PS5 funktioniert auch mit Gen3 SSDs, davon ist aber abzuraten

Die baldige Freischaltung der SSD-Erweiterung der PS5 lässt jede Geldbörse gleich etwas schlanker aussehen. Denn die Anforderungen an die offiziell kompatiblen Speicher sind derzeit noch recht kostenintensiv und sehr speziell.

Diese sehen laut Sony wie folgt aus:

  • Schnittstelle: PCIe Gen4 x4 M.2 NVMe SSD
  • Kapazität: 250 GB–4 TB
  • Sequenzielle Lesegeschwindigkeit: 5500 MB/s oder schneller
  • Modulbreite: 22 mm (Breite von 25 mm wird nicht unterstützt)
  • Formfaktor: M.2 Typen 2230, 2242, 2260, 2280 und 22110.
  • Anschlusstyp: Anschluss 3 (Schlüssel M) 
  • Gesamtgröße: In Millimetern: Kleiner als 110 mm (L) x 25 mm (B) x 11,25 mm (H).

Zurecht stellt sich die Frage, ob es wirklich die neuesten SSD-Speicher sein müssen oder ob es auch die Gen3 tun. Das hat versucht The Verge herauszufinden, mit überraschendem Ergebnis. Denn prinzipiell funktionieren auch die langsameren SSDs mit 3,900MB/s Read-Speed und 3,200MB/s Write-Speed.

Bei ersten Tests mit Ratchet & Clank, Returnal und Spider-Man wurden laut The Verge lediglich Ladezeiten festgestellt, die sich vielleicht in einer Sekunde oder gar nicht unterschieden. Das klingt erst einmal ganz gut und nach einer Option, um günstig nachzurüsten. Dennoch ist davon abzuraten, zumindest auf lange Sicht.

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Insomniac Games selbst konnte bei Benchmark-Tests hingegen rund 15 Prozent langsamere Ladezeiten feststellen. PlayStation Architect Marc Cerny schwört bei seiner PS5 auf die WD Black SN850 + Heatsink.

High-Performance Games kommen erst

So ist zu vermuten, dass aktuelle PS5-Spiele bei Weitem nicht die Performance ausreizen, die die Gen4 SSDs hergeben. Das dürfte sich aber ändern, wenn ab 2022 die echten Next-Gen Games erscheinen, insbesondere die, die ausschließlich für PS5 entwickelt werden. Dann sind definitiv mit Performance-Einbußen zu rechnen, sofern die SSD nicht mit der Geschwindigkeit der PS5 mithalten kann.

Die langsameren Gen3 SSDs sind dennoch eine Option, etwa um PS4-Spiele auszulagern. Das ist zwar jetzt schon mittels externem Speicher möglich, die Built-In SSD Lösung dürfte dennoch den ein oder anderen Vorteil mit sich bringen, zumal die PS5 euch darüber entscheiden lässt, wo man welche Spiele installieren möchte. Ebenso kann man diese nachträglich zwischen den Speichern hin und herschieben. Letztendlich ist eine Built-In Lösung auch schöner und schneller.

In dem Fall gilt, probieren über studieren, Schäden an der PS5 sind wohl nicht zu erwarten.

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