Six Days in Fallujah möchte kein politisches Statement setzen

Nach über 10 Jahren kehrt doch noch der Irak-Shooter Six Days in Fallujah zurück, nachdem der ursprüngliche Publisher Konami hier gekniffen hat. Zu groß war damals Druck, ein Spiel zu veröffentlichen, das so nahe an der Realität ist.

Dabei möchte Six Days in Fallujah kein politisches Statement oder Kommentar setzen, wie Entwickler Victura und Highwire Games gegenüber Polygon erklären. Vielmehr steht hier die Komplexität des Kampfes im Mittelpunkt und welche Erfahrung die Soldaten dabei machen.

„Es geht um die Erfahrungen dieses Individuums, die aufgrund politischer Entscheidungen dort sind,“ so Peter Tamte von Victure. „Wir wollen zeigen, wie sich Entscheidungen, die von politischen Entscheidungsträgern getroffen werden, auf die Entscheidungen auswirken, die [ein Marine] auf dem Schlachtfeld treffen muss. So wie [Marine] die Entscheidungen der politischen Entscheidungsträger nicht hinterfragen kann, versuchen wir nicht, einen politischen Kommentar darüber abzugeben, ob der Krieg selbst eine gute oder eine schlechte Idee war oder nicht.“

Und obwohl man sich eindeutig mit Six Days in Fallujah von den politischen Hintergründen distanziert, wird der Shooter sehr nahe an der Realität entworfen. Dazu werden echte Marines und deren Angehörige mit einbezogen. Wie Tamte dazu ergänzt, geht es dabei definitiv nicht um die Glorifizierung oder um ein Unterhaltungsprodukt über den Irak-Krieg, vielmehr möchten alle Seiten an diesen erinnern erinnern und ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen.

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Insgesamt ein schwieriges Terrain für Entwickler Victura, bei dem man die richtige Balance finden muss, um niemanden ungewollt zu verletzen. Ob ihnen das gelingt, erfährt man, sobald Six Days in Fallujah in diesem Jahr erscheint.

Ähnlich schwierig hatte es damals auch Spec Ops: The Line, das vielen auch zu realistisch war, mit dem Unterschied, dass es sich bei Spec Ops um ein völlig fiktives Setting handelte. Aber trotz der schwierigen Thematik hat man es bei Yager Development richtig angegangen und wurde am Ende dafür überall gelobt.