 mit weiteren Gameplay-Eindrücken

Gut dreieinhalb Jahre nach “Dying Light” stellte Techland vor einiger Zeit die erste echte Fortsetzung des Zombie-Survival-Hits vor, die bereits 2019 eure Konsolen unsicher machen wird. Noch einmal hatten wir hier die Gelegenheit, vorab einen Blick auf den Titel zu werfen, der in vieler Hinsicht das Original noch einmal übertrifft.

Die Geschichte von “Dying Light 2” spielt 15 Jahre nach den Ereignissen von Harran und soll wieder echten Nervenkitzel garantieren. Und in der Tat ist man nur vom bloßen Zusehen nach kürzester Zeit mitten im Geschehen und total angespannt von dem, was da gerade auf dem Screen passiert. Wilde Verfolgungsjagden mit den Untoten oder spannende Duelle mit Gesetzlosen machen sofort Appetit auf mehr. Mit dem Unterschied – das Futter hier seid ihr in diesem Fall.

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Entscheidungen werden wichtiger

Mit “Dying Light 2” verspricht Techland diesmal eine wesentlich größere Karte als im ersten Teil. Zudem soll der Spielverlauf, wie bereits aus Titeln wie “Fallout” bekannt, von den individuellen Entscheidungen des Spielers abhängig sein. Dies fängt schon damit an, welcher Gruppierung man ein frisch erobertes Gebiet überlässt, was zudem auch Auswirkungen darüber haben wird, wie die Gegend im weiteren Spielverlauf aussehen wird, wie es den dort lebenden Menschen in Zukunft ergeht und wie sicher das Gebiet für euch dann noch ist. Überlässt man die Gegend zum Beispiel den Peacekeepern, so ist unter anderem die Wasserversorgung aller sichergestellt. Übergibt man das Kommando jedoch einer Räuberbande, so muss jeder für sein Wasser bezahlen. Und wer das nicht kann, hat keinen Platz mehr in dieser Welt. Andererseits zeigen sich die bevorzugten Ganoven euch gegenüber, zumindest im ersten Moment, noch recht großzügig, worauf man jedoch nicht allzu lange vertrauen sollte. Aber auch die Machtverhältnisse der rivalisierenden Gruppierungen verschieben sich durch eure Entscheidungen. Also sollte man genau überlegen, wen ihr stärken und wen ihr schwächen wollt.

Niemand ist sicher

Auf der Hut müsst ihr in “Dying Light 2” zudem immer sein, denn sonst kann es euch auch passieren, mitten am Tag in ein Zombielager zu spazieren. An diesen Orten halten sich die Untoten tagsüber zum Schutz vor der Sonne auf. Sie sind dann zwar in einer Art Trancezustand, können aber jederzeit daraus aufwachen, so dass man sich nie wirklich in Sicherheit wiegen kann. Und spätestens dann solltet ihr auch die Füße in die Hände nehmen. Auf der anderen Seite sind solche Gebäude, aufgrund ihrer Gefahr, noch reich an brauchbaren Gegenständen. Also schadet es nie sich hier vorsichtig mal etwas genauer umzusehen.

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Doch Obacht! In manchen Regionen können euch sogar gewisse Zombies auch tagsüber auf der Straße über den Weg laufen. Das macht die ganze Sache natürlich nicht wirklich leichter und schon gar nicht ungefährlicher, jedoch wird Langeweile damit wohl eher weniger ein Thema. Techland betonte hier, dass egal zu welcher Tageszeit oder in welchem Gebiet man sich aufhält, es nie eine hundertprozentige Sicherheit geben wird, was die Spannung permanent hoch hält.

Mehr taktische Optionen

In den Kämpfen sind Elemente wie blocken, den Gegner genau ausgucken und im richtigen Moment zuschlagen monumental. Auch in der Gegend befindliche Gegenstände wie Metalleimer oder Stangen können wieder genutzt werden, um den Gegner kurzzeitig aus dem Gleichgewicht zu bringen oder euch die entscheidende Sekunde zu liefern, um tödlich zuzuschlagen. Planung ist dabei in jedem Fall wichtig. Gerade wenn es gegen größere Gruppen geht, kann sich auch erst im Kampf herausstellen, dass die Gegner im Moment doch zu stark sind und ein Rückzug durchaus angebracht ist. Beim Rückzug empfiehlt es sich zudem die Karte sehr gut zu kennen und ein gutes Versteck im Hinterkopf zu haben, um die Verfolger loszuwerden. Denn diese bleiben teils beeindruckend hartnäckig an euch dran und lassen sich nicht so einfach abschütteln. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, empfiehlt es sich Gruppen bereits im Voraus Stück für Stück zu zermürben und sich eine Taktik zurechtzulegen. Dies ist auch ein wesentlicher Unterschied zum original “Dying Light”, in dem man mehr taktische Optionen mit einfließen lässt. Auf Nachfrage, ob auch wieder diverse Perks und Vorteile zum Einsatz kommen, wollten sich die Entwickler nicht weiter äußern. Nur soviel: sie versprachen, dass es wieder eine ganze Reihe geben wird.

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Insgesamt macht “Dying Light 2” wieder einen richtig starken Eindruck und definitiv Lust auf mehr, sich in die nächste Zombie-Apokalypse zu stürzen. Vor allem der spielerische Ansatz, der nun noch mehr taktische Optionen mit einbringt, gefällt hier. Während man im Original oft nur die Wahl zwischen drauf kloppen oder wegrennen hatte, lassen sich mit dem richtigen Ansatz nun auch größere Zombie-Gruppen überwältigen. Natürlich ist auch das flüssige und verfeinerte Movement-System ein großer Pluspunkt, insbesondere da der Schauplatz gefährlicher denn je wirkt und man augenscheinlich weniger Rückzugsorte haben wird, um mal Luft holen.

Mehr zu „Dying Light 2“ verrät euch außerdem unsere gamescom Vorschau.